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Koblenz

Mobilitätskonzept Oberlahnstein: Verwaltungsgericht Koblenz schlägt Vergleich vor

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1. Kammer des Verwaltungsgerichtes Koblenz kurz vor Verhandlungsbeginn
Foto: BEN Kurier
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LAHNSTEIN Vor der 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Koblenz hat heute die mündliche Verhandlung im Verfahren um das Mobilitätskonzept für Oberlahnstein stattgefunden. Hintergrund ist ein Streit um die Zuständigkeit: Oberbürgermeister Lennart Siefert hatte die Straßenführung in Lahnstein im Zuge des Mobilitätskonzeptes aus Sicht der klagenden Fraktionen allein festgelegt. SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat vertreten dagegen die Auffassung, dass der Stadtrat in diese Entscheidung hätte eingebunden werden müssen.  Der Sitzungssaal war gut gefüllt, zahlreiche Zuhörer verfolgten die Verhandlung, einige mussten mangels Sitzplätzen stehen.

Für die Kläger erschienen die jeweiligen Fraktionssprecher der SPD, Jochen Sachsenhauser, sowie von Bündnis 90/Die Grünen. Jutta Niel, im Stadtrat der Stadt Lahnstein, jeweils begleitet von Beiständen. Für die beklagte Stadt Lahnstein nahmen zwei Verwaltungsmitarbeiter an der Verhandlung teil. Der Vorsitzende Richter bedauerte ausdrücklich, dass Oberbürgermeister Lennart Siefert nicht persönlich erschienen war.

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Der Vorsitzende der 1. Kammer betonte mehrfach, dass es sich um eine schwierige und rechtlich nicht eindeutig zu beantwortende Streitfrage handele. Allein aufgrund dieser Komplexität würde die Kammer im Falle einer Entscheidung durch Urteil die Berufung zum Oberverwaltungsgericht zulassen. Die Kammer könne beide Rechtspositionen nachvollziehen, ließ jedoch erkennen, dass sie dazu tendiere, dem Begehren der Kläger zu folgen.

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In seiner rechtlichen Einordnung verwies der Vorsitzende auf ein Verfahren aus dem Jahr 2017 zur Mittelrheinbrücke, das ebenfalls vor der 1. Kammer verhandelt worden war, damals jedoch unter anderem Vorsitz. Die Kammer sehe Parallelen in der Frage der Zuständigkeit und der Reichweite kommunaler Entscheidungsbefugnisse.

Im Laufe der Verhandlung unterbreitete das Gericht einen Vergleichsvorschlag, der sinngemäß folgende Punkte umfasst:

Der Oberbürgermeister verpflichtet sich, den seinerzeitigen Antrag der Fraktionen in einer Stadtratssitzung im April oder Mai 2026 auf die Tagesordnung zu setzen.

Zugleich behält sich der Oberbürgermeister ausdrücklich vor, einen Antrag zur Geschäftsordnung auf Absetzung des Tagesordnungspunktes zu stellen. Eine Absetzung würde nach der Geschäftsordnung des Stadtrates eine Zweidrittelmehrheit erfordern.

Ferner soll der Oberbürgermeister berechtigt sein, einen Beschluss des Stadtrates auszusetzen, sofern er überzeugt ist, dass dieser die Befugnisse des Rates überschreitet oder gesetzes- beziehungsweise rechtswidrig ist. In diesem Fall hätte die Kommunalaufsicht hierüber durch Bescheid zu entscheiden.

Der Vergleich steht unter Widerrufsvorbehalt und kann vom Oberbürgermeister durch wirksame Prozesserklärung bis Freitag, 27. Februar 2026, widerrufen werden. Auf ausdrücklichen Wunsch der Kläger wurde auch ihnen ein entsprechender Widerrufsvorbehalt bis zu diesem Datum eingeräumt.

Die Kosten des Verfahrens sollen nach dem Vergleichsvorschlag von der Stadt Lahnstein getragen werden. Die außergerichtlichen Kosten tragen die Kläger selbst. Dabei ist anzumerken, dass die Stadt selbst im Falle eines Obsiegens die Kosten zu tragen hätte, da den Fraktionen grundsätzlich ein Kostenerstattungsanspruch zusteht.

Der Vorsitzende Richter deutete abschließend an, dass vorbehaltlich der internen Beratungen ein entsprechendes Urteil zugunsten der Kläger ergehen würde

Der Vorsitzende Richter deutete abschließend an, dass vorbehaltlich der internen Beratungen ein entsprechendes Urteil zugunsten der Kläger ergehen würde mit Berufungsrecht, sofern der Vergleich widerrufen werden sollte. Damit bleibt die Entscheidung zunächst offen und hängt maßgeblich davon ab, ob eine der Parteien von dem Widerrufsrecht Gebrauch macht.

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Koblenz

Emma Maria Wingenter gewinnt den Vorlesewettbewerb in der Stadtbibliothek

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Foto: Stadt Koblenz/ Nathalie Roschmann
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KOBLENZ Beim von der Stadtbibliothek Koblenz veranstalteten Stadtentscheid im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels  traten vor kurzem 13 Kinder der sechsten Klassen an, um in zwei Runden die besten Vorleserinnen und Vorleser des Jahres 2026 zu ermitteln. 

Die Koblenzer Schulsiegerinnen und Schulsieger wurden von Bibliotheksdirektorin Susanne Ott und Juryleiterin Marion Eickschen im Forum Confluentes begrüßt. Bevor die Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Vorlesewettbewerbs aus ihren Geschichten vorlasen, sorgte Marie Fix von der Musikschule der Stadt Koblenz mit sanften Gitarrenklängen für eine besondere Atmosphäre. Ihre musikalische Darbietung zu Beginn der Veranstaltung stimmte das Publikum ein und schuf eine ruhige, konzentrierte Stimmung für die folgenden Lesebeiträge. 

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Die Kinder, die bereits ihre jeweiligen Schulentscheide gewonnen hatten, hatten sich für den Wettbewerb interessante Bücher ausgesucht, aus denen sie dem Publikum in der ersten Runde jeweils drei Minuten vorlasen. Im zweiten Durchlauf trugen die Schülerinnen und Schüler, nach einer kleinen Stärkung in der Pause, zwei Minuten aus einem unbekannten Text vor. Die Jury bewertete die Beiträge dann anhand verschiedener Kriterien wie Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl.

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Die Teilnehmenden, Jannis Will, Charlotte Wellenhöfer, Nika Sophie Auler, Lale Verges, Jens Bibow, Elias Landsrath, Amy Voss, Elodie Soleya Ferreira de Aquiar, Marie Thiel, Benjamin Elias Höpfinger, Nele Felicia Dröll, Zoë Schmitt und Emma Maria Wingenter, lasen hervorragend und voller Engagement vor. Von fantastischen Geschichten wie „Eragon“ bis hin zu bekannteren Werken wie „Paluten Freedom“ war die Vielfalt der ausgewählten Bücher breit gefächert und begeisterte das Publikum, die anwesenden Lehrkräfte und Familien. 

Im Anschluss erhielten alle Vorlesenden als Anerkennung für die Teilnahme und ihre sehr guten Leistungen eine Urkunde und einen Buchpreis überreicht. Die Jury mit Marion Eickschen (Stadtbibliothek), Gisela Nülle (Förderverein „Lesen und Buch“), Antje Kraus (Mittelrhein-Museum), Celine Weidung (Auszubildende Stadtbibliothek) und Paula Zimmermann (Buchhandlung Reuffel) lobte die großartigen Vorträge der Teilnehmenden. 

Zur Stadtsiegerin wurde die Schülerin Emma Maria Wingenter vom Gymnasium auf dem Asterstein Koblenz gekürt. Sie überzeugte mit ihrer tollen Leseleistung, u.a. aus dem Buch „Eragon“ von Christopher Paolini. 

Die glückliche Gewinnerin Emma Maria Wingenter wird nun als Stadtsiegerin für Koblenz beim Bezirksentscheid im Vorlesewettbewerb antreten. Der Bezirksentscheid, der am 24. März 2026 stattfindet, wird ebenfalls von der Stadtbibliothek und dem Bibliotheksteam um Marion Eickschen und Nathalie Roschmann organisiert. 

Der seit 1959 stattfindende Vorlesewettbewerb ist einer der größten Schülerwettbewerbe Deutschlands. Rund 600.000 Schülerinnen und Schüler beteiligen sich jedes Jahr. Er wird von der Stiftung Buchkultur und Leseförderung des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels veranstaltet und steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Ziele des Vorlesewettbewerbs sind, Freude am Lesen zu wecken, die Begeisterung für Bücher in die Öffentlichkeit zu tragen sowie die Lesekompetenz von Kindern zu stärken. Die Etappen führen von der Schule über Stadt-/Kreis-, Bezirks- und Länderebene bis zum Bundesfinale, das im Juni in Berlin ausgetragen wird.

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Koblenz

Hochwasser in Koblenz: Gehweg am Peter-Altmeier-Ufer einige Meter unterspült

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Stadt Koblenz/Andreas Egenolf
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KOBLENZ Das Hochwasser der vergangenen Tage geht derzeit zurück. Als Folge der hohen Wasserstände zuletzt wurde am Mittwoch am Peter-Altmeier-Ufer ein erster Schaden festgestellt, der sich im Bereich unterhalb der Europabrücke befindet. Das Moselhochwasser hat hier dafür gesorgt, dass die Uferbefestigung beschädigt wurde. Hierdurch wurde der Gehweg auf einem rund fünf Meter langen Teilstück unterspült, so dass dieser eingefallen und nicht mehr passierbar ist.

Die Stadtverwaltung Koblenz hat in einer ersten Sofortmaßnahme die Stelle von innen mit Sandsäcken abgedichtet, um ein weiteres Abrutschen des Untergrundes und damit verbundenes Einbrechen des Pflasters zu verhindern. Zudem wurde die Gefahrenstelle abgesperrt und ein provisorischer Notgehweg  auf der Straße eingerichtet, der entsprechend abgesichert ist. Die Stadtverwaltung Koblenz bittet alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer in diesem Bereich um besondere Vorsicht sowie gegenseitige Rücksichtnahme. Die Behebung des Schadens ist derzeit in der weiteren Abklärung, da zuvor unter anderem der Wasserstand der Mosel weiter absinken und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, in deren Zuständigkeit die Uferbefestigung liegt, eingebunden werden muss. (pm: Stadt Koblenz)

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Koblenz

151 Sportlerinnen und Sportler in Koblenz geehrt: Meisterehrung 2025

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Foto: Julian Häuser/ Stadt Koblenz
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KOBLENZ Kürzlich wurde in der Legia-Halle in Koblenz-Lay die Meisterehrung der Stadtverwaltung Koblenz und des Stadtsportverbandes Koblenz veranstaltet. Dabei wurden die größten sportlichen Erfolge der Koblenzer Sportlerinnen und Sportler des vergangenen Jahres gewürdigt.

151 Athletinnen und Athleten aus 20 Koblenzer Vereinen wurden dafür geehrt, im Jahr 2025 den ersten bis dritten Platz bei Deutschen-, Europa- oder Weltmeisterschaften belegt zu haben.

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Weitere 81 Stadtmeisterinnen und Stadtmeister, also die besten Sportlerinnen und Sportler in einer Disziplin in Koblenz, wurden ebenfalls ausgezeichnet.

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Bürgermeisterin Ulrike Mohrs betonte: „Die geehrten Sportlerinnen und Sportler haben unwahrscheinlich viel Einsatz gebracht. Sie haben nicht nur ihre Freizeit geopfert, sondern immer wieder vielfältige Herausforderungen gemeistert und Durchhaltevermögen gezeigt. Die Auszeichnung haben sie sich absolut verdient.“

Den besonderen Abschluss des Abends bildete die Auszeichnung „Sportler des Jahres 2025“. Wer den Titel erhält, bleibt traditionell bis zur Verkündung ein Geheimnis. In diesem Jahr fiel die Wahl auf Turner Angelo Schall, welcher sich überrascht zeigte: „Ich habe damit gar nicht gerechnet. Aber ich fühle mich mehr als geehrt.“ Er wurde gewürdigt, da er sich in der Rolle des Teamkapitäns der Kunstturnvereinigung Koblenz auch abseits der Sporthalle mit besonderem Engagement für die Belange seiner Mannschaft eingesetzt hat. Damit leistete er einen wesentlichen Beitrag für den Aufstieg des Vereins in die erste Turnbundesliga in der vergangenen Saison.

Für Schall ist die Auszeichnung das Ergebnis einer starken Gemeinschaftsleistung: „Das hat mir das Team ermöglicht. Ich selbst habe nur einen Teil dazu beigetragen, diesen Titel tragen zu dürfen.“

Abschließend hob Bürgermeisterin Mohrs die Bedeutung von Sport für Kinder und Jugendliche hervor: „Sport macht Spaß, ist gesund und steht für Gemeinschaft und Miteinander. Wenn wir Kinder schon früh an den Sport heranführen, bleiben sie häufig auch langfristig dabei. Deshalb ist der Sport für unsere Gesellschaft so wichtig.“

Die Ehrung „Sportler des Jahres“ fand in diesem Jahr bereits zum 48. Mal statt. (pm: Stadt Koblenz)

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