Koblenz
CDU stellt Landesliste für die Bundestagswahl auf
Das ist eine echte Überraschung: Amal Fischer kandidiert auf der CDU-Landesliste für den Bundestag. Bundestagsabgeordneter Josef Oster unterstützt die Bewerbung der Braubacherin.
RHEIN-LAHN Diese Nominierung für die Landesliste der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) bei der kommenden Bundestagswahl ist eine faustdicke Überraschung. Neben dem Koblenzer Wahlkreisabgeordneten Josef Oster tritt auch die Braubacherin Amal Fischer im September für die Wahl zum Deutschen Bundestag an. Oster selbst hatte die 41-jährige für die Nominierung auf der Landesliste seiner Partei vorgeschlagen.
Im Rahmen der Landesvertreterversammlung der CDU am 8. Mai, die in diesem Jahr Corona-bedingt virtuell als Videokonferenz abgehalten werden musste, wurden sowohl Oster als auch Fischer von den Delegierten ihrer Partei bestätigt. Oster hat Platz 12, Fischer Platz 21 inne. Angeführt wird die 41 Kandidatinnen und Kandidaten umfassende Liste von der CDU-Landesvorsitzenden Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner.
„Mit Amal Fischer tritt eine junge, engagierte Frau für unsere Partei an, die als berufstätige Ehefrau und Mutter jeden Tag erfolgreich ihren Alltag meistert“, so Oster.
Amal Fischer lebt seit 2006 in Braubach am Rhein. Ursprünglich stammt sie aus dem Libanon. In Beirut ist sie aufgewachsen. Dort lebt auch noch ihre Familie. Als aktives Mitglied ihrer evangelischen Kirchengemeinde in Beirut kam sie im Rahmen eines Jugendaustausches 2003 nach Deutschland, wo sie ihren Ehemann kennenlernte. Nach Abschluss ihres Studiums heiratete sie und zog nach Deutschland. Mit ihrem Mann Markus und den beiden Kindern Annemarie und Julian lebt sie noch heute in der Marksburgstadt Braubach am Rhein, wo sie tief verwurzelt ist. Hier engagiert sie sich als Mitglied des Verbandsgemeinderats der VG Loreley und im Präsidium des von ihr und ihrem Mann gegründeten Wohltätigkeitsvereins Braubacher Hoffnungszeichen e. V.. Ihre politische Heimat hat die engagierte Christin in der CDU gefunden. „Ich mag die Region und ich mag die Menschen, die hier leben. Hier bin ich mit offenen Armen aufgenommen worden und heute vielen Menschen eng verbunden. Gerade als berufstätige Mutter von zwei kleinen Kindern weiß ich, wie schwierig die vergangenen Corona-Monate für viele Menschen waren. Meine Erfahrung, mein Engagement und meine Liebe zu den Menschen möchte ich gerne einbringen. Wenn ich Deutschland mit meinem Dienst etwas zurückgeben kann, für all das Gute, was ich hier erfahren durfte, würde mich das sehr freuen.“
Amal Fischer hat in Beirut Rechtswissenschaft und Pädagogik studiert. Nach dem Uniabschluss in Literaturwissenschaft und Pädagogik arbeitet sie heute als Lehrerin in Koblenz. Mit dem CDU Bezirksvorsitzenden Matthias Lammert hinter sich und dem Bundestagsabgeordneten Josef Oster an ihrer Seite hat sie starke Mentoren und Förderer ihre Arbeit gefunden. Josef Oster ist sich sicher: „Wir brauchen in unserem Land keine Miesmacher, sondern Mutmacher und vor allem Mitmacher. Amal Fischer ist ein Paradebeispiel dafür, wie man sich hier in Deutschland für die Gesellschaft engagieren kann, damit es allen, die hier leben, auch weiter gut geht und Deutschlands Zukunft in Frieden und Freiheit gesichert ist.“
Koblenz
Befreiung des KZ Auschwitz vor 81 Jahren: Mehrere Veranstaltungen in Koblenz Erinnerung an die Opfer aufrechterhalten!
KOBLENZ Am 27. Januar jährt sich zum 81. Mal die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Aus diesem Anlass finden in Koblenz mehrere Veranstaltungen statt, die den Opfern des Nationalsozialismus gedenken und die Erinnerung an ihr Schicksal aufrechterhalten.
Noch bis Freitag, 6. Februar, wird in einer Ausstellung in der Citykirche an die Verschleppung von 150 Bewohnerinnen der damaligen „Idiotenanstalt Kühr“ im Mai 1943 in drei deutsche NS-Tötungsanstalten und von dort aus in weitere Tötungsanstalten im von Deutschland besetzten Polen erinnert. Ergänzend dazu zeigt die Ausstellung vom Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e. V., erarbeitete Biografien von Menschen aus Koblenz und Umgebung, die aufgrund des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ zwangsweise sterilisiert oder in der Tötungsanstalt Hadamar bei Limburg an der Lahn ermordet wurden.
Am Dienstag, 27. Januar, gedenkt die Bürgerinitiative „Unsere Altstadt“ um 17 Uhr an der Stele Balduinstraße (Vorplatz des „Hotel Super 8“ / Görgenstraße) den Opfern aus der Altstadt. Die Balduinstraße war lange Zeit als „kleine Judengasse“ bekannt. Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden Juden aus der Altstadt in sogenannten „Judenhäusern“ untergebracht, bis sie in die Vernichtungslager der NS-Diktatur deportiert wurden.
Eine weitere Gedenkveranstaltung findet ebenfalls am 27. Januar um 17.30 Uhr am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz statt. Oberbürgermeister David Langner gedenkt dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Hans-Zulliger-Schule und der Diesterweg-Schule den NS-Opfern aus Koblenz und Umgebung. Im Zentrum des Erinnerns stehen Menschen, die Opfer von Zwangssterilisationen und Krankenmorden wurden.
Den Schlusspunkt bildet eine anschließende Gedenkveranstaltung in der Citykirche mit Ansprachen des Oberbürgermeisters, des Vorsitzenden des Fördervereins Mahnmal Koblenz, Martin Schlüter sowie einem christlich-jüdischen Gebet. Die Gedenkstunde wird musikalisch umrahmt von Eleonore Ciupka (Flöte) und Werner Höss (Orgel). Anschließend besteht die Möglichkeit, die Ausstellung zu besichtigen. (pm: Stadt Koblenz)
Blaulicht
Betrugsserie mit falschen Polizeibeamten im Rhein-Lahn-Kreis: Prozess gegen 19-Jährigen startet in Koblenz
OBERNHOF|BAD EMS Vor der 9. Strafkammer des Landgericht Koblenz beginnt am 22. Januar ein Strafprozess gegen einen 19 Jahre alten Angeklagten. Die Staatsanwaltschaft sieht ihn als Teil einer Betrugsgruppe, die ältere Menschen mit der Masche angeblicher Polizeianrufe um ihr Vermögen gebracht haben soll. Für das Verfahren sind insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt.
Nach dem Vorwurf der Anklage soll der Angeklagte als Heranwachsender an einer Serie von Betrugstaten beteiligt gewesen sein, die sich unter anderem in Bad Ems, Obernhof und Koblenz ereignet haben sollen. Insgesamt stehen elf Fälle im Raum, wobei es in einem Fall bei einem Versuch geblieben sein soll.
Die mutmaßlichen Täter sollen arbeitsteilig vorgegangen sein. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft übernahmen einzelne Beteiligte Telefonanrufe, in denen sie sich als Polizeibeamte ausgaben. Den Angerufenen sei vorgespiegelt worden, dass Einbrüche oder andere Straftaten in ihrer Nähe stattgefunden hätten und ihre Ersparnisse deshalb in Gefahr seien.
In der Folge sollen die Geschädigten dazu gebracht worden sein, Bargeld oder Wertgegenstände zur angeblichen Sicherstellung bereitzulegen. Diese seien anschließend von weiteren Beteiligten persönlich abgeholt worden. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, selbst mehrfach bei solchen Abholungen eingesetzt gewesen zu sein.
Mindestens eine geplante Übergabe scheiterte laut Anklage, weil die Betroffenen misstrauisch wurden und die echte Polizei einschalteten. Dadurch konnte ein weiterer Schaden verhindert werden.
Mit dem nun beginnenden Prozess will das Gericht klären, welche Rolle der Angeklagte innerhalb der mutmaßlichen Betrugsstruktur spielte und ob die Voraussetzungen für eine Verurteilung wegen banden- und gewerbsmäßigen Betrugs vorliegen.
Koblenz
Sportfreunde Eisbachtal sichern sich den Sieg beim evm-Junior-Cup in Mülheim-Kärlich
MÜLHEIM-KÄRLICH. Beim zehnten evm-Junior-Cup, ausgerichtet vom SG2000 Mülheim-Kärlich 1921 e.V. und unterstützt von der Energieversorgung Mittelrhein (evm), kämpften am Sonntag, 11. Januar, zahlreiche Jugendmannschaften mit großem Sportsgeist um den begehrten Titel. Rund 400 Gäste verfolgten die spannenden Begegnungen in der Philipp-Heift-Halle und sorgten für eine mitreißende Atmosphäre.
Nach packenden Spielen und einem nervenaufreibenden 9-Meter-Schießen setzten sich die Sportfreunde Eisbachtal gegen den Favoriten TUS Koblenz durch und sicherte sich den Turniersieg. Der Titelverteidiger TUS Koblenz belegte in diesem Jahr den zweiten Platz, gefolgt vom JFV Rhein-Hunsrück auf Rang drei.
Doch nicht nur das: Auch Einzelleistungen wurden gewürdigt: Liam Tschauner vom JSG Rhein-Westerwald wurde als bester Torwart ausgezeichnet, während David Szymczuk von den Sportfreunden Eisbachtal den Titel des Torschützenkönigs erhielt. Bester Spieler war Mika Seul von TuS Koblenz.
„Der evm-Junior-Cup ist ein großartiges Event, das jedes Jahr aufs Neue die Bedeutung des Jugendsports in unserer Region unterstreicht. Alle Mannschaften haben mit viel Engagement und Fairness um den Sieg gekämpft“, betont Sara Burdenski, verantwortlich für das Sponsoring der evm. Gemeinsam mit Martina Böth-Baulig, Beigeordnete der Stadt Mülheim-Kärlich, und Winfried Erbar, Beigeordneter der Verbandsgemeinde, überreichte sie den Gewinnern den Pokal. „Wir freuen uns, auch 2026 wieder Partner dieses besonderen Turniers zu sein und den regionalen Sport weiterhin zu unterstützen. Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner zu ihren herausragenden Leistungen“, so Burdenski weiter. Bereits jetzt ist klar, dass der evm-Junior-Cup auch im nächsten Jahr erneut stattfinden wird. Dann heißt es zum elften Mal: Wer gewinnt im Kampf um den begehrten Pokal? (pm: evm)
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