Schulen
„GemüseAckerdemie“ an der RiA Hahnstätten soll sich verstetigen
Bildunterschrift: Schülerinnen und Schüler sowie die ehrenamtlich tätigen Personen gruppierten sich mit Lehrerin Daniela Scheid (links), Schulleiter Achim Lehnert (Bildmitte) sowie Alexandra Döring (Regional-Koordinatorin Acker e.V.) zum Erinnerungsfoto.
Foto: Entwicklungsagentur Aar-Einrich
HAHNSTÄTTEN „Seit drei Jahren läuft das Projekt „GemüseAckerdemie“ an der Realschule plus im Aartal“, erläutert Lehrerin Daniela Scheid zu Beginn der Pflanzaktion auf dem Gelände der RiA in Hahnstätten. Und wenn es nach ihr und dem Willen von Schulleiter Achim Lehnert geht, soll das auch in den kommenden Jahren der Fall sein.
Im Rahmen der Pflanzaktion bewiesen die Schülerinnen und Schüler der Projekt-AG „Ackerdemia“ ihre Fähigkeiten auf dem Schulacker in der Aar-Metropole. Und dass es den jungen Gemüsebauern große Freude bereitet war nicht nur Philipp Hansmann, einem der Schüler, anzusehen. Mit großem Einsatz, sowie Schippen und Schaufeln ausgestattet, gingen die Kids zu Werke. „Bei uns gibt es kein elektronisches Gerät“, erklärte Scheid weiter und lobte den Umgang der Jugendlichen mit den Pflanzen. Neben der regelmäßigen Pflege stehen „Beete anlegen“ oder „Pflanzaktionen“ auf dem Stundenplan. „Es gilt den Schulacker zu bewirtschaften“, gab Scheid weiter zu Protokoll.
Wie vielfältig die Ernte nach den Pflanzaktionen ausfällt, zeigt ein Blick über den Acker. Neben Kürbissen, Tomaten, Zucchini, Gurken, Fenchel, Rauke, Kresse, Möhren, Salat, Kohlrabi, Mangold, Radieschen, (Frühlings-)zwiebeln, Zuckererbsen und Kartoffeln, werden zum eigenen Verbrauch auch Früchte wie Erdbeeren angebaut. „Bei uns gilt zudem das Prinzip, dass der Verzehr jedem zusteht, der arbeitet“, so Scheid weiter. „Was nicht gegessen wird, geht zur Weiterverarbeitung an die Mensa und das Küchenteam um Angelika Rump im Schulzentrum“, fuhr Scheid fort, die damit auch die nachhaltige Verwertung der selbst angebauten Lebensmittel in den Mittelpunkt stellte. „Mit dem Bau eines Insektenhotels sowie dem Anlegen eines Blumenbeetes wurden den Kindern weitere naturbezogene Dinge vermittelt“, gab Scheid abschließend zu Protokoll.
Bildungsprogramm „GemüseAckerdemie“ des Landes Rheinland-Pfalz wird an der Realschule plus im Aartal (RiA) gut angenommen – es soll Schülerinnen und Schüler für Natur und Nachhaltigkeit begeistern. Ziel ist eine Verstetigung über die nächsten Jahre
Alexandra Döring, regionale Koordinatorin des Förderers Acker e.V., fungierte bei der Pflanzaktion derweil als ‚Mentorin‘ und stellte das Bildungsprogramm „Gemüse-Ackerdemie“ allen Interessierten vor. Döring führte 20 Projekte in Rheinland-Pfalz an und sprach bundesweit von 1.300 Lernorten, auch in Kindertagesstätten. „So erreichen wir rund 55.000 Kinder – die wir auf die Äcker bringen“, sagte sie stolz.
Döring, die das Projekt in Hahnstätten seit Anbeginn begleitet, sorgte auch mit Pflanzen und Saatgut dafür, dass die Pflanzaktion an der RiA entsprechend umgesetzt werden konnte. „Uns ist es allerdings sehr wichtig, dass ein Eigenengagement der Schule gegeben ist“, sagte Döring und lobte das RiA-Team. „Hier in Hahnstätten ist man bemüht, dass Projekt am Lernort zu verstetigen. Wir sind bereits in Gesprächen über die Planung der nächsten Saison“, ergänzte Döring zum Abschluss.
Schulleiter Lehnert zeigte sich ob der lobenden Worte und über das ‚tolle Statement‘ erfreut. Lehnert dankte den Schülerinnen und Schülern sowie Daniela Scheid und den ehrenamtlich tätigen Personen (Barbara Scheid & Karin Bender) für Einsatz und Engagement – „ohne Euch ist es nicht möglich wäre. Im Rahmen des BNE-Programms (Bildung und nachhaltige Entwicklung) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind wir zudem in Gesprächen, dass Projekt nachhaltig mit einem eigenen Profil in unseren Schulablauf zu integrieren“, sagte Lehnert zum Abschluss.
Schulen
Wilhelm-Hofmann-Gymnasium St. Goarshausen: Ersatzneubau nach Betonmängeln – Baustart für 2026 Startschuss im 3. Quartal 2026
ST. GOARSHAUSEN Im Zuge der Brandschutzsanierung des Hauptgebäudes des Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums (Baujahr 1962) wurde festgestellt, dass teilweise der Beton der vorhandenen Betondecken mangelhaft ist.
Die Verwaltung wurde beauftragt, die weiteren Schritte zur Teilerneuerung des Schulgebäudes zu erarbeiten.
Nachdem die vorbereitenden Maßnahmen und der Abriss des schadhaften Gebäudeflügels bereits in den Sommerferien 2023 erfolgt sind, wurde durch das Architekturbüro ZAESKE aus Wiesbaden der Ersatzneubau am Wilhelm-Hofmann Gymnasium St. Goarshausen geplant.
Nach Abstimmungen mit den einzelnen Fachbehörden und der Schulleitung wurde die Genehmigung im Juni 2025 für das Bauvorhaben durch die untere Baubehörde erteilt.
Am 6. Oktober 2025 erhielt der Rhein-Lahn-Kreis durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Koblenz die schulbehördliche Genehmigung und Zustimmung
zum vorzeitigen Baubeginn für den Neubau eines Gebäudetraktes am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium in St. Goarshausen.
Für die Umsetzung der Baumaßnahme wurden die entsprechenden Ausführungsplanungen inklusive der Leistungsverzeichnisse erstellt und die Kostenansätze konkretisiert. Mit der Bauausführung soll im 3.Quartal 2026 begonnen werden. Dafür müssen ab März 2026 EU- weite Ausschreibungen durchgeführt und
Aufträge in diversen Gewerken vergeben werden.
In der Kreisausschusssitzung am vergangen Montag stellte das Architekturbüro ZAESKE anhand einer Präsentation die aktuelle Terminplanung, die Kostenbudgetplanung, den Vergabeterminplan und die weiteren Schritte im Bauablauf für die Umsetzung der Maßnahme vorstellen.
Die Haushaltsmittel für die aktuellen Ausschreibungen 2026 und folgend wurden für den Finanzplanungszeitraum 2025 bis zum Jahr 2029 eingeplant und zur Verfügung gestellt.
Weitere Haushaltsmittel sind ggfls. zusätzlich bereitzustellen.
Der Kreisausschuss nahm einstimmig den Beschlussvorschlag der Verwaltung an und erteilte die Freigabe der vorgestellten Ausschreibungen anhand des Vergabeterminplans im Rahmen der Umsetzung des Ersatzneubaus am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium. (pm: Kreisverwaltung Rhein-Lahn)
Lahnstein
Jugend forscht: Lahnsteiner Schüler überzeugen im Regionalwettbewerb Über 100 Schüler beeindrucken im Regionalwettbewerb mit ihrem Forschergeist
LAHNSTEIN Kann man aus Pilzen Bausteine herstellen? Hat die Lichtfarbe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Solaranlagen? Wie reagieren Ameisen auf Mikroplastik? Auf diese und viele weitere Fragen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gefunden. Im Rahmen des Koblenzer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ präsentierten sie jetzt ihre Projekte in den Räumen der Hochschule Koblenz und stellten sich den Bewertungen der Fachjury. Am Ende qualifizierten sich 12 Kinder und Jugendliche für den Landeswettbewerb und sind damit eine Runde weiter.
Ob mit Modellen, Programmen oder Versuchsaufbauten – auf ganz unterschiedliche Art und Weise präsentierten Schülerinnen und Schüler in der Hochschule Koblenz auf der Karthause ihre Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt 109 Kinder und Jugendliche vor allem aus Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, dem Kreis Neuwied, dem Westerwaldkreis, dem Kreis Altenkirchen und dem Rhein-Lahn-Kreis hatten sich diesmal am Wettbewerb beteiligt und dazu 61 Projekte eingereicht. „Die Fülle und Qualität der diesjährigen Beiträge zeigt einmal wieder, wie wichtig dieser Wettbewerb zur Förderung des Wissenschaftsnachwuchses ist“, erklärt Marcelo Peerenboom, Patenbeauftragter der Energieversorgung Mittelrhein (evm). Die evm richtet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal den Wettbewerb als Patenunternehmen aus. „Seit 25 Jahren fördert die Energieversorgung Mittelrhein als Patenunternehmen den regionalen Wissenschaftsnachwuchs. Für die langjährige Unterstützung danken wir der evm herzlich“, sagte Kristina Ollrogge von der Bundesstiftung Jugend forscht. „Dass ein Unternehmen sich über so viele Jahre engagiert, ist keine Selbstverständlichkeit“, so Ollrogge, die eigens aus Hamburg nach Koblenz gekommen war, um zu gratulieren. Ihr Dank galt auch Helmut Meixner und Julia Zander, die den Wettbewerb leiten.
Auch der Präsident der gastgebenden Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Karl Stoffel, war begeistert: „Der Wettbewerb ‚Jugend forscht‘ zeigt jedes Jahr aufs Neue, mit wie viel Kreativität, Ausdauer und wissenschaftlicher Neugier junge Menschen an Fragestellungen unserer Zeit herangehen. Dieses Engagement beeindruckt mich sehr. Als Hochschule sehen wir es als unsere Aufgabe, solche Talente frühzeitig zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Ideen wachsen können.“
Schüler aus Lahnstein erfolgreich
Auch ein Team vom Lahnsteiner Johannes-Gymnasium konnte beim Regionalwettbewerb überzeugen. Titus von Deringer, Simon Croonenberg und Noah Finn Loß forschen zu einer Möglichkeit, mit der man aus Pilzmyzel Klemmbausteine herstellen kann. „Wir zerkleinern das gewachsene Myzel verschiedener Pilzarten, pressen es in 3D-gedruckte Formen und trocknen die Steine im Backofen. Durch unsere Forschung möchten wir die Spielzeugindustrie nachhaltiger gestalten“, erklären die drei Schüler. Die Jury vergab dem Team den zweiten Platz im Fachgebiet Biologie.
Simon Croonenberg und Titus von Deringer forschen zu nachhaltigen Herstellungsmethoden von Steckbausteinen | Foto: Sascha Ditscher/evm Mit Pilzen hatte ein weiteres Erfolgsprojekt aus Lahnstein zu tun: Samuel Groß, Paul Annemaier und Jakob Fröhlich vom Johannes-Gymnasium untersuchten, wie Pilze als Nachtlampen fungieren können. Bei Jugend forscht junior kamen sie damit auf Rang zwei. Für Klara Weiß aus Lahnstein und ihre Mitschülerin Kari Kläsen aus Koblenz geht es beim Landeswettbewerb weiter. Die beiden besuchen das Koblenzer Görres-Gymnasium und überzeugten im Fachgebiet Chemie mit ihren „Supercaps“. „Im Gegenteil zu einer herkömmlichen Batterie können Supercaps sehr schnell geladen und entladen werden. Uns ist es gelungen, ein einen solchen Superkondensator nachzubauen und seine Kapazität zu erhöhen“, erklärten die beiden ihr Projekt.
Landeswettbewerb
Für die Erstplatzierten geht es schon in wenigen Wochen weiter. Vom 17. bis 19. März findet bei der BASF in Ludwigshafen der Landeswettbewerb „Jugend forscht“ statt. Für die jüngeren Siegerinnen und Sieger geht es am 23. und 24. April zu Boehringer Ingelheim. Dort wird der Landeswettbewerb von „Jugend forsch junior“ ausgetragen. „Ich freue mich, dass unsere Region mit so spannenden und innovativen Projekten vertreten ist. Ich drücke all unseren Regionalsiegern fest die Daumen und hoffe, dass sich einige dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren“, so Patenbeauftragter Peerenboom (pm evm).
Schulen
Schulleiter Martin Ufer verlässt diesen Monat den Leifheit-Campus in Nassau: Stellvertreter übernimmt!
NASSAU Auf Presseanfrage des BEN Kurier teilte der Leifheit-Campus in Nassau mit, dass der Schulleiter Martin Ufer den Leifheit-Campus zum Ende dieses Monats verlassen und wieder in den kirchlichen Dienst zurückkehren wird. Herr Ufer war für seine Tätigkeit als Schulleiter am Leifheit-Campus freigestellt und nimmt nun seinen originären kirchlichen Dienst wieder auf. Diese Rückkehr erfolge im gegenseitigen Einvernehmen und auf Grundlage gemeinsamer Absprachen im Vorfeld.
„Herr Ufer hat den Leifheit-Campus in den vergangenen neuneinhalb Jahren engagiert, erfolgreich und mit großer persönlicher Verbundenheit geprägt. Für sein großes Engagement und seinen Einsatz danken wir ihm ausdrücklich. In der öffentlichen Wahrnehmung mag der Wechsel kurzfristig erscheinen, der Prozess ist jedoch gut vorbereitet, abgestimmt und geht geordnete Wege.
Die Leitung des Leifheit-Campus ist weiterhin verlässlich und gewohnt stark aufgestellt. Die kommissarische Schulleitung übernimmt Herr Manuel Blank, bisher stellvertretender Schulleiter, unterstützt von Herrn Alexander Schurath als kommissarischem stellvertretenden Schulleiter. Beide sind mit den Aufgaben, Strukturen und Herausforderungen der Schulleitung bestens vertraut.
Herr Ufer hat die Schulgemeinschaft bereits informiert und übergibt die Leitung in vertrauensvolle Hände, was er gegenüber Lehrkräften, Lernenden sowie Eltern transparent kommuniziert hat.“
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