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Koblenz

Neue Bronzeplatten setzen die William Turner Route in Koblenz und Rüdesheim fort

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Einweihung der William Turner Platte in Koblenz
Foto: Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal
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KOBLENZ 2. September 2025 – Zwei neue Bronzeplatten am Koblenzer Rheinufer sowie eine weitere in Rüdesheim ergänzen die preisgekrönte William Turner Route. Die Installationen setzen die Malstandorte in Szene, an denen Turner Inspiration für seine weltberühmten Gemälde der Rheinromantik fand.

Mittelrhein. Die Gemälde von William Turner gehören zu den bedeutendsten und bekanntesten Werken der Rheinromantik. Der renommierte englische Maler bereiste mehrfach das Mittelrheintal und hielt seine Eindrücke in zahlreichen Aquarellen fest. Mit der William Turner Route lässt der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal Turners Werke an ihren Entstehungsorten lebendig werden. Insgesamt sollen 26 Malstandorte mit hochwertigen, in den Boden eingelassenen Bronzeplatten gekennzeichnet werden. Ihre runde Form symbolisiert den „Standpunkt“ des Künstlers, vertiefte Fußabdrücke zeigen die Blickrichtung und laden ein, buchstäblich in Turners Fußstapfen zu treten. Über einen integrierten QR-Code gelangen Besucherinnen und Besucher direkt auf die Projektwebsite www.turner-route.de, die neben den Gemälden auch detaillierte Informationen zu Turners Reisen am Rhein bietet.

Nachdem in den Jahren 2018 bis 2024 bereits 19 Platten installiert wurden, kommen in diesem Jahr folgende drei hinzu:

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  • Koblenz: Am Rheinufer auf dem kleinen Podest / ehem. Kran flussauf des Pegelhauses
  • Koblenz: Am Rheinufer flussauf des Biergartens „An der Königsbach“
  • Rüdesheim: Auf dem Wirtschaftsweg flussab der Ruine Ehrenfels (Installation im Herbst 2025)

Am Dienstag, 02. September, wurde die Erweiterung der William Turner Route bei bestem Wetter in Koblenz gefeiert. Im Rahmen der offiziellen Eröffnung übergab der Zweckverbands-Vorsteher Volker Boch gemeinsam mit Staatssekretärin Simone Schneider die Schenkungsurkunde für die Bronzeplatten an den Koblenzer Oberbürgermeister David Langner. Den stimmungsvollen Abschluss der Einweihung bildete ein gemeinsamer Besuch des Mittelrhein-Museums. Die aktuelle Sonderausstellung „Too beautiful! Der englische Blick auf den Rhein“ (noch bis Sonntag, 07. September 2025, geöffnet) widmet sich der Entdeckung des Mittelrheintals durch britische Künstler im 19. Jahrhundert und zeigt bedeutende Werke der Rheinromantik– darunter auch ein Aquarell von William Turner.

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Im Mittelrheintal geht es stetig voran, gerade auch im Hinblick auf die BUGA 2029. Die William Turner-Route ist dabei ein wichtiger Baustein für die Entwicklung der Welterbe-Region und eine wunderbare Initiative, die wir sehr gerne mit Landesmitteln unterstützen. Die Route zeigt eindrucksvoll, wie sehr Turners Werke auch heute noch faszinieren und zur Identität des Oberen Mittelrheintals beitragen. Es ist ein Gewinn für die Region, dass wir die Perspektiven des Künstlers wiederentdecken und gleichzeitig das kulturelle Erbe der Region sichtbar und lebendig halten“, so Staatssekretärin Simone Schneider.

Auch Volker Boch betonte die Bedeutung des Projekts: „Wir dürfen dankbar sein für die faszinierenden Aquarelle, die Turner geschaffen hat. Sie stehen für besondere Momente der europäischen Kulturgeschichte. Mit der William Turner Route leisten wir unseren Beitrag, diese Kunstwerke vor Ort, außerhalb der großen Museen dieser Welt, erlebbar zu machen.“

Weitere Informationen sowie Anfahrtsbeschreibungen zu allen bisher realisierten Standorten finden sich auf www.turner-route.de. Zudem sind deutsch- und englischsprachige Broschüren in den regionalen Tourist-Informationen und in vielen Museen kostenfrei erhältlich. Der weitere Ausbau der Route wird kontinuierlich vorangetrieben und soll im nächsten Jahr abgeschlossen werden.

Weiterführende Informationen

Rheinromantik Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war der Mittelrhein für eine neue Generation von Literaten, Malern, Musikern, Dichtern und Denkern die Quelle ihrer Inspiration. Die ungezähmte Natur in all ihrer natürlichen Stärke und Urwüchsigkeit – manifestiert in schroffen Felsen, dem majestätischen Fluss, den steilen Hängen und von Ruinen gekrönt – wurde zum ästhetischen Ideal einer ganzen Epoche: die Rheinromantik war geboren. Durch ihre Werke hinterließen sie »Spuren« – in Form von Briefwechseln, Reisebeschreibungen, Gemälden, Gedichten, Sagen und Gesängen. Ihr Schaffen animierte viele Menschen dazu, das Mittelrheintal zu bereisen. So wurde das Mittelrheintal zum ersten bedeutsamen touristischen Reiseziel in Deutschland.

William Turner Die Gemälde von William Turner zählen zu den wichtigsten und populärsten Kunstwerken der Rheinromantik. Der britische Maler bereiste mehrfach den Rhein. Er war fasziniert von der Erhabenheit der Natur, den Ruinen und den weinbewachsenen Hängen des Rheins. Turners genaue Beobachtungsgabe und sein ungeheures Gespür für Dynamik und Lichtspiele hinterließen uns zahlreiche Aquarelle basierend auf den unzähligen Skizzen seiner ersten Rheinreise 1817. Mit fast fotografischer Präzision, aber dennoch künstlerisch überhöht und collagiert, hält er Landschaften, Städte und menschliche Aktivitäten in seinen Kunstwerken fest.

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Koblenz

Alle Linden im aktuellen Bauabschnitt der Südallee bleiben erhalten

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Foto: Stadt Koblenz | Verena Groß
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KOBLENZ Gute Nachricht: Die großen Silberlinden in der Südallee zwischen Ludwigstraße und St.-Joseph-Straße sind alle standsicher. Das hat eine Untersuchung der Bäume im aktuellen Bauabschnitt im Rahmen des Ausbaus der Südallee ergeben. Bei einer Silberlinde überprüfte zusätzlich ein externer Gutachter die Verkehrssicherheit mittels eines Zugversuchs. Auch dieser Baum kann erhalten bleiben.

Nach den Ausbaumaßnahmen sind zusätzliche Pflegemaßnahmen an den Linden zur Förderung ihrer Vitalität und für eine möglichst lange Standzeit geplant. Außerdem stehen den Bäumen dann deutlich größere Flächen zum Durchwurzeln zur Verfügung.

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Derzeit werden die Rohrleitungen im Bereich zwischen Ludwigstraße und St.-Joseph-Straße erneuert. Im angrenzenden Abschnitt ist die Asphaltdecke bereits aufgebracht. Aktuell werden dort die Baumbeete und Parkstände hergestellt. Für die neuen Parkstände wird das Grauwacke-Natursteinpflaster der alten Südallee wiederverwendet. Die Verlegung erfolgt in Segmentbögen nach historischem Vorbild. Im Anschluss folgt der Bau der neuen Gehwege.

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Koblenz

Närrischer Glanz im Atrium: Oberbürgermeister empfängt Koblenzer Tollitäten

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Foto: Stadt Koblenz | Timea Laux
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KOBLENZ Er ist seit Jahren ein fester Bestandteil im närrischen Terminkalender in Koblenz: Der Tollitätenempfang des Koblenzer Oberbürgermeisters. Auch in diesem Jahr ließ es sich David Langner nicht nehmen, das amtierende Tollitätenpaar Prinz Oli, der närrische Zeitungsjung, und Confluentia Ricarda samt Gefolge im voll besetzten Atrium der Rhein-Mosel-Halle zu empfangen. Mit ihm Gepäck hatte der Stadtchef ein vielfältiges Programm, das vonseiten der Stadtverwaltung auf die Beine gestellt wurde.

Während nicht nur die Saalband Vinnie Cooper den Saal anheizte, sondern auch die Schängel Gugge mit ihrer mitreißenden, energiegeladenen, rhythmisch mitreißenden Blasmusik für Stimmung sorgten, durften sich auch verschiedene Formationen und Gruppen der Kapuzemänner, die dieses Jahr das Tollitätenpaar der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval stellen, im Saal beweisen. So konnten für den Gardebereich Solomariechen Mariella Kiefer, die Garde Twins Marie und Angelina Leschner und das Garde-Paar Lewent Boos und Ayleen Leisten ihr Können unter Beweis stellen. Ein Showtanz mit ganz viel Liebe, die sich auch im Motto „Jeck vor Liebe – himmlisch und verrückt“ widerspiegelte, boten unterdessen die Großen Funken.

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Jessica Fuchs bereitete derweil ihr eigenes musikalisches und rednerisches Chili mit ihrem Karnevalsprogramm „CHiLi con KARNEval“ zu, während Zugmarschall Olav Kullak in einer augenzwinkernden Rede die Stadtspitze auf heiße närrische Tage und die Rathausstürmung, die dieses Jahr auf dem Plan stattfinden wird, einstimmte. Oberbürgermeister David Langner selbst ließ es sich nicht nehmen, in die Bütt zu steigen und blickte als Schängel vom Rathausbrunnen aus humoristisch auf das abgelaufene Jahr und hatte dabei so manche Spitzen in Richtung Politik und Lokalprominenz parat. 

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Der Koblenzer Stadtchef, der bei der Moderation von Andreas Egenolf unterstützt wurde, nutzte den Abend allerdings auch, um Danke zu sagen. „Ohne die Vereine und den Einsatz der zahlreichen Ehrenamtlichen wäre der Koblenzer Karneval nicht möglich. Dafür gebührt allen, die sich rund um die fünfte Jahreszeit engagieren, mein großer Dank“, erklärte Langner im Rahmen des Tollitätenempfangs. Besonders für ihren Einsatz im Koblenzer Karneval wurden Verena Müller-Dötsch und Ulrich Schröder ausgezeichnet, die hierfür neben dem Schängelorden auch eine Urkunde aus den Händen des Oberbürgermeisters erhielten.

Freuen durfte sich an diesem Abend auch das Koblenzer Tollitätenpaar, denn Prinz Oli und Confluentia Ricarda erspielten sich bei einem Quiz rund um den Karneval in der Rhein-Mosel-Stadt 1111 Euro. Dieses Geld soll zugunsten der Aktion „Versteckte Engel“ der Tafel Koblenz gespendet werden, die Geld für Kinder in Notlagen sammelt.

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Koblenz

Bezahlbarer Wohnraum beugt Obdachlosigkeit vor: 1000 Euro Spende ans Mampf Koblenz Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn übergibt 1000 €-Spende an das Mampf

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Foto: Gerd Wiese
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KOBLENZ Im Dezember 2025 war es zum neunten Mal, dass die Partei Die Linke in Koblen die „Aktion gegen soziale Kälte“ veranstaltete. An den vier Samstagen vor Weihnachten stand Die Linke erneut mit ihrem roten Pavillon von 11 bis 15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz und beköstigte Obdachlose und Hilfsbedürftige sowohl mit selbstgekochter Suppe als auch Kaffee, Tee und Backwaren. Außerdem gab es wie in jedem Jahr Hygienetaschen und Taschen mit Lebensmitteln (z.B. gefüllt mit Lebensmitteldosen, Backwaren, Obst und Süßigkeiten) sowie einen Stand mit Kleiderspenden, mit Pullovern bis zu Wolldecken und Schlafsäcken.

Zudem hatte Die Linke auch eine Spendenbox für das Mampf, das Obdachlosenrestaurant in Koblenz, aufgestellt. Den Spendenbetrag von ca. 800 Euro, der von der Partei auf 1000 Euro aufgerundet wurde, wurde nun am 30. Januar übergeben.

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Wolfgang Braun (Vorsitzender der Schachtel e.V., dem Verein hinter dem Mampf) bedankte sich bei der Linken für die Spende und betonte: „Das ist eine großartige Spende, doppelt so viel wie im letzten Jahr, vielen Dank! Allerdings haben wir das Anliegen, dass Menschen, die sich für wohnungslose Menschen einsetzen, auch Mitglied in unserem Verein werden.“

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Ursula Rosenbaum (Die Linke Koblenz), die über das ganze Jahr hinweg die Sachspenden für die „Aktion gegen soziale Kälte“ sammelt sowie selbst Mitglied im Schachtel-Verein ist, betont: „Wir merken mit jedem Jahr, wie schlecht es den Menschen geht. Auffällig ist auch, dass viele junge Menschen dabei sind. Wie können wir das als Gesellschaft weiter zulassen? Wir versuchen für sie mit unserer Aktion da zu sein, aber das reicht bei Weitem nicht aus. Daher möchte auch ich nochmals sagen: Werdet Mitglied bei der Schachtel e.V. – damit die Lobby für Wohnungs- und Obdachlose größerer wird.“ Weitere Infos zur Mitgliedschaft hi https://schachtel-koblenz.de

Auf die Frage, was gegen Obdach- und Wohnungslosigkeit getan werden kann, sagte Jürgen Michel (Streetworker bei Die Schachtel): „Bezahlbarer Wohnraum beugt Obdach- und Wohnungslosigkeit vor. Im letzten ¾ Jahr hat sich die Zahl der Obdach- und Wohnungslosen in Koblenz um 50% erhöht – das liegt auch am fehlenden bezahlbaren Wohnraum. Wir haben derzeit in Koblenz nachweislich ca. 360 wohnungslose Menschen; inklusive Dunkelziffer kommen wir auf 600! Auch durch die neuen Sanktionen für Grundsicherungs-Beziehende wird sich für viele Menschen die Situation weiter verschlimmern.  Umso wichtiger ist es, dass z.B. Kommunen sich stärker für eine dauerhafte Finanzierung von Obdachlosenhilfen und Housing First Programmen einsetzen“, so Michel.

Für Die Linke ist das Thema bezahlbarer Wohnraum besonders wichtig. Sie setzt sich u.a. dafür ein, dass illegal hohe Mieten effizienter erkannt und bestraft werden, dazu hat sie ein eigene App entwickelt, die sog. mietwucher.app, die auch für Koblenz gilt. Sie ist für alle nutzbar: www.mietwucher.app Abschließend möchte sich Die Linke bei allen Spender*innen sowie bei allenHelfenden am Stand bedanken, ohne die die „Aktion gegen soziale Kälte“ nicht möglich wäre.

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