VG Bad Ems-Nassau
Nassau: Neues Kulturprojektbüro soll regionale Kulturszene stärken
Das neue Kulturprojektbüro in nassau ist eröffnet
NASSAU Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur hat in Nassau eine neue Anlaufstelle für Kulturschaffende eröffnet. Anfang Februar haben die beiden Kulturmanager Bartel Meyer und Sabine Zimmermann ihre Arbeit im Kulturprojektbüro Nassau offiziell aufgenommen. Ziel ist es, Kulturakteure vor Ort gezielt zu beraten, zu vernetzen und bei der Entwicklung sowie Umsetzung von Projekten zu unterstützen, insbesondere im ländlichen Raum.
Nach Angaben der Stiftung soll das Büro eine zentrale Servicestelle für die Kulturarbeit im rechtsrheinischen Rheinland-Pfalz sein. Kulturstaatssekretär Prof. Dr. Jürgen Hardeck betont in der Mitteilung die Bedeutung des Angebots gerade abseits größerer Städte: Es gehe darum, kulturelles Engagement nachhaltig zu stärken und neue Perspektiven zu eröffnen.
Zwei erfahrene Ansprechpartner für die Region
Mit Bartel Meyer und Sabine Zimmermann setzt die Stiftung auf zwei erfahrene Fachleute. Meyer ist in der Region bereits bekannt: Der Wahl-Bad Emser war seit Anfang 2021 als Kulturberater im Kulturbüro Lahnstein tätig und hat in dieser Funktion zahlreiche Kulturschaffende in der nördlichen Hälfte von Rheinland-Pfalz beraten. Zimmermann bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung aus der Kulturarbeit in der Stadt Hildesheim und dem Hildesheimer Land mit. Ihr Schwerpunkt liegt laut Stiftung auf Kulturprojekten im ländlichen Raum, Innovationen, Kooperationen und Vernetzung.
Förderung bis 2027 – Standort im Günther-Leifheit-Kulturhaus
Das neue Kulturprojektbüro ist im Günther-Leifheit-Kulturhaus in Nassau angesiedelt. Finanziell unterstützt wird das Modell nach Angaben der Stiftung durch die Leifheit-Stiftung, zunächst bis Ende 2027. Der Stiftungsvorsitzende Dr. Josef Peter Mertes sowie Geschäftsführer Ingo Nehrbaß unterstreichen in der Mitteilung, Kulturvereine und Kulturschaffende seien essenziell für Gemeinschaft und Lebensqualität, gerade außerhalb der großen Städte.
Unterstützung kommt auch aus der Kommunalpolitik: Nassaus Bürgermeister Manuel Liguori (MdL) sowie der Beigeordnete Ulrich Peßler verweisen auf die kulturellen Potenziale der Region zwischen Westerwald, Taunus und Rhein und begrüßen, dass zur bisherigen Förderung nun zusätzlich fachliches Know-how vor Ort bereitsteht.
Beratung, Rechtliches, Öffentlichkeitsarbeit
Inhaltlich soll das Büro laut Mitteilung nicht nur bei Projektideen helfen. Vorgesehen ist auch Unterstützung bei organisatorischen, administrativen und rechtlichen Fragestellungen rund um Kultur und Kulturveranstaltungen. Darüber hinaus sind Maßnahmen zur Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit und zur Stärkung der regionalen Sichtbarkeit geplant. Die Stiftung nennt als Ziel, bestehende Initiativen zu begleiten und neue Impulse zu setzen, etwa durch die Bündelung regionaler Kompetenzen aus Kultur, Tourismus, Stadtentwicklung und Wirtschaft.
Das Projekt startet zudem in einem Jubiläumsjahr: Die Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur und der Kultursommer Rheinland-Pfalz blicken auf 35 Jahre zurück. Das Kulturprojektbüro basiert nach eigenen Angaben auf Bedarfen, die im Rahmen der Kulturentwicklungsplanung des Landes identifiziert wurden.
Kontakt
Das Kulturprojektbüro Nassau befindet sich im Günther-Leifheit-Kulturhaus, Obertal 9a (Erdgeschoss), 56377 Nassau. Ansprechpartner sind Bartel Meyer und Sabine Zimmermann.
VG Bad Ems-Nassau
Gemeinsam für den Wald: 80 Kinder packen am Ehrlich-Heidchen in Nassau mit an
NASSAU Mit Astscheren, Spaten und viel Begeisterung für die Natur haben sich rund 80 Kinder gemeinsam mit Erwachsenen am Ehrlich-Heidchen in Nassau zu einer besonderen Umweltaktion getroffen. Ziel der Initiative war es, Bäume zu pflegen, neue Pflanzen zu setzen und Kindern gleichzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur näherzubringen.
Stadtbürgermeister Manuel Liguori zeigte sich begeistert über die große Resonanz. „Wir sind von den Anmeldungen etwas überrollt worden“, erklärte er beim Auftakt der Aktion. Viele Kinder hätten sich gemeinsam mit ihren Familien angemeldet, um im Wald aktiv mitzuhelfen. Sein besonderer Dank galt dem Ersten Beigeordneten Uli Pebler, der die Veranstaltung initiiert und organisiert hatte. „Er ist der Antreiber und Motor des Ganzen“, betonte Liguori.
Unterstützt wurde die Aktion von zahlreichen Beteiligten aus der Region. Neben dem städtischen Bauhof engagierten sich der Jugendtreff, der Forst, örtliche Jäger sowie weitere Helfer wie Ursula und Manfred Braun und Philipp Schiefenhövel. Auch die Grundschule Nassau beteiligte sich mit vielen Schülerinnen und Schülern.
Der Erste Beigeordnete Uli Pebler erläuterte das vielseitige Programm des Nachmittags. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl sei die ursprünglich geplante reine Baumpflegemaßnahme deutlich erweitert worden. So pflanzte eine Gruppe gemeinsam mit dem Forst neue Weißtannen, die als klimaresistente Baumart künftig besser mit den veränderten Klimabedingungen zurechtkommen sollen.
Weitere Gruppen kümmerten sich um Pflegearbeiten im sogenannten Kinderschulwald, den Nassauern Grundschulkinder bereits vor zwei Jahren angelegt hatten. Dort wurden Nachbesserungen vorgenommen, um das Wachstum der jungen Bäume zu sichern.
Auf dem Heidchen selbst standen zudem verschiedene Arbeiten an: Drei Gruppen führten den sogenannten Erhaltungsschnitt an tragenden Bäumen durch, während eine weitere Gruppe, ausschließlich mit Erwachsenen, alte Apfelbäume zurückschnitt, um deren Verjüngung zu fördern. Zusätzlich wurden Misteln aus den städtischen Bäumen entfernt, die langfristig die Vitalität der Obstbäume beeinträchtigen können.
Neben der Arbeit kam auch der gemeinschaftliche Teil nicht zu kurz. Für die Kinder gab es Stockbrot am Lagerfeuer, das vom Bauhof beaufsichtigt wurde. Die örtlichen Jäger sorgten für Bratwürste. Dazu wurden kalte Getränke angeboten.
Nach zwei bis drei Stunden gemeinsamer Arbeit hoffen die Organisatoren, nicht nur den Obstbäumen auf dem Heidchen etwas Gutes getan zu haben, sondern auch den Kindern ein wichtiges Erlebnis vermittelt zu haben. „Die Kinder sollen mitbekommen, dass man in der Natur auch etwas Gutes tun kann und dabei Spaß haben“, sagte Pebler. Gleichzeitig betonte er, dass solche Aktionen keine einmalige Sache bleiben sollen, sondern Teil eines langfristigen Engagements für Natur und Umwelt in Nassau sind.
Sport
Erlös aus Benefizspiel in Nievern sorgt für Freude in Kenia
NIEVERN Viele Highlights hatten wir im vergangenen Jahr anl. unseres 750. Gemeindejubiläums zu feiern. Einige werden uns noch lange in Erinnerung bleiben, vor allem dann, wenn sie im Rahmen eines weiteren, sportlichen Jubiläums zu einem besonderen Erlebnis wurden, das jetzt noch seine Nachwirkungen zeigt.
So hatte der SV Hertha anl. seines 115jährigen Bestehens am Sonntag, dem 7. September 2025 zu einem Benefizspiel der Nieverner Seniorenmannschaft gegen die Traditionself des 1. FC Köln ins Stadion Silberau eingeladen. Rund 650 Besucher konnten bei schönem Wetter und toller Atmosphäre einen herrlichen Fußballnachmittag erleben, dessen Reinerlös in Höhe von 3000,00 € zudem einem guten Zweck zugeführt wurde.
Der langjährige Schulleiter und ehemalige Europaabgeordnete Norbert Neuser unterstützt mit seiner Stiftung Kick for Help seit vielen Jahren Sport- und Schulprojekte in Entwicklungsländern. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Schul- und Vereinsprojekten sowie die Unterstützung internationaler Begegnungen von jungen Sportlern und Sportlerinnen. Mit der integrativen Kraft des Sports sollen Barrieren, Vorurteile, vorhandene Konflikte und Benachteiligungen aufgehoben und beseitigt werden. Die „Stiftung Kick for Help“ will damit positiv zur Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beitragen.
So konnte mit der Unterstützung aus dem Jubiläumsspiel der Hertha an der Becky Scool in Kibera (Kenia) für dauerhaftes Trinkwasser für alle Schülerinnen und Schüler gesorgt, eine neue Toilettenanlage fertiggestellt und ein neuer Schulgarten angelegt werden, der von den Kindern mit großer Begeisterung gepflegt wird. Norbert Neuser war vor Kurzem vor Ort, um sich dort von den geleisteten Arbeiten und den Fortschritten selbst zu überzeugen. Dabei konnte er festzustellen, dass als kleines Dankeschön der Schulgemeinschaft jetzt sogar das Logo des SV Hertha Nievern mitten in Afrika an einer Wand der Becky Scool in Kibera prangt!
Was für ein tolles Update zum Jubiläum der Hertha, aber auch der Gemeinde, verbunden mit einem großen Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben!
VG Bad Ems-Nassau
Zum Internationalen Frauentag am 8. März: Wie leben Frauen in Rheinland-Pfalz?
WIRTSCHAFT Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2025 wirft das Statistische Landesamt in Bad Ems einen statistischen Blick auf die Lebenssituation der rund 2,1 Millionen Frauen im Land. Die Zahlen aus verschiedenen Bereichen zeigen teils deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.
Bildung und Studium
Frauen erzielen durchschnittlich höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Rund 38 Prozent der jungen Frauen und 29 Prozent der jungen Männer schlossen 2024 die allgemeinbildenden Schulen mit der Allgemeinen Hochschulreife ab.
Unter den 109.760 Studierenden in Rheinland-Pfalz im Wintersemester 2024/25 überwog der Anteil der Frauen mit 53 Prozent gegenüber dem der Männer (47 Prozent). Auch bei den bestandenen Prüfungen hatten Studentinnen einen etwas höheren Anteil (55 Prozent) als Studenten (45 Prozent).
Frauen beenden ihr Studium deutlich häufiger als Männer mit einer Lehramtsprüfung (20 bzw. 10 Prozent) und dominieren zahlenmäßig den Lehrerberuf in Rheinland-Pfalz. Fast drei Viertel der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen (74 Prozent) sind weiblich, besonders stark vertreten an Grundschulen (90 Prozent) und Förderschulen (83 Prozent). An berufsbildenden Schulen ist das Verhältnis mit einem Frauenanteil von 53 Prozent sichtbar ausgeglichener.
An den Hochschulen zeigt sich ein anderes Bild: Weniger als jeder dritte Lehrstuhl (29 Prozent) ist mit einer Professorin besetzt. Allerdings ist hier seit Jahren ein langsamer, aber stetiger Aufwärtstrend erkennbar: Fünf Jahre zuvor waren es nur 24 Prozent. Bei den Juniorprofessuren liegt der Anteil der Frauen bei 56,5 Prozent (2019: 45 Prozent).
Politische Partizipation
Ein Blick auf die Bundestagswahl im vergangenen Jahr zeigt sichtbare Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Männern und Frauen. Die Wahlgewinnerin CDU war bei beiden Geschlechtern die stärkste Kraft (Frauen: 30,3 Prozent; Männer: 31 Prozent). Die AfD wählten 15,6 Prozent der Frauen, aber 24,6 Prozent der Männer. Frauen stimmten hingegen häufiger als Männer für die SPD (20,3 Prozent bzw. 17 Prozent), die Grünen (11,6 Prozent bzw. 9,1 Prozent) und Die Linke (7,8 Prozent bzw. 5,2 Prozent).
Weitere Informationen
Weitere Zahlen zur Lebenssituation von Frauen in Rheinland-Pfalz – etwa zu Eheschließungen, Geburten, Berufstätigkeit und Kinderbetreuung – sind im Beitrag „ Frauen in Rheinland-Pfalz“ im digitalen statistischen Journal Datenblick verfügbar. Einen kompakten Überblick über die Zahlen mit vielen Grafiken liefert zudem das neu aufgelegte Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“, das kostenfrei heruntergeladen werden kann.
Autorin: Marina Metz (Referat Kommunikation)
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