Lahnstein
Hunde töten Rehwild im Lahnsteiner Stadtwald – Halter müssen Tiere anleinen!
Hunde dürfen sich auf öffentlichen Wegen unangeleint bewegen, müssen sich aber im Einwirkungsbereich ihres Halters befinden. (Foto: gemeinfrei)
LAHNSTEIN Hunde sind der beste Freund des Menschen. Viele Bürgerinnen und Bürger suchen mit ihren Vierbeinern neben öffentlichen Grünanlagen in der Stadt auch die zahlreichen Lahnsteiner Waldgebiete auf. Damit der Waldbesuch keine bösen Konsequenzen hat, appelliert die Stadt Lahnstein an alle, die mit Hunden unterwegs sind, in der freien Natur eine Reihe von Regeln einzuhalten.
Konkreter Anlass sind Rehwild-Risse durch freilaufende Hunde im Oberlahnsteiner Stadtwald. In den letzten zwei Jahren wurden vermehrt Rehwild-Tötungen von Hunden im Bereich Kurzentrum, Spießborn und dem angrenzenden Braubacher Stadtwald festgestellt. Hunde sind so zu halten und zu beaufsichtigen, dass sie nicht zur Gefahr für Mensch und Tier werden. Leider geschieht es immer wieder, dass freilaufende Hunde Menschen, andere Hunde, Weidevieh oder Wild anfallen, hetzen und verletzen. Diese Vorfälle könnten vermieden werden, wenn die Vorschriften um Anleinen beachtet würden:
• Ohne Begleitung einer Person dürfen Hunde nicht frei umherlaufen.
• Innerhalb geschlossener Ortschaften müssen Hunde auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen an der Leine geführt werden. In Grün-, Erholungsanlagen und auf Kinderspielplätzen dürfen Hunde nicht frei umherlaufen.
• In der freien Landschaft dürfen Hunde auf öffentlichen und privaten Wegen und Pfaden, unangeleint laufen. Sie müssen sich aber im Einwirkungsbereich ihres Halters befinden und zu jeder Zeit durch Zuruf unter Kontrolle zu bringen sein. Falls dies nicht der Fall ist, müssen die Tiere angeleint werden.
• Landwirtschaftlich genutzte Flächen dürfen in der Nutzzeit grundsätzlich nicht betreten werden. Bei Grünland (Wiesen) ist dies die Zeit des Aufwuchses von März bis Oktober.
• Insbesondere während der Setz- und Brutzeiten ist darauf zu achten, dass wildlebende Tiere nicht durch Hunde gestört werden. Im Wald, Feld und Flur müssen Hunde abseits der Wege an der Leine geführt werden.
• In Naturschutzgebieten dürfen die markierten Wege nicht verlassen werden.
Verstöße können drastische Folgen haben. Wird ein Hund beim Jagen erwischt, kann nach dem Landesjagdgesetz eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro erhoben werden. Auch das Tierschutzgesetz verbietet das Hetzen eines Tieres auf ein anderes und stellt das Zufügen erheblicher Schmerzen oder Leiden bzw. das Töten eines Wirbeltieres ohne vernünftigen Grund unter Strafandrohung. Für Fragen steht Ihnen die Stadtverwaltung Lahnstein (liegenschaften@lahnstein.de oder unter der Telefonnummer 0 26 21 / 914 164) zur Verfügung (Pressemitteilung: Stadtverwaltung Lahnstein).
Blaulicht
Große Wehrleiterdienstversammlung im Rhein-Lahn-Kreis
LAHBSTEIN Bei der ersten Wehrleiterdienstversammlung in diesem Jahr waren neben den Wehrleitungen der Feuerwehren und den Führungskräften der Kreiseinheiten auch wieder alle Hilfsorganisationen, die Kreisjugendfeuerwehr, der Kreisfeuerwehrverband und das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr zugegen. Gastgeber war in diesem Jahr die Werkfeuerwehr Zschimmer & Schwarz in Lahnstein.
Landrat Jörg Denninghoff eröffnete die Versammlung und bedankte sich bei allen Anwesenden für das große ehrenamtliche Engagement im vergangenem Jahr. Helmut Pfaff, langjähriger erfahrener Kreisausbilder für Maschinisten im Rhein-Lahn-Kreis, wurde auf eigenem Wunsch aus seiner Funktion durch den Landrat mit einem Weinpräsent entpflichtet.
Für die Informations- und Kommunikationsgruppe des Landkreises wurden Nils Ritscher und Daniel Kröll als Teileinheitsführer bzw. stellvertretender Teileinheitsführer ernannt. Anschließend wurden mehrere verdiente Einsatzkräfte durch den Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Rhein Lahn e.V., Michael Dexheimer, gemeinsam mit seinem Stellvertreter Thorsten Massenkeil, ausgezeichnet. Die Ehrungen erfolgten auf Antrag von Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Guido Erler.
Anne Rücker, seit 1980 aktives Mitglied der Feuerwehr und Zugführerin der Feuerwehr Lahnstein erhielt die Bronzene Ordensspange für ihr Engagement im Gefahrstoffzug und als Leiterin der Landesfacheinheit Rettungshunde und Ortungstechnik in Lahnstein, sowie als Fachberaterin auf Kreisebene. Helmut Pfaff erhielt für sein Engagement als Kreisausbilder für Maschinisten seit 1990 die Silberne Ordensspange.
Landrat Jörg Denninghoff, Daniel Kröll, Nils Ritscher, Guido Erler | Foto: Kreisverwaltung | Lukas Henning Maik Späth ist seit 1992 Mitglied der Feuerwehr und engagiert sich intensiv im Rettungshundewesen. Er ist Suchtruppführer, zertifizierter Zugführer, Drohnenpilot und Mitglied der technischen Einsatzleitung im Rhein-Lahn-Kreis und wurde ebenfalls mit der Silberne Ordensspange ausgezeichnet.
Die Goldene Ordensspange erhielt Stephan Heinz. Er ist seit 1987 im THW Ortsverein Lahnstein aktiv und seit 2013 Ortsbeauftragter. Neben seiner Tätigkeit im Hauptamt beim THW engagiert er sich in der Spezialeinheit für Auslandseinsätze und war bereits weltweit bei Katastropheneinsätzen im Einsatz. Als Rettungshundeführer, bundesweiter Prüfer und Fachberater Rettungshund im Rhein Lahn Kreis leistet er seit vielen Jahren herausragende Arbeit.
Im weiteren Verlauf der Dienstversammlung wurde durch BKI Guido Erler die Umsetzung der Katastrophenschutzverordnung im Landkreis dargestellt, Thorsten Massenkeil erläuterte die Umsetzung der hybriden Kreisausbildung für Truppführer und Maschinisten, Michael Linkenbach ging auf die Umsetzung der digitalen Alarmierung und den Ausbau des Sirenennetzes ein und Tobas Befard erläuterte die Verfahrensweise im Umgang mit Feuerwehrplänen. Durch den Gastgeber wurde ein Imbiss bereitgestellt, und es blieb genug Raum für einen intensiven Austausch aller Organisationen untereinander (pm Kreisverwaltung Rhein-Lahn)
Lahnstein
Jugend forscht: Lahnsteiner Schüler überzeugen im Regionalwettbewerb Über 100 Schüler beeindrucken im Regionalwettbewerb mit ihrem Forschergeist
LAHNSTEIN Kann man aus Pilzen Bausteine herstellen? Hat die Lichtfarbe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Solaranlagen? Wie reagieren Ameisen auf Mikroplastik? Auf diese und viele weitere Fragen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gefunden. Im Rahmen des Koblenzer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ präsentierten sie jetzt ihre Projekte in den Räumen der Hochschule Koblenz und stellten sich den Bewertungen der Fachjury. Am Ende qualifizierten sich 12 Kinder und Jugendliche für den Landeswettbewerb und sind damit eine Runde weiter.
Ob mit Modellen, Programmen oder Versuchsaufbauten – auf ganz unterschiedliche Art und Weise präsentierten Schülerinnen und Schüler in der Hochschule Koblenz auf der Karthause ihre Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt 109 Kinder und Jugendliche vor allem aus Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, dem Kreis Neuwied, dem Westerwaldkreis, dem Kreis Altenkirchen und dem Rhein-Lahn-Kreis hatten sich diesmal am Wettbewerb beteiligt und dazu 61 Projekte eingereicht. „Die Fülle und Qualität der diesjährigen Beiträge zeigt einmal wieder, wie wichtig dieser Wettbewerb zur Förderung des Wissenschaftsnachwuchses ist“, erklärt Marcelo Peerenboom, Patenbeauftragter der Energieversorgung Mittelrhein (evm). Die evm richtet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal den Wettbewerb als Patenunternehmen aus. „Seit 25 Jahren fördert die Energieversorgung Mittelrhein als Patenunternehmen den regionalen Wissenschaftsnachwuchs. Für die langjährige Unterstützung danken wir der evm herzlich“, sagte Kristina Ollrogge von der Bundesstiftung Jugend forscht. „Dass ein Unternehmen sich über so viele Jahre engagiert, ist keine Selbstverständlichkeit“, so Ollrogge, die eigens aus Hamburg nach Koblenz gekommen war, um zu gratulieren. Ihr Dank galt auch Helmut Meixner und Julia Zander, die den Wettbewerb leiten.
Auch der Präsident der gastgebenden Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Karl Stoffel, war begeistert: „Der Wettbewerb ‚Jugend forscht‘ zeigt jedes Jahr aufs Neue, mit wie viel Kreativität, Ausdauer und wissenschaftlicher Neugier junge Menschen an Fragestellungen unserer Zeit herangehen. Dieses Engagement beeindruckt mich sehr. Als Hochschule sehen wir es als unsere Aufgabe, solche Talente frühzeitig zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Ideen wachsen können.“
Schüler aus Lahnstein erfolgreich
Auch ein Team vom Lahnsteiner Johannes-Gymnasium konnte beim Regionalwettbewerb überzeugen. Titus von Deringer, Simon Croonenberg und Noah Finn Loß forschen zu einer Möglichkeit, mit der man aus Pilzmyzel Klemmbausteine herstellen kann. „Wir zerkleinern das gewachsene Myzel verschiedener Pilzarten, pressen es in 3D-gedruckte Formen und trocknen die Steine im Backofen. Durch unsere Forschung möchten wir die Spielzeugindustrie nachhaltiger gestalten“, erklären die drei Schüler. Die Jury vergab dem Team den zweiten Platz im Fachgebiet Biologie.
Simon Croonenberg und Titus von Deringer forschen zu nachhaltigen Herstellungsmethoden von Steckbausteinen | Foto: Sascha Ditscher/evm Mit Pilzen hatte ein weiteres Erfolgsprojekt aus Lahnstein zu tun: Samuel Groß, Paul Annemaier und Jakob Fröhlich vom Johannes-Gymnasium untersuchten, wie Pilze als Nachtlampen fungieren können. Bei Jugend forscht junior kamen sie damit auf Rang zwei. Für Klara Weiß aus Lahnstein und ihre Mitschülerin Kari Kläsen aus Koblenz geht es beim Landeswettbewerb weiter. Die beiden besuchen das Koblenzer Görres-Gymnasium und überzeugten im Fachgebiet Chemie mit ihren „Supercaps“. „Im Gegenteil zu einer herkömmlichen Batterie können Supercaps sehr schnell geladen und entladen werden. Uns ist es gelungen, ein einen solchen Superkondensator nachzubauen und seine Kapazität zu erhöhen“, erklärten die beiden ihr Projekt.
Landeswettbewerb
Für die Erstplatzierten geht es schon in wenigen Wochen weiter. Vom 17. bis 19. März findet bei der BASF in Ludwigshafen der Landeswettbewerb „Jugend forscht“ statt. Für die jüngeren Siegerinnen und Sieger geht es am 23. und 24. April zu Boehringer Ingelheim. Dort wird der Landeswettbewerb von „Jugend forsch junior“ ausgetragen. „Ich freue mich, dass unsere Region mit so spannenden und innovativen Projekten vertreten ist. Ich drücke all unseren Regionalsiegern fest die Daumen und hoffe, dass sich einige dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren“, so Patenbeauftragter Peerenboom (pm evm).
Lahnstein
Tag der offenen Tür im Waldkindergarten Lahnstein: LahnKobolde öffnen am 21. Februar für alle Interessierten
LAHNSTEIN Am Samstag, 21. Februar sind Interessierte von 10.00 bis 14.00 Uhr herzlich zum Tag der offenen Tür in den Waldkindergarten LahnKobolde, Dr.-Max-Otto-Bruker-Straße 1, eingeladen.
Interessierte Familien, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie alle Neugierigen haben an diesem Tag die Gelegenheit, den besonderen Alltag des Waldkindergartens kennenzulernen. Nach der offiziellen Begrüßung steht die Entdeckung des Geländes der LahnKobolde auf dem Programm. Dabei erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die pädagogische Arbeit und die naturnahe Umgebung, in der die Kinder lernen und wachsen.
Der „Baum der Gespräche“ bietet Raum für Austausch, Fragen und Begegnungen. Außerdem stellen sich sowohl der Förderverein als auch die Dr.-Max-Otto-Bruker-Stiftung vor und informieren über ihre Arbeit und Unterstützung des Waldkindergartens.
Das Team der LahnKobolde beschreibt seine Philosophie mit den Worten: „In unserem Waldkindergarten wird aus einem Samen Hoffnung, aus einem Setzling Vertrauen und aus einem Baum eine blühende Gemeinschaft.“
Weitere Informationen zum Waldkindergarten finden sich unter www.lahnstein.de/waldkiga.
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