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VG Loreley

Protest gegen geplante Photovoltaikanlage in Espenschied

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Protest gegen geplante Photovoltaikanlage in Espenschied
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ESPENSCHIED Die Bürgerinitiative Pro Espenschied hat eine Petition zur geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlage (FF-PV) in Espenschied offiziell an die Stadt Lorch am Rhein übergeben. Zuvor stellte die Initiative noch einmal den bisherigen Verlauf des Projekts dar.

Ausgangspunkt des Vorhabens war das Jahr 2022, als sich sechs private Flächeneigentümer zusammenschlossen, um auf ihren Grundstücken eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten zu lassen. Mitte 2023 wurden hierzu Gestattungsverträge mit dem Energieprojektierer PIONEXT aus Alzey abgeschlossen. Im September 2023 fand eine sogenannte Informationsveranstaltung der Flächenbesitzer gemeinsam mit PIONEXT statt, in der die finanziellen Beteiligungsmöglichkeiten für die Bevölkerung vorgestellt wurden. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Projekt in der breiten Öffentlichkeit nicht bekannt.

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Im Februar 2025 stimmten zwei von fünf Mitgliedern des Ortsbeirats (OBR) für den Bau der Anlage mit einer geplanten Fläche von rund 36 Hektar (360.000 m²). Ein weiteres OBR-Mitglied war an diesem Tag ungeplant abwesend. Zwei weitere Mitglieder sind selbst Flächenbesitzer und durften aufgrund eines Interessenkonflikts nicht an der Abstimmung teilnehmen.

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Erst im Juni 2025 wurde das Projekt durch einen Einwand der Jägerschaft öffentlich bekannt. In der Folge formierte sich zunächst eine kleine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, aus der sich später die heutige Bürgerinitiative Pro Espenschied entwickelte. Die BI betont ausdrücklich ihre Dialog- und Kompromissbereitschaft und verfolgt das Ziel, den Dorffrieden zu erhalten – auch für den Fall, dass die Anlage realisiert wird.

Da in den ersten Gesprächen mit den Flächenbesitzern keine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte, startete die Bürgerinitiative eine Petition. Diese war vom 1. August bis zum 13. November 2025 online zugänglich. Insgesamt unterzeichneten 760 Menschen die Petition, davon 194 aus Lorch. Damit wurde das erforderliche Quorum erreicht und die Petition offiziell bei der Stadt Lorch am Rhein eingereicht. In 363 Kommentaren schilderten Unterstützerinnen und Unterstützer ihre Beweggründe. Nach Einschätzung der BI teilt die überwältigende Mehrheit der Unterzeichnenden die Grundhaltung der Initiative.

Die Bürgerinitiative stellt klar: Sie ist weder gegen die Energiewende noch grundsätzlich gegen Freiflächen-Photovoltaik. Kritisiert wird vielmehr die konkrete Ausgestaltung des Projekts in Espenschied. Das geplante Areal liegt in einem Naherholungs- und Wandergebiet, fernab von Industrieflächen oder größeren Stromabnehmern. Zudem befindet sich der Einspeisepunkt in einer Entfernung von mindestens sieben, möglicherweise sogar bis zu 13 Kilometern. Unter diesen Rahmenbedingungen hält die BI das Vorhaben in der geplanten Form für nicht sinnvoll und Espenschied ist ein ungeeigneter Standort.

Da die Stadt Lorch am Rhein nach eigener Aussage nicht in der Lage ist, E-Mail-Adressen der Stadtverordneten bereitzustellen, wurde die Petition persönlich übergeben. Der neugewählte Bürgermeister Oliver Lübeck begründete dies mit den hohen Kosten beim kommunalen IT-Dienstleister ekom21. Die von openPetition erbetenen Stellungnahmen der Stadtverordneten zur geplanten FF-PV werden nun postalisch angefordert. Bislang haben lediglich zwei der 17 angeschriebenen Stadtverordneten eine Stellungnahme abgegeben, darunter auch der kürzlich aus dem Bürgermeisteramt ausgeschiedene Ivo Reßler (PM Bürgerinitiative  Pro Espenschied).

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VG Loreley

Spatenstich für Hochbehälter in Oberbachheim: Trinkwasser für zukünftige Generationen sichern

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Foto: BEN Kurier
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OBERBACHHEIM Mit dem symbolischen ersten Spatenstich fiel am Freitag, 27. Februar 2026, der offizielle Startschuss für eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte der Region: Den Bau des gemeinsamen „Hochbehälters Spitzenstein“ der Verbandsgemeinde (VG) Loreley und der VG Nastätten. In der Gemarkung Oberbachheim, zwischen Dachsenhausen und Winterwerb, konnten nun zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und den kommunalen Gremien an der Feierstunde, darunter die Bürgermeister Mike Weiland und Jens Güllering, die Werkleiter der jeweiligen Verbandsgemeindewerke sowie Vertreter der Landespolitik den ersten Spatenstich setzen.

Als Ehrengast war Dr. Erwin Manz, Staatssekretär im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität Rheinland-Pfalz (MKUEM) zugegen. Das MKUEM fördert das Projekt zu großen Teilen. Der neue Hochbehälter entsteht im Gemeindewald von Oberbachheim und bildet künftig das Herzstück einer modernisierten, vernetzten Trinkwasserversorgung beider Verbandsgemeinden.

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Neben dem Bau des zentralen Behälters umfasst das Projekt die Errichtung von rund 17 Kilometern neuer Wasserleitungen. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit nachhaltig zu erhöhen, die Wasserqualität langfristig zu gewährleisten und bestehende, sanierungsbedürftige kleinere Anlagen abzulösen.

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Die sichere Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser ist eine unserer zentralen kommunalen Aufgaben. Mit dem Hochbehälter Spitzenstein schaffen wir gemeinsam eine zukunftsfähige Lösung, die auf enger interkommunaler Zusammenarbeit basiert und unseren Bürgerinnen und Bürgern langfristig zugutekommt“, betonten die Bürgermeister Mike Weiland und Jens Güllering beim Spatenstich.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt das Vorhaben in erheblichem Umfang. Staatssekretär Dr. Erwin Manz unterstrich in seinem Grußwort die strategische Bedeutung des Projekts: „Eine resiliente Wasserversorgung ist vor dem Hintergrund der Klimakrise eine unserer wichtigsten Aufgaben für die Zukunft. Deshalb unterstützt das MKUEM das Verbundkonzept der Verbandsgemeinden Loreley und Nastätten mit über 22 Millionen Euro, wovon rund drei Millionen dem neuen Hochbehälter zukommen. Das Verbundkonzept gewährleistet eine stabile und zuverlässige Versorgung der angeschlossenen Gemeinden mit sauberem Trinkwasser. Der neue Hochbehälter ist dafür ein zentraler Baustein“, sagte Klimaschutzstaatssekretär Dr. Erwin Manz.

Mit dem neuen Hochbehälter wird zudem ein zentraler Speicher geschaffen, der sanierungsbedürftige Kleinanlagen ersetzen soll und den Zugriff auf zusätzliches Trinkwasser der Vereinigten Wasserwerke Mittelrhein ermöglicht. Durch die neuen Verbindungsleitungen werden die Versorgungsbereiche beider Verbandsgemeinden enger miteinander vernetzt und mögliche Engpässe wirksam vermieden.

Mit einer Gesamtbauzeit von rund 30 Monaten ist das Projekt auf eine langfristige Perspektive ausgelegt. Es ist zugleich ein zentraler Bestandteil der „Wasserstrategie 2040“, mit der die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Region nachhaltig gesichert und modernisiert werden sollen. Der heutige Spatenstich markiert somit nicht nur den sichtbaren Beginn der Bauarbeiten, sondern auch einen weiteren Meilenstein einer beispielhaften interkommunalen Zusammenarbeit für eine leistungsfähige und klimafeste Infrastruktur in der Region (pm Verbandsgemeinde Loreley).

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VG Loreley

Sanierung des Hallenbades an der Loreleyschule in St. Goarshausen schreitet voran

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Foto: Mike Weiland
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ST. GOARSHAUSEN Die Sanierungsarbeiten am Hallenbad der Loreleyschule in St. Goarshausen kommen weiter voran. „Viele Bürgerinnen und Bürger fragen sich, wie es um die Sanierung unseres Hallenbades steht. In den vergangenen Monaten ist sehr viel passiert“, erklärt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland. Durch ein Abbruchunternehmen wurde das Gebäude in weiten Teilen in den Rohbauzustand zurückversetzt.

Ein Rohbauunternehmen hat unterdessen aber auch schon zuvor beseitigte Wände wieder neu eingezogen. Insbesondere im Bereich des Schwimmmeisterraums sowie in den Sanitär- und Umkleidebereichen wurde neu gemauert. „Die vorhandenen Wände waren teilweise nach Abbruch der alten Fliesen so dünn, dass sie statisch ertüchtigt werden mussten. Hier sind damit bereits wichtige Grundlagen für die weitere Sanierung geschaffen“, so Weiland.

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Auch im Technikbereich im Untergeschoss fanden umfassende Abbrucharbeiten statt. In der Schwimmhalle selbst wurde das Becken vollständig zurückgebaut. Erste Betonsanierungen sind bereits erfolgt, weitere Arbeiten dieser Art stehen im Technikbereich unmittelbar vor der Ausschreibung, müssen jedoch nicht in einem solch großen Umfang durchgeführt werden, als zunächst befürchtet. In den kommenden Wochen und Monaten folgen nun die nächsten Gewerke: Elektroinstallationen, Trockenbau, Estricharbeiten sowie Fliesenarbeiten.

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„Wir werden das Bad Schritt für Schritt wieder vom Rohbauzustand in einen funktionsfähigen und modernen Zustand versetzen“, betont der Bürgermeister. Viele Ausschreibungen dazu sind bereits erfolgt. Dass eine Sanierung komplexer ist als ein Neubau, sei allen Beteiligten bewusst gewesen. „Im Bestand stößt man immer wieder auf Überraschungen. Aktuell müssen wir beispielsweise auch die Dachkonstruktion in der Schwimmhalle weiter ertüchtigen.

Die Decke wird mit Trapezblechflächen verstärkt werden, um die statischen Anforderungen insgesamt zu erfüllen“, erläutert Weiland. Im Bereich der Umkleiden und im Sanitärbereich muss ebenfalls das Dach erneuert werden. Ein zukunftsweisendes Ziel der Maßnahme ist die Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Schwimmhalle. „Wir wollen das Hallenbad künftig energieeffizienter betreiben als bisher. Die PV-Anlage ist dafür ein wichtiger Baustein“, so der Bürgermeister weiter. Die Verwaltung begleitet das Projekt sehr eng mit dem beauftragten Planungsbüro.

„Wir treiben die Sanierung mit Nachdruck voran und werden auch zu gegebener Zeit über weitere Fortschritte informieren. Unser Ziel ist klar: Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Schülerinnen und Schülern im Jahr 2027 ein modernes und sicheres Hallenbad zur Verfügung stellen, damit unsere Kinder schwimmen lernen können.“ (pm Verbandsgemeinde Loreley)

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Lahnstein

Karnevalsumzüge im Rhein-Lahn-Kreis: Das war spitze!

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NASTÄTTEN|LAHNSTEIN|DACHSENHAUSEN Wir vom BEN Kurier haben uns die Karnevalsumzüge in der Region angeschaut und waren in Dachsenhausen, Nastätten und Lahnstein unterwegs – herrlich verrückt, bunt und genau so, wie man es liebt. Das Schöne daran: Solche Züge werden längst nicht nur von einer Stadt oder Gemeinde allein getragen. Oft sind es gerade die Nachbarorte, die mit Wagen, Gruppen und Musikern den Umzug erst komplett machen.

In Dachsenhausen war das besonders deutlich: Da flogen Kamelle nicht nur aus dem Ort selbst, sogar Geisigs Bürgermeister Thomas Heymann war mit dabei. Dazu kamen die Guggemusiker aus Bad Ems, ebenso Gruppen aus Becheln und Dessighofen. Ähnlich sah es in Nastätten und Lahnstein aus: Überall ein gemeinsames Feiern über Ortsgrenzen hinweg.

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Am Rosenmontag hieß es dann: Party pur – und zwar bei wirklich feucht-fröhlichem Wetter. Ohne Regenschirm ging bei vielen Besuchern kaum etwas, aber die Laune blieb davon völlig unbeeindruckt. Allein in Nastätten waren rund 30 Gruppen und Wagen am Start.

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Den Abschluss bildete schließlich der Dienstagsumzug in Niederlahnstein. Tausende säumten dort wieder die Straßen, feierten, sangen und machten den letzten Zug der Session zu einem echten Finale.

Und jetzt? Aschermittwoch. Aber bitte mit guter Laune für den Rest der Woche – denn nach Karneval ist bekanntlich schon wieder vor Karneval.

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