VG Bad Ems-Nassau
Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz stammt zu 64 Prozent aus erneuerbaren Energien
Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz stammt zu 64 Prozent aus erneuerbaren Energien
WIRTSCHAFT In Rheinland-Pfalz wurden 2024 rund 20,2 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, wurden 64 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen (2023: 66 Prozent). Dies entspricht 12,9 Milliarden Kilowattstunden und war der zweithöchste bisher verzeichnete Wert. Dabei ist Windkraft die wichtigste erneuerbare Energiequelle zur Stromerzeugung. Die Windkraftanlagen in Rheinland-Pfalz erzeugten 2024 rund 7,5 Milliarden Kilowattstunden Strom; das waren 16 Prozent weniger als im Jahr zuvor. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr lässt sich auf die Witterungsbedingungen zurückführen. Das Jahr 2024 war deutlich windschwächer als 2023, welches außergewöhnlich windstark ausfiel.
Aus Photovoltaikanlagen stammten drei Milliarden Kilowattstunden Strom (plus 15 Prozent gegenüber 2023). Der Anstieg dürfte vor allem auf den Ausbau der installierten Leistung zurückzuführen sein. Aus Wasserkraft, Biomasse und sonstigen erneuerbaren Energien wurden 2024 insgesamt 2,4 Milliarden Kilowattstunden Strom gewonnen (plus 16 Prozent). Grund für den Anstieg waren vor allem vergleichsweise gute natürliche Bedingungen für die Stromproduktion aus Wasserkraft.
Mit dem langfristigen Wachstum der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern wurden immer weniger fossile Energieträger zur Stromerzeugung eingesetzt: Zwischen 2010 und 2024 sank der Anteil fossiler Energieträger an der Stromerzeugung von 73 Prozent auf 36 Prozent. Als fossiler Energieträger kommt in der Stromproduktion hauptsächlich Erdgas zum Einsatz. Aus Erdgas wurden 2024 rund 33 Prozent des rheinland-pfälzischen Stroms gewonnen; dies entspricht 6,6 Milliarden Kilowattstunden (plus 1,1 Prozent gegenüber 2023). Im langfristigen Vergleich liegt die Stromerzeugung aus Erdgas seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine 2022 deutlich unter dem Niveau der Jahre zuvor.
Bruttostromverbrauch leicht rückläufig
Der Bruttostromverbrauch belief sich 2024 auf 26,8 Milliarden Kilowattstunden (minus ein Prozent gegenüber 2023). Da die jährliche Stromerzeugungsmenge niedriger ist als der Strombedarf, deckt Rheinland-Pfalz seinen Verbrauch an Strom auch durch Stromimporte aus anderen Bundesländern bzw. aus dem Ausland. Der Stromimport lag 2024 netto bei 6,7 Milliarden Kilowattstunden. Mit dem Ausbau der Kapazitäten zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist Rheinland-Pfalz aber langfristig unabhängiger von Stromimporten geworden. Im Jahr 2010 wurden noch 43 Prozent des rheinland-pfälzischen Stromverbrauchs durch Nettoimporte gedeckt; 2024 waren es nur noch 25 Prozent.
In die Strombilanz fließen Ergebnisse aus verschiedenen Jahresstatistiken ein. Es handelt sich dabei um Daten, die insbesondere bei Kraftwerks- und Netzbetreibern erhoben werden. Zuverlässig plausibilisierte Ergebnisse liegen nach etwa einem Jahr vor.
Stromeinspeisung bei Netzbetreibern sinkt 2025
Aus der Monatserhebung über die Stromeinspeisung und -ausspeisung bei Netzbetreibern gibt es bereits vorläufige kumulierte Monatsergebnisse bis November 2025. Die Stromeinspeisung bei den Netzbetreibern dürfte etwa 80 Prozent der gesamten Bruttostromerzeugung ausmachen. Die gesamte Stromeinspeisung bei den Netzbetreibern war von Januar bis November um 1,3 Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum. Während die Einspeisung von Strom aus fossilen Energieträgern leicht zunahm (plus 1,8 Prozent), ging die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zurück (minus 2,7 Prozent). Ursächlich hierfür war eine geringere Einspeisung aus Windkraftanlagen, die 2025 witterungsbedingt nochmals weniger Strom erzeugten als 2024 (minus 7,7 Prozent). Demgegenüber verzeichnete die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen eine deutliche Zunahme (plus 19 Prozent), die vor allem auf den weiteren Ausbau der installierten Leistung zurückzuführen sein dürfte; begünstigt wurde diese zudem durch eine hohe Zahl an Sonnenstunden.
Methodische Hinweise
Die Energiestatistiken bilden eine wichtige Grundlage für die Erstellung der Energiebilanz des Landes Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der Energiebilanzerstellung wird auch der sogenannte Strommix berechnet. Der Strommix eines Bundeslandes zeigt, aus welchen Quellen der erzeugte Strom stammt. Für diese Unterscheidung nach Energieträgern nimmt das Statistische Landesamt Auswertungen auf der Basis von verschiedenen amtlichen Erhebungen vor.
Quelle: Statistisches Landesamt RLP Die Bruttostromerzeugung ist die insgesamt erzeugte Strommenge aller stromerzeugenden Anlagen in Rheinland-Pfalz. Der Bruttostromverbrauch ergibt sich aus dem Endenergieverbrauch von Strom zuzüglich des Stromverbrauchs im Umwandlungsbereich (z. B. Eigenverbrauch der Kraftwerke) und der Leitungsverluste. Der Stromaußenhandel wird als Saldo dargestellt, der sich aus einer Differenzrechnung zwischen Stromverbrauch, Netzverlusten und Stromerzeugung ergibt (Nettostromimporte bzw.-exporte).
Weiterführende Informationen über die bundesweit abgestimmte Methodik zur Erstellung von Strom- und Energiebilanzen sowie Ergebnisse der Bundesländer sind zu finden unter: www.lak-energiebilanzen.de.
quelle: Statistisches Landesamt RLP Autor: Michael Herzig (Referat Analysen Umwelt, Nachhaltigkeit, Energie)
Sport
Erlös aus Benefizspiel in Nievern sorgt für Freude in Kenia
NIEVERN Viele Highlights hatten wir im vergangenen Jahr anl. unseres 750. Gemeindejubiläums zu feiern. Einige werden uns noch lange in Erinnerung bleiben, vor allem dann, wenn sie im Rahmen eines weiteren, sportlichen Jubiläums zu einem besonderen Erlebnis wurden, das jetzt noch seine Nachwirkungen zeigt.
So hatte der SV Hertha anl. seines 115jährigen Bestehens am Sonntag, dem 7. September 2025 zu einem Benefizspiel der Nieverner Seniorenmannschaft gegen die Traditionself des 1. FC Köln ins Stadion Silberau eingeladen. Rund 650 Besucher konnten bei schönem Wetter und toller Atmosphäre einen herrlichen Fußballnachmittag erleben, dessen Reinerlös in Höhe von 3000,00 € zudem einem guten Zweck zugeführt wurde.
Der langjährige Schulleiter und ehemalige Europaabgeordnete Norbert Neuser unterstützt mit seiner Stiftung Kick for Help seit vielen Jahren Sport- und Schulprojekte in Entwicklungsländern. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Schul- und Vereinsprojekten sowie die Unterstützung internationaler Begegnungen von jungen Sportlern und Sportlerinnen. Mit der integrativen Kraft des Sports sollen Barrieren, Vorurteile, vorhandene Konflikte und Benachteiligungen aufgehoben und beseitigt werden. Die „Stiftung Kick for Help“ will damit positiv zur Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beitragen.
So konnte mit der Unterstützung aus dem Jubiläumsspiel der Hertha an der Becky Scool in Kibera (Kenia) für dauerhaftes Trinkwasser für alle Schülerinnen und Schüler gesorgt, eine neue Toilettenanlage fertiggestellt und ein neuer Schulgarten angelegt werden, der von den Kindern mit großer Begeisterung gepflegt wird. Norbert Neuser war vor Kurzem vor Ort, um sich dort von den geleisteten Arbeiten und den Fortschritten selbst zu überzeugen. Dabei konnte er festzustellen, dass als kleines Dankeschön der Schulgemeinschaft jetzt sogar das Logo des SV Hertha Nievern mitten in Afrika an einer Wand der Becky Scool in Kibera prangt!
Was für ein tolles Update zum Jubiläum der Hertha, aber auch der Gemeinde, verbunden mit einem großen Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben!
VG Bad Ems-Nassau
Zum Internationalen Frauentag am 8. März: Wie leben Frauen in Rheinland-Pfalz?
WIRTSCHAFT Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2025 wirft das Statistische Landesamt in Bad Ems einen statistischen Blick auf die Lebenssituation der rund 2,1 Millionen Frauen im Land. Die Zahlen aus verschiedenen Bereichen zeigen teils deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Bildung und Studium
Frauen erzielen durchschnittlich höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Rund 38 Prozent der jungen Frauen und 29 Prozent der jungen Männer schlossen 2024 die allgemeinbildenden Schulen mit der Allgemeinen Hochschulreife ab.
Unter den 109.760 Studierenden in Rheinland-Pfalz im Wintersemester 2024/25 überwog der Anteil der Frauen mit 53 Prozent gegenüber dem der Männer (47 Prozent). Auch bei den bestandenen Prüfungen hatten Studentinnen einen etwas höheren Anteil (55 Prozent) als Studenten (45 Prozent).
Frauen beenden ihr Studium deutlich häufiger als Männer mit einer Lehramtsprüfung (20 bzw. 10 Prozent) und dominieren zahlenmäßig den Lehrerberuf in Rheinland-Pfalz. Fast drei Viertel der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen (74 Prozent) sind weiblich, besonders stark vertreten an Grundschulen (90 Prozent) und Förderschulen (83 Prozent). An berufsbildenden Schulen ist das Verhältnis mit einem Frauenanteil von 53 Prozent sichtbar ausgeglichener.
An den Hochschulen zeigt sich ein anderes Bild: Weniger als jeder dritte Lehrstuhl (29 Prozent) ist mit einer Professorin besetzt. Allerdings ist hier seit Jahren ein langsamer, aber stetiger Aufwärtstrend erkennbar: Fünf Jahre zuvor waren es nur 24 Prozent. Bei den Juniorprofessuren liegt der Anteil der Frauen bei 56,5 Prozent (2019: 45 Prozent).
Politische Partizipation
Ein Blick auf die Bundestagswahl im vergangenen Jahr zeigt sichtbare Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Männern und Frauen. Die Wahlgewinnerin CDU war bei beiden Geschlechtern die stärkste Kraft (Frauen: 30,3 Prozent; Männer: 31 Prozent). Die AfD wählten 15,6 Prozent der Frauen, aber 24,6 Prozent der Männer. Frauen stimmten hingegen häufiger als Männer für die SPD (20,3 Prozent bzw. 17 Prozent), die Grünen (11,6 Prozent bzw. 9,1 Prozent) und Die Linke (7,8 Prozent bzw. 5,2 Prozent).
Weitere Informationen
Weitere Zahlen zur Lebenssituation von Frauen in Rheinland-Pfalz – etwa zu Eheschließungen, Geburten, Berufstätigkeit und Kinderbetreuung – sind im Beitrag „ Frauen in Rheinland-Pfalz“ im digitalen statistischen Journal Datenblick verfügbar. Einen kompakten Überblick über die Zahlen mit vielen Grafiken liefert zudem das neu aufgelegte Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“, das kostenfrei heruntergeladen werden kann.
Autorin: Marina Metz (Referat Kommunikation)
VG Bad Ems-Nassau
Ein Defibrillator, der Leben retten kann: Große Unterstützung für das Service Wohnen Nassau
NASSAU Manchmal sind es genau die Dinge, die man hoffentlich nie braucht, die im entscheidenden Moment alles verändern können. Dank der großzügigen Förderung der Saving Lives Foundation verfügt das Service Wohnen Nassau nun über einen öffentlich zugänglichen Defibrillator – ein Gerät, das im Notfall Leben retten kann.
Für die Mieterinnen und Mieter des Service Wohnens bedeutet dies ein großes Plus an Sicherheit und ein beruhigendes Gefühl im Alltag. Gleichzeitig steht der Defibrillator auch allen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Nassau zur Verfügung. Im Falle eines plötzlichen Herzstillstands zählt jede Minute – und genau hier kann das neue Gerät den entscheidenden Unterschied machen.
Die Installation des Defibrillators ist mehr als nur eine technische Anschaffung. Sie ist ein starkes Zeichen der Solidarität und des Miteinanders in unserer Stadt. Die Saving Lives Foundation zeigt mit ihrer Unterstützung, wie wichtig gesellschaftliches Engagement und Verantwortung füreinander sind.
Die Freude und Dankbarkeit bei den Mieterinnen und Mietern des Service Wohnens ist groß. „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass im Ernstfall schnelle Hilfe möglich ist“, sagt Stephanie Haas, Quartiersmanagerin des Service Wohnens Nassau. „Die Unterstützung der Saving Lifes Foundation schenkt unseren Mieterinnen und Mietern ein Stück Sicherheit – und das ist unbezahlbar.“ Mit dieser Förderung hat die Saving Lives Foundation nicht nur ein Gerät bereitgestellt – sie hat ein Stück Sicherheit und Zuversicht nach Nassau gebracht.
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