VG Loreley
Lärmbelastung im Mittelrheintal: Weiland und Pusch fordern endlich konkrete Ergebnisse
Pusch/Weiland: Zwischenbilanz des Beirats ‚Leiseres Mittelrheintal‘
enttäuschend
LORELEY Der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn AG für die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Dr. Klaus Vornhusen, verabschiedet sich in den Ruhestand und tritt als Vorsitzender des Beirats ‚Leiseres Mittelrheintal‘ ab. Die bisher geleistete Arbeit wird von Willi Pusch, Vorsitzender der Bürgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltschäden durch die Bahn e.V. (BI), und Mike Weiland, Bürgermeister der Verbandgemeinde Loreley, anerkannt. Dennoch sind noch Nachbesserungen erforderlich: „Die Bahn zieht sich weiterhin aus früher gemachten Zusagen für freiwilligen Lärmschutz, wie in St. Goarshausen, aus Wirtschaftlichkeitsgründen zurück“, so Weiland und Pusch und genau hier brauche es Antworten für die Zukunft.
Mike Weiland, der als Bürgermeister kein Mitglied des Beirates ist, hatte sich unmittelbar nach dem jüngsten Beiratstreffen bei Willi Pusch nach den Ergebnissen erkundigt. Willi Pusch fasst das Treffen in Oestrich-Winkel zusammen: „Die BI zeigt sich enttäuscht über das Verhalten der rheinland-pfälzischen Landesregierung im Zusammenhang mit der jüngsten Sitzung des Beirates ‚Leiseres Mittelrheintal‘. Das politisch grün-geführte und für die Verkehrsplanung und den ÖPNV zuständige Umweltministerium war als Ländervertretung im Beirat gar nicht vertreten, obwohl das Ressort nach der Übernahme der Aufgabe des FDP-geführten Verkehrsministeriums eine zentrale Verantwortung für die Situation im Mittelrheintal trägt.“
Und Pusch berichtet weiter. Die BI habe vor wenigen Wochen ein sehr gutes Gespräch mit dem Umweltministerium geführt, das der BI konkrete Unterstützung zugesagt und ein Angebot unterbreiten wollte. „Doch offenbar konnte das Ministerium sich innerhalb der Landesregierung nicht durchsetzen, anders ist die völlige Abwesenheit des Ministeriums auf dieser wichtigen Sitzung nicht zu erklären“, so Pusch mutmaßend.
Die Bürgerinitiative wertet dies als schweres politisches Versäumnis: „Wer Zusagen macht und dann nicht einmal Vertreter zu einer zentralen Beiratssitzung schickt, signalisiert Desinteresse an den Problemen der Menschen vor Ort. Das Mittelrheintal wird mit seinen Belastungen durch den Bahnlärm und Erschütterungen seit Jahren allein gelassen“, so Pusch weiter. Die BI fordert die Landesregierung auf, endlich Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv für eine nachhaltige Entlastung des Mittelrheintals einzusetzen.
„Es reicht nicht, schöne Worte zu finden, wir brauchen verbindliche Zusagen, Taten und Ergebnisse. Wenn sich nichts ändert, werden wir den Druck auf Mainz weiter erhöhen müssen“, schimpft Willi Pusch.
Auch Bürgermeister Mike Weiland ist entsetzt: „Wenn einige Mitglieder, die hätten Einfluss nehmen könnten, gar nicht da waren, ist das unzuverlässig den Menschen gegenüber, die tagtäglich dem Lärm ausgesetzt sind.“ Und der Bürgermeister ergänzt, er selbst habe vor wenigen Wochen noch ein Schreiben von Staatssekretär Hauer erhalten, wo er schreibt: „Wir werden die Deutsche Bahn insofern auffordern, in der kommenden Sitzung des Beirats ‚Leiseres Mittelrheintal‘ umfassend Bericht zu erstatten und vor allem auch Lösungswege im Sinne der Betroffenen aufzuzeigen, die über eine langfristige Verschiebung der Lärmsanierung in St. Goarshausen bis zur grundhaften Sanierung des Bahndamms hinausgehen.
Im Nachgang werden wir auf Fachebene das Gespräch mit den Verantwortlichen im Eisenbahn-Bundesamt und im Bundesministerium für Verkehr suchen und auf die zeitnahe Umsetzung und ggf. Nachfinanzierung von Maßnahmen dringen.“ Der Absatz endet mit der Zusage Hauers, den Bürgermeister über künftige Ergebnisse gerne auf dem Laufenden zu halten. „Vor dem Hintergrund der Nichtteilnahme klingt das nun fast wie Hohn gegenüber den Menschen im Tal“, stellt Mike Weiland nüchtern fest.
Weiland fordert die Abkehr von Sonntagsreden hin zu einer nachhaltigen Unterstützung der Menschen im Mittelrheintal. Der Bürgermeister fordert auch von der Deutschen Bahn endlich Zahlen, Daten und Fakten zur angeblichen Nicht-Wirtschaftlichkeit der Lärmschutzwände in St. Goarshausen sowie anderweitig zurückgezogener Zusagen für weiteren Lärmschutz im Mittelrheintal. Vor dem Hintergrund der jetzt durch die Bahn im Beirat vorgestellten verifizierten Zahlen für den massiven Anstieg des Güterverkehrs im Mittelrheintal nach der Sanierung und Aufrüstung der Bahnstrecke zum Hochleistungskorridor fordert der Bürgermeister der VG Loreley zudem einen lückenlosen Lärmschutz in allen bebauten Ortslagen – ohne Wenn und Aber und mit festem Zeitstrahl! (pm Verbandsgemeinde Loreley)
Schulen
Neubauprojekt: Wilhelm-Hofmann-Gymnasium St. Goarshausen Startschuss im 3. Quartal 2026
ST. GOARSHAUSEN Im Zuge der Brandschutzsanierung des Hauptgebäudes des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums (Baujahr 1962) wurde festgestellt, dass teilweise der Beton der vorhandenen Betondecken mangelhaft ist.
Die Verwaltung wurde beauftragt, die weiteren Schritte zur Teilerneuerung des Schulgebäudes zu erarbeiten.
Nachdem die vorbereitenden Maßnahmen und der Abriss des schadhaften Gebäudeflügels bereits in den Sommerferien 2023 erfolgt sind, wurde durch das Architekturbüro ZAESKE aus Wiesbaden der Ersatzneubau am Wilhelm-Hofmann Gymnasium St. Goarshausen geplant.
Nach Abstimmungen mit den einzelnen Fachbehörden und der Schulleitung wurde die Genehmigung im Juni 2025 für das Bauvorhaben durch die untere Baubehörde erteilt.
Am 6. Oktober 2025 erhielt der Rhein-Lahn-Kreis durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Koblenz die schulbehördliche Genehmigung und Zustimmung
zum vorzeitigen Baubeginn für den Neubau eines Gebäudetraktes am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium in St. Goarshausen.
Für die Umsetzung der Baumaßnahme wurden die entsprechenden Ausführungsplanungen inklusive der Leistungsverzeichnisse erstellt und die Kostenansätze konkretisiert. Mit der Bauausführung soll im 3.Quartal 2026 begonnen werden. Dafür müssen ab März 2026 EU- weite Ausschreibungen durchgeführt und
Aufträge in diversen Gewerken vergeben werden.
In der Kreisausschusssitzung am vergangen Montag stellte das Architekturbüro ZAESKE anhand einer Präsentation die aktuelle Terminplanung, die Kostenbudgetplanung, den Vergabeterminplan und die weiteren Schritte im Bauablauf für die Umsetzung der Maßnahme vorstellen.
Die Haushaltsmittel für die aktuellen Ausschreibungen 2026 und folgend wurden für den Finanzplanungszeitraum 2025 bis zum Jahr 2029 eingeplant und zur Verfügung gestellt.
Weitere Haushaltsmittel sind ggfls. zusätzlich bereitzustellen.
Der Kreisausschuss nahm einstimmig den Beschlussvorschlag der Verwaltung an und erteilte die Freigabe der vorgestellten Ausschreibungen anhand des Vergabeterminplans im Rahmen der Umsetzung des Ersatzneubaus am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium. (pm: Kreisverwaltung Rhein-Lahn)
VG Loreley
Grünes Licht für die Sanierung des Wirtschaftswegs Osterspai-Kamp-Bornhofen Nach Auftragsvergabe kann Baumaßnahme nach langer Vorbereitung planmäßig starten
OSTERSPAI „Gut Ding will Weile haben und vor allem viel Geduld sowie auch das kontinuierliche Gespräch mit den Betroffenen“, so das erste Fazit der beiden Ortsbürgermeister Sebastian Reifferscheid (Osterspai) und Sven Faber (Filsen), der Kamp-Bornhofener Beigeordneten Lene Lewentz, des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, sowie Werkleiter Michael Krämer.
Die Sanierung des Wirtschaftswegs am Ellig auf die Höhe in Richtung Marienberger Hof, von der alle drei Gemeinden profitieren, kann starten, denn die Ausschreibung brachte sowohl für den Wegebau als auch für die Verlegung einer neuen Wasserleitung sehr zufriedenstellende Ergebnisse, die Aufträge können nun im Verbandsgemeinderat und im Werkausschuss vergeben werden.
„Es lohnt sich, bei interkommunalen Projekten stetig mit den Gemeinden im Gespräch zu bleiben, die betroffenen Menschen immer wieder über den Stand der Dinge zu informieren, über sich im Laufe der Planung ergebende fixe Fakten dann auch persönlich auszutauschen und vor allem auch im Zuge der langen Planungs- und Vorbereitungszeit, in der dann zudem wichtige Landeszuschüsse beantragt werden müssen, ohne die eine Umsetzung überhaupt nicht möglich wäre, alle Partner bei Lust und Laune zu halten“, zieht Mike Weiland für sich ein erstes persönliches Zwischenfazit.
Auch wenn der Weg steinig gewesen sei, habe man die gemeinsame Linie gehalten, ansonsten hätte man es nie bis zum Startschuss geschafft, ist er sich darüber hinaus sicher, denn dies habe die Vergangenheit gezeigt. Seit 2020 hat die Verwaltung gemeinsam mit den Gemeinden beharrlich an dem Ziel der Sanierung des Wirtschaftswegs gearbeitet, und nun wird es nach den Auftragsvergaben um Ostern endlich losgehen können.
Die Bauzeit wird etwa ein halbes Jahr dauern. Parallel zu den Wegebauarbeiten wird in der unteren Hälfte der Wegstrecke auch eine neue, zusätzliche Wasserleitung der Verbandsgemeindewerke Loreley mitverlegt. Damit schafft man nicht nur Synergieeffekte bei den Kosten, sondern mit Blick auf die künftige Versorgungslage der Rheingemeinden in Zeiten des Klimawandels auch Sicherheit, die sonst nicht mehr gegeben wäre. Die Gemeinschaftsmaßnahme der Gemeinden Kamp-Bornhofen, Filsen und Osterspai, der Verbandsgemeinde Loreley und der Verbandsgemeindewerke ist ein anschauliches Beispiel für erfolgreiche interkommunale Zusammenarbeit im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, wenn es gelingt, über viele Hürden hinweg, die Entscheidungen gemeinsam zu treffen und an einem Strang zu ziehen.
Alle Gemeindevertreter sind über die Ausschreibungsergebnisse, die weit unter den ursprünglich kalkulierten Kosten liegen, erleichtert und sehr froh darüber, auch diesen Meilenstein erreicht zu haben. „Die Menschen in unserer Heimat haben teils seit Jahren darauf gewartet“, betont Mike Weiland noch einmal mit Blick in die Vergangenheit, denn die Sanierung
ist für die landwirtschaftlich tätigen Betriebe ein wichtiger Fortschritt.
Den Zuschlag sowohl für den Wegebau als auch für die neu zu verlegende Wasserleitung soll nach der durch die Vergabestelle abgeschlossenen Prüfung der Angebote die Firma STRABAG AG erhalten, die das wirtschaftlichste Angebot vorgelegt hat. Bei kalkulierten Gesamtkosten von 1,26 Mio. Euro, wovon gut 950.000 Euro auf den Wegebau und rund 310.000 Euro auf den Bau der neuen Wasserleitung zur Sicherstellung der langfristigen Wasserversorgung von Osterspai entfallen, liegt das Submissionsergebnis bei insgesamt 817.805,54 Euro. Die Verbandsgemeinde hatte stellvertretend für alle Gemeinden eine 75 %- Förderung für den Wegebau beantragt, sodass dem günstigen Ausschreibungsergebnis eine hohe Landesförderung gegenübersteht.
Den verbleibenden Eigenanteil von 25 % übernehmen aufgrund eines Vertrages aus dem Jahr 1984 die Verbandsgemeinde, die Gemeinde Kamp-Bornhofen und Filsen zu je 16,67 % und die Gemeinde Osterspai zu 50,00 %. Gegenüber der ursprünglichen Kostenschätzung wird sich der Eigenanteil nach aktuellem Angebot und im Falle eines reibungslosen Bauverlaufs möglicherweise auf knapp die Hälfte der geplanten Kosten reduzieren. „Abgerechnet wird am Schluss“, sind sich die Gemeindevertreter unisono einig, aber das Ausschreibungsergebnis ist erst einmal erfreulich und lässt hoffen.
Nach der Auftragsvergabe gilt es nun in den kommenden Wochen die Baustelleneinweisung sowie finale Abstimmungen mit den Ver- und Entsorgungsunternehmen, wie Post, und Müllabfuhr usw., sowie Rettungsdiensten vorzunehmen. Die Feuerwehr war hinsichtlich des Brandschutzes bereits im Vorfeld in die Bauablaufplanung einbezogen worden.
VG Loreley
Sanierung der Marksburgschule Braubach macht sichtbare Fortschritte
BRAUBACH Die Sanierung der Marksburgschule Braubach schreitet weiter gut voran. Der erste Bauabschnitt ist weitgehend abgeschlossen und zeigt bereits konkrete Ergebnisse: So konnte die Klasse 4 b in einen neu geschaffenen Interimsklassenraum im Erdgeschoss im Bereich der städtischen Kindertagesstätte am Schulhof umziehen. „Wir schaffen hier nicht nur neue Räume, sondern investieren nachhaltig in zeitgemäßes Lernen und die Zukunft unserer Kinder“, betonten jetzt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Loreley, Mike Weiland und Schulleiterin Sarah Thunert.
Diese positiven Entwicklungen nahm auch Stadtbürgermeister Günter Goß jetzt gemeinsam mit Mike Weiland und Sarah Thunert bei einem Ortstermin in Augenschein. Thunert zeigte sich sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf, insbesondere das neue Raumkonzept habe sich bereits bewährt. Gleichzeitig wurde über zusätzliche Lagermöglichkeiten gesprochen, die aufgrund des fortlaufenden Bauablaufs erforderlich sind.
Aktuell sind die Reserveräume im Erdgeschoss bis auf kleinere Nebenarbeiten fertiggestellt; ein Raum wird bereits regulär genutzt. Auch die Reserveräume im 2. Obergeschoss stehen kurz vor der Fertigstellung. Die Ausschreibungsunterlagen für die technischen Gebäudeausrüstungs-Gewerke sollen Mitte Februar vorliegen. Die Abbruch- und Rohbauarbeiten für den zweiten Bauabschnitt starten planmäßig Ende Januar/Anfang Februar.
Da die Fertigstellung der neuen Mensa erst für einen späteren Zeitpunkt geplant ist, muss vorübergehend eine Mensalösung in Reserveräumen vorgesehen werden; dies bedingt wiederum zusätzliche Lagerflächen, die unter anderem über Container geschaffen werden sollen. Eine besondere Herausforderung bleibt die Umsetzung der Sanierung im laufenden Schulbetrieb. Um den Ablauf effizienter zu gestalten, wurden ursprünglich neun Bauabschnitte auf fünf reduziert und lärmintensive Arbeiten möglichst in die Ferien verlegt. Dieses Vorgehen bewährt sich dank der engen Abstimmung aller Beteiligten. Auch finanziell liegt das Projekt weiterhin im vorgesehenen Rahmen.
„Es ist erfreulich zu sehen, wie aus der Planung Schritt für Schritt spürbare Verbesserungen für den Schulalltag entstehen“, so Bürgermeister Mike Weiland und mit Blick auf die Stadt Braubach unterstrich er gegenüber Stadtbürgermeister Günter Goß erneut die Bedeutung der Maßnahme als wichtige Investition in die Bildungsinfrastruktur der Stadt Braubach. Mit der Generalsanierung werden unter anderem energetische Verbesserungen, Brandschutz, Barrierefreiheit, Digitalisierung sowie neue Nutzräume und eine zukunftsfähige Mensa umgesetzt.
Auch wenn sich die Arbeiten noch über mehrere Jahre erstrecken, ist bereits jetzt erkennbar: Der Schulstandort Braubach werde nachhaltig gestärkt, so Mike Weiland abschließend.
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