Koblenz
Gericht hat entschieden: Gnadenhof in der Eifel muss Hunde abgeben
Gericht hat entschieden: Gnadenhof in der Eifel muss Hunde abgeben
KOBLENZ Das Oberverwaltungsgericht Koblenz hat heute in seiner Entscheidung bekannt gegeben, dass es grundsätzlich dem erstinstanzlichen Urteil vor dem Verwaltungsgericht Koblenz beipflichtet und das Urteil bestätigt. Das Verwaltungsgericht teilte seinerzeit mit, dass es auf dem Gnadenhof in Harscheid Mängel gegeben habe. Bei einem Besuch des Veterinäramtes mit der Polizei im Oktober 2023 sollen Hunde verfilztes fell gehabt haben, und angetrocknet Kot und Urin in einem Einzelbereich festgestellt worden sein. Das Verwaltungsgericht Koblenz war davon überzeugt, dass es sich um eine andauernde Vernachlässigung der Tiere im Pflegebereich handeln würde. Dazu sollen auch die Krallen der Tiere nicht hinlänglich gekürzt worden sein.
Anzeige In einem Eilrechtsschutzverfahren bestätigte nun das Oberverwaltungsgericht Koblenz die Einschätzung des Verwaltungsgerichtes Koblenz. Im Beschluss wird ausgeführt, dass das Verwaltungsgericht Koblenz zutreffend feststellte, dass es bei Vorortkontrolle mit amtstierärztlichen Feststellungen erhebliche tierschutzrechtliche Verstöße gegeben hätten (siehe oben). Außerdem wären die nicht aneinander gewöhnten Hunde entgegen der tierschutzrechtlichen Vorgaben gemeinsam untergebracht worden. Auch beißender Geruch von Urin und Kot wäre seinerzeit festgestellt worden.
Grund genug für das Oberverwaltungsgericht Koblenz, das erstinstanzliche Urteil zu bestätigen und der Hundebesitzerin aufzuerlegen, sich bis auf fünf Hunde von allen 61 Tieren zu trennen. Das Aus für den Gnadenhof in der Eifel. Auch wir haben uns vom BEN Kurier den Gnadenhof in Harscheid angesehen und durften sämtliche Räume betreten. Unsaubere Zustände oder ungepflegte Tiere konnten wir nicht feststellen. Das Oberverwaltungsgericht Koblenz bestätigte die erstinstanzliche Einschätzung des Verwaltungsgerichtes Koblenz, ohne sich selber vor Ort zu erkundigen oder erneut einen neutralen Tiersachverständigen mit der Begutachtung zu beauftragen.
So reichte eine amtstierärztliche Vorortkontrolle für eine Beweiswürdigung dem Gericht aus, um das Urteil zu bestätigen. Dabei hatte gerade dieser Fall viel Aufsehen erregt. In den sozialen Medien hatten sich vereinzelte sogenannte Hater-Gruppen gegen die Betreiberin des Gnadenhofes gebildet. Dabei soll es laut der Hausinhaberin Anrufe unter ihrem Namen bei Ärzten, Anwälten oder Veranstaltern gegeben haben, um ihr zu schaden. Unter anderem war sie nominiert für einen Preis bei der Bitburger Brauerei. Die soll einen Brief unter dem Namen der Betreiberin des Gnadenhofes erhalten haben, worin mitgeteilt wurde, dass sie auf den Preis verzichten würde.
Besonders in der jüngsten Vergangenheit hat der Gnadenhof der 61 Tiere viel Zuspruch erfahren. Doch beim Oberverwaltungsgericht in Koblenz war nun Schluss: Ein Ende des Betriebes für die Tiere ist kaum noch aufzuhalten.
Koblenz
Alle Linden im aktuellen Bauabschnitt der Südallee bleiben erhalten
KOBLENZ Gute Nachricht: Die großen Silberlinden in der Südallee zwischen Ludwigstraße und St.-Joseph-Straße sind alle standsicher. Das hat eine Untersuchung der Bäume im aktuellen Bauabschnitt im Rahmen des Ausbaus der Südallee ergeben. Bei einer Silberlinde überprüfte zusätzlich ein externer Gutachter die Verkehrssicherheit mittels eines Zugversuchs. Auch dieser Baum kann erhalten bleiben.
Nach den Ausbaumaßnahmen sind zusätzliche Pflegemaßnahmen an den Linden zur Förderung ihrer Vitalität und für eine möglichst lange Standzeit geplant. Außerdem stehen den Bäumen dann deutlich größere Flächen zum Durchwurzeln zur Verfügung.
Derzeit werden die Rohrleitungen im Bereich zwischen Ludwigstraße und St.-Joseph-Straße erneuert. Im angrenzenden Abschnitt ist die Asphaltdecke bereits aufgebracht. Aktuell werden dort die Baumbeete und Parkstände hergestellt. Für die neuen Parkstände wird das Grauwacke-Natursteinpflaster der alten Südallee wiederverwendet. Die Verlegung erfolgt in Segmentbögen nach historischem Vorbild. Im Anschluss folgt der Bau der neuen Gehwege.
Koblenz
Närrischer Glanz im Atrium: Oberbürgermeister empfängt Koblenzer Tollitäten
KOBLENZ Er ist seit Jahren ein fester Bestandteil im närrischen Terminkalender in Koblenz: Der Tollitätenempfang des Koblenzer Oberbürgermeisters. Auch in diesem Jahr ließ es sich David Langner nicht nehmen, das amtierende Tollitätenpaar Prinz Oli, der närrische Zeitungsjung, und Confluentia Ricarda samt Gefolge im voll besetzten Atrium der Rhein-Mosel-Halle zu empfangen. Mit ihm Gepäck hatte der Stadtchef ein vielfältiges Programm, das vonseiten der Stadtverwaltung auf die Beine gestellt wurde.
Während nicht nur die Saalband Vinnie Cooper den Saal anheizte, sondern auch die Schängel Gugge mit ihrer mitreißenden, energiegeladenen, rhythmisch mitreißenden Blasmusik für Stimmung sorgten, durften sich auch verschiedene Formationen und Gruppen der Kapuzemänner, die dieses Jahr das Tollitätenpaar der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval stellen, im Saal beweisen. So konnten für den Gardebereich Solomariechen Mariella Kiefer, die Garde Twins Marie und Angelina Leschner und das Garde-Paar Lewent Boos und Ayleen Leisten ihr Können unter Beweis stellen. Ein Showtanz mit ganz viel Liebe, die sich auch im Motto „Jeck vor Liebe – himmlisch und verrückt“ widerspiegelte, boten unterdessen die Großen Funken.
Jessica Fuchs bereitete derweil ihr eigenes musikalisches und rednerisches Chili mit ihrem Karnevalsprogramm „CHiLi con KARNEval“ zu, während Zugmarschall Olav Kullak in einer augenzwinkernden Rede die Stadtspitze auf heiße närrische Tage und die Rathausstürmung, die dieses Jahr auf dem Plan stattfinden wird, einstimmte. Oberbürgermeister David Langner selbst ließ es sich nicht nehmen, in die Bütt zu steigen und blickte als Schängel vom Rathausbrunnen aus humoristisch auf das abgelaufene Jahr und hatte dabei so manche Spitzen in Richtung Politik und Lokalprominenz parat.
Der Koblenzer Stadtchef, der bei der Moderation von Andreas Egenolf unterstützt wurde, nutzte den Abend allerdings auch, um Danke zu sagen. „Ohne die Vereine und den Einsatz der zahlreichen Ehrenamtlichen wäre der Koblenzer Karneval nicht möglich. Dafür gebührt allen, die sich rund um die fünfte Jahreszeit engagieren, mein großer Dank“, erklärte Langner im Rahmen des Tollitätenempfangs. Besonders für ihren Einsatz im Koblenzer Karneval wurden Verena Müller-Dötsch und Ulrich Schröder ausgezeichnet, die hierfür neben dem Schängelorden auch eine Urkunde aus den Händen des Oberbürgermeisters erhielten.
Freuen durfte sich an diesem Abend auch das Koblenzer Tollitätenpaar, denn Prinz Oli und Confluentia Ricarda erspielten sich bei einem Quiz rund um den Karneval in der Rhein-Mosel-Stadt 1111 Euro. Dieses Geld soll zugunsten der Aktion „Versteckte Engel“ der Tafel Koblenz gespendet werden, die Geld für Kinder in Notlagen sammelt.
Koblenz
Bezahlbarer Wohnraum beugt Obdachlosigkeit vor: 1000 Euro Spende ans Mampf Koblenz Die Linke Koblenz / Rhein-Lahn übergibt 1000 €-Spende an das Mampf
KOBLENZ Im Dezember 2025 war es zum neunten Mal, dass die Partei Die Linke in Koblen die „Aktion gegen soziale Kälte“ veranstaltete. An den vier Samstagen vor Weihnachten stand Die Linke erneut mit ihrem roten Pavillon von 11 bis 15 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz und beköstigte Obdachlose und Hilfsbedürftige sowohl mit selbstgekochter Suppe als auch Kaffee, Tee und Backwaren. Außerdem gab es wie in jedem Jahr Hygienetaschen und Taschen mit Lebensmitteln (z.B. gefüllt mit Lebensmitteldosen, Backwaren, Obst und Süßigkeiten) sowie einen Stand mit Kleiderspenden, mit Pullovern bis zu Wolldecken und Schlafsäcken.
Zudem hatte Die Linke auch eine Spendenbox für das Mampf, das Obdachlosenrestaurant in Koblenz, aufgestellt. Den Spendenbetrag von ca. 800 Euro, der von der Partei auf 1000 Euro aufgerundet wurde, wurde nun am 30. Januar übergeben.
Wolfgang Braun (Vorsitzender der Schachtel e.V., dem Verein hinter dem Mampf) bedankte sich bei der Linken für die Spende und betonte: „Das ist eine großartige Spende, doppelt so viel wie im letzten Jahr, vielen Dank! Allerdings haben wir das Anliegen, dass Menschen, die sich für wohnungslose Menschen einsetzen, auch Mitglied in unserem Verein werden.“
Ursula Rosenbaum (Die Linke Koblenz), die über das ganze Jahr hinweg die Sachspenden für die „Aktion gegen soziale Kälte“ sammelt sowie selbst Mitglied im Schachtel-Verein ist, betont: „Wir merken mit jedem Jahr, wie schlecht es den Menschen geht. Auffällig ist auch, dass viele junge Menschen dabei sind. Wie können wir das als Gesellschaft weiter zulassen? Wir versuchen für sie mit unserer Aktion da zu sein, aber das reicht bei Weitem nicht aus. Daher möchte auch ich nochmals sagen: Werdet Mitglied bei der Schachtel e.V. – damit die Lobby für Wohnungs- und Obdachlose größerer wird.“ Weitere Infos zur Mitgliedschaft hi https://schachtel-koblenz.de
Auf die Frage, was gegen Obdach- und Wohnungslosigkeit getan werden kann, sagte Jürgen Michel (Streetworker bei Die Schachtel): „Bezahlbarer Wohnraum beugt Obdach- und Wohnungslosigkeit vor. Im letzten ¾ Jahr hat sich die Zahl der Obdach- und Wohnungslosen in Koblenz um 50% erhöht – das liegt auch am fehlenden bezahlbaren Wohnraum. Wir haben derzeit in Koblenz nachweislich ca. 360 wohnungslose Menschen; inklusive Dunkelziffer kommen wir auf 600! Auch durch die neuen Sanktionen für Grundsicherungs-Beziehende wird sich für viele Menschen die Situation weiter verschlimmern. Umso wichtiger ist es, dass z.B. Kommunen sich stärker für eine dauerhafte Finanzierung von Obdachlosenhilfen und Housing First Programmen einsetzen“, so Michel.
Für Die Linke ist das Thema bezahlbarer Wohnraum besonders wichtig. Sie setzt sich u.a. dafür ein, dass illegal hohe Mieten effizienter erkannt und bestraft werden, dazu hat sie ein eigene App entwickelt, die sog. mietwucher.app, die auch für Koblenz gilt. Sie ist für alle nutzbar: www.mietwucher.app Abschließend möchte sich Die Linke bei allen Spender*innen sowie bei allenHelfenden am Stand bedanken, ohne die die „Aktion gegen soziale Kälte“ nicht möglich wäre.
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