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Schlechter Aprilscherz: Schülerin kündigt für Donnerstag Amoklauf an Realschule in Lahnstein an!
Schlechter Aprilscherz: Schülerin kündigt für Donnerstag Amoklauf an Realschule in Lahnstein an! Symbolbild!
LAHNSTEIN Was als vermeintlicher Aprilscherz begann, endete in einem Schockmoment für eine gesamte Schulgemeinschaft. Pünktlich zum 1. April fand sich auf der Mädchentoilette, die von der Realschule plus und des Marion-Dönhoff-Gymnasiums Lahnstein gemeinsam genutzt wird* (*nachträglich korrigiert, ursprünglich hieß es im Text, dass es eine Mädchentoilette der Realschule wäre) eine bedrohliche Ankündigung: Ein Amoklauf sollte am kommenden Donnerstag stattfinden. Doch damit nicht genug – die Nachricht verbreitete sich rasend schnell über Snapchat und andere soziale Medien. Eine makabere Drohung, die Erinnerungen an vergangene Tragödien wachrief und für Angst und Unruhe sorgte.
Kein harmloser Spaß – Die grausame Realität hinter solchen Drohungen
Es gibt Dinge, über die man keine Witze macht. Für viele Menschen sind die schrecklichen Bilder von Winnenden, Erfurt oder Parkland unauslöschlich ins Gedächtnis eingebrannt. Das Entsetzen, die Angst, das Leid der Familien – all das lässt sich nicht einfach abschütteln. 2009 erschoss ein 17-Jähriger in Winnenden 15 Menschen, bevor er sich selbst das Leben nahm. Es war eine Tragödie, die sich in die Geschichte eingravierte. Drohungen dieser Art sind kein harmloser Streich, kein leichtfertiges Geplänkel – sie sind Ausdruck einer beunruhigenden Gedankenlosigkeit, die weitreichende Konsequenzen hat.
Die Polizei reagiert schnell – Sicherheit geht vor
Glücklicherweise handelten die Behörden umgehend. Innerhalb kürzester Zeit konnte die Polizei die Täterin identifizieren. Mit einer deutlichen Gefährderansprache setzten die Beamten ein klares Zeichen: Solche Drohungen werden nicht toleriert, unabhängig davon, ob sie ernst gemeint sind oder nicht. Denn die Konsequenzen sind real – nicht nur für die Täterin selbst, sondern auch für die vielen Schülerinnen und Schüler, die in Angst und Unsicherheit versetzt wurden.
Die Polizei verstärkte ihre Präsenz an der Schule merklich, um den Kindern und Jugendlichen ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln. Mehr Streifenfahrten, mehr Beamte vor Ort – alles Maßnahmen, um das Vertrauen in die Sicherheit der Schule zu bewahren. Denn egal, ob eine Drohung ernst gemeint war oder nicht: Die Angst, die sie auslöst, ist echt.
Konsequenzen für die Schülerin – Ein hoher Preis für einen geschmacklosen Scherz
Für die Täterin wird dieser vermeintliche „Scherz“ ernsthafte Folgen haben. Seitens der Schule sind bereits Ordnungsmaßnahmen angekündigt, und auch strafrechtliche Konsequenzen stehen im Raum. Eine solch schwerwiegende Ankündigung einer vermeintlichen Tat bleibt nicht ohne Folgen – und das zu Recht. Wer mit der Angst anderer spielt, muss sich über die Konsequenzen im Klaren sein.*Die Rektoren der Realschule plus und des angrenzenden Marion-Dönhoff-Gymnasiums informierten gemeinsam die Sorgeberechtigten der jeweiligen Schüler in einem Elternbrief zu den Umständen des Vorfalls (*nachträglich hinzugefügt).
Unterstützung für die Schüler – Raum für Ängste und Sorgen
Um den Schülern die Möglichkeit zu geben, über ihre Ängste zu sprechen, wird der Unterricht am Donnerstag regulär stattfinden. Doch die Schulen haben vorgesorgt: Schülerinnen und Schüler, die sich unwohl fühlen, dürfen auf Wunsch zu Hause bleiben. Die Schulleitungen haben die Eltern über diese Möglichkeit informiert, um den jungen Menschen einen sicheren Raum für ihre Gefühle zu bieten.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass manche Dinge keine Späße sind. Gewaltandrohungen, egal in welchem Kontext, haben nichts mit Humor zu tun. Sie sind eine ernste Angelegenheit, die tiefgreifende Auswirkungen auf viele Menschen haben kann. Ein Aprilscherz sollte zum Lachen bringen – nicht zur Angst. Ein „Scherz“, der Menschen in Panik versetzt, ist keiner. Er ist schlichtweg verantwortungslos.
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Cold Case aus 1994: Verdächtiger (81) im Mordfall Amy Lopez in Koblenz festgenommen
KOBLENZ Im Fall der am Morgen des 26.09.1994 im Bereich des sog. Felsenwegs unterhalb der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz ermordeten und sexuell missbrauchten 24-jährigen amerikanischen Touristin Amy Lopez könnte ein Durchbruch gelungen sein.
Die Leiche der jungen Frau, die an diesem Tag zu einer Besichtigung der Festung aufgebrochen war, wurde kurz nach der Tat im sog. General-von-Aster-Zimmer am Aufstieg zur Festung von spielenden Kindern gefunden. Das Opfer war weitgehend entkleidet und wies schwere Kopfverletzungen, mehrere Messerstiche am Oberkörper und Strangulationsmerkmale auf.
Trotz aufwendiger Ermittlungen war es bisher nicht gelungen, die Tat aufzuklären.
Am 23.02.2026 wurde nun ein inzwischen 81-jähriger Deutscher in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz wegen des dringenden Verdachts, seinerzeit Amy Lopez getötet zu haben, festgenommen. Vorausgegangen war der Erlass eines von der Staatsanwaltschaft Koblenz beantragten Haftbefehls des Amtsgerichts Koblenz.
Der Beschuldigte wurde noch am Tag seiner Festnahme der zuständigen Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts vorgeführt, die die Untersuchungshaft anordnete.
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Christoph 77 jetzt 24/7 im Einsatz: Innenminister weist Kritik am Standort Mainz zurück
BLAULICHT Innenminister Michael Ebling besuchte am 11. Februar 2026 die im Bau befindliche Luftrettungsstation am Standort Dörnbach im Rettungsdienstbereich Kaiserslautern und verschaffte sich ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten. Im Frühjahr soll Christoph 66, der Rettungshubschrauber für die Westpfalz, mit seiner Crew den Neubau beziehen.
„Ich konnte mir heute ein umfangreiches Bild von den Bauarbeiten am Standort Dörnbach, nur wenige hundert Meter Luftlinie vom alten Standort in Imsweiler, machen. Der Fortschritt ist beeindruckend und die Arbeiten im Zeitplan. Mit dem Neubau werden bundesweit einmalig neue Standards in der Luftrettung gesetzt; damit ist auch die Stationierung des Christoph 66 für die nächsten Jahre und so die Luftrettung in der Westpfalz gesichert. Dafür danke ich allen am Projekt und der Umsetzung Beteiligten, insbesondere der ADAC Luftrettungs gGmbH“, so Innenminister Ebling im Anschluss an seinen Besuch.
Rheinland-Pfalz verfügt über eines der dichtesten Luftrettungsnetze der Republik, sechs Luftrettungsmittel sind im Einsatz, verteilt über das ganze Bundesland. Diese kamen im Jahr 2025 knapp 8.000 mal zum Einsatz. Auch die Windenfähigkeit – essentiell für die Rettung im unwegsamen Gelände – wurde in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut, mittlerweile gibt es drei Hubschrauber in Rheinland-Pfalz, die über diese Eigenschaft verfügen und ständig verfügbar sind.
„Unverständnis gegenüber Kritik am 24/7 Rettungsmittel“
Seit dem 1. Januar 2026 steht zusätzlich der Intensivtransport- und Rettungshubschrauber „Christoph 77“ den Menschen in ganz Rheinland-Pfalz rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, zur Verfügung.
Innenminister Ebling: „Mit der Ausweitung des Flugbetriebs des Christoph 77 stärken wir eine moderne Notfall- und Intensivmedizin für unser Bundesland. Die Menschen in Rheinland-Pfalz können sich auf den Rettungsdienst rund um die Uhr verlassen“, sagte Innenminister Michael Ebling. „Seit Jahresbeginn steht die Luftrettung als hoch spezialisierte rettungsdienstliche Ressource auch in der Nacht und für das gesamte Bundesland zur Verfügung – als starke Ergänzung zu einem leistungsfähigen bodengebundenen Rettungsdienst.“
Innenminister Ebling äußert Unverständnis gegenüber der Kritik am Standort Mainz für den 24/7 verfügbaren Christoph 77: „Der rund um die Uhr verfügbare Christoph 77 ist selbstverständlich für unser gesamtes Bundesland im Einsatz und transportiert Patientinnen und Patienten zur nächsten geeigneten Zielklinik. Ich habe immer betont: Perspektivisch kann für den 24/7-Betrieb auch ein anderer Standort in Rheinland-Pfalz in Betracht kommen. Grundlage dafür ist eine laufende Evaluation der Einsatzdaten, die uns dann eine fundierte Entscheidung erlaubt.“ Die Kritik aus dem Munde von Landräten aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz sei wenig fachlich, sondern wohl eher den Landtagswahlen am 22. März geschuldet und somit parteipolitisch einzuordnen.
Ergänzend weist das Innenministerium darauf hin, dass auch in Hessen und Baden-Württemberg – Bundesländer mit deutlich größerer Fläche und deutlich mehr Einwohnern – ebenfalls jeweils ein Hubschrauber rund um die Uhr zur Verfügung steht.
„Wir haben die Versorgung der Menschen genau im Blick und passen die Rettungsmittel ständig den Gegebenheiten an. Wir werden noch in diesem Jahr die Randzeiten für den Standort Wittlich (Christoph 10) erweitern, um hier zusätzlich den bodengebundenen Rettungsdienst im nördlichen Rheinland-Pfalz früher morgens und später abends zu ergänzen“, so Innenminister Ebling. (pm: Ministerium des Innern und fir Sport RLP)
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Große Wehrleiterdienstversammlung im Rhein-Lahn-Kreis
LAHBSTEIN Bei der ersten Wehrleiterdienstversammlung in diesem Jahr waren neben den Wehrleitungen der Feuerwehren und den Führungskräften der Kreiseinheiten auch wieder alle Hilfsorganisationen, die Kreisjugendfeuerwehr, der Kreisfeuerwehrverband und das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr zugegen. Gastgeber war in diesem Jahr die Werkfeuerwehr Zschimmer & Schwarz in Lahnstein.
Landrat Jörg Denninghoff eröffnete die Versammlung und bedankte sich bei allen Anwesenden für das große ehrenamtliche Engagement im vergangenem Jahr. Helmut Pfaff, langjähriger erfahrener Kreisausbilder für Maschinisten im Rhein-Lahn-Kreis, wurde auf eigenem Wunsch aus seiner Funktion durch den Landrat mit einem Weinpräsent entpflichtet.
Für die Informations- und Kommunikationsgruppe des Landkreises wurden Nils Ritscher und Daniel Kröll als Teileinheitsführer bzw. stellvertretender Teileinheitsführer ernannt. Anschließend wurden mehrere verdiente Einsatzkräfte durch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein Lahn e.V., Michael Dexheimer, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Thorsten Massenkeil, ausgezeichnet. Die Ehrungen erfolgten auf Antrag von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Guido Erler.
Anne Rücker, seit 1980 aktives Mitglied der Feuerwehr und Zugführerin der Feuerwehr Lahnstein erhielt die Bronzene Ordensspange für ihr Engagement im Gefahrstoffzug und als Leiterin der Landesfacheinheit Rettungshunde und Ortungstechnik in Lahnstein, sowie als Fachberaterin auf Kreisebene. Helmut Pfaff erhielt für sein Engagement als Kreisausbilder für Maschinisten seit 1990 die Silberne Ordensspange.
Landrat Jörg Denninghoff, Daniel Kröll, Nils Ritscher, Guido Erler | Foto: Kreisverwaltung | Lukas Henning Maik Späth ist seit 1992 Mitglied der Feuerwehr und engagiert sich intensiv im Rettungshundewesen. Er ist Suchtruppführer, zertifizierter Zugführer, Drohnenpilot und Mitglied der technischen Einsatzleitung im Rhein-Lahn-Kreis und wurde ebenfalls mit der Silberne Ordensspange ausgezeichnet.
Die Goldene Ordensspange erhielt Stephan Heinz. Er ist seit 1987 im THW Ortsverein Lahnstein aktiv und seit 2013 Ortsbeauftragter. Neben seiner Tätigkeit im Hauptamt beim THW engagiert er sich in der Spezialeinheit für Auslandseinsätze und war bereits weltweit bei Katastropheneinsätzen im Einsatz. Als Rettungshundeführer, bundesweiter Prüfer und Fachberater Rettungshund im Rhein Lahn Kreis leistet er seit vielen Jahren herausragende Arbeit.
Im weiteren Verlauf der Dienstversammlung wurde durch BKI Guido Erler die Umsetzung der Katastrophenschutzverordnung im Landkreis dargestellt, Thorsten Massenkeil erläuterte die Umsetzung der hybriden Kreisausbildung für Truppführer und Maschinisten, Michael Linkenbach ging auf die Umsetzung der digitalen Alarmierung und den Ausbau des Sirenennetzes ein und Tobas Befard erläuterte die Verfahrensweise im Umgang mit Feuerwehrplänen. Durch den Gastgeber wurde ein Imbiss bereitgestellt, und es blieb genug Raum für einen intensiven Austausch aller Organisationen untereinander (pm Kreisverwaltung Rhein-Lahn)
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