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Keinen Schutz vor Elementarschäden? Bad Emser Versicherung klärt auf

in Panorama/Rhein-Lahn-Kreis/VG Bad Ems-Nassau
Keinen Schutz vor Elementarschäden? Bad Emser Ergo Versicherung klärt auf

BAD EMS Immer häufiger erleiden Hausbesitzer finanzielle Schäden durch Starkregen, Überschwemmungen und andere Elementarereignisse, so wie es in großen Teilen Deutschlands momentan der Fall ist. Besonders Betroffen sind Gebiete in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Trotzdem ist Bundesweit nur etwa jedes dritte Gebäude entsprechend versichert. Deshalb will die ERGO Versicherungsagentur Wink Blas und Kollegen aus Bad Ems das Ausmaß und die Bedrohung bei unzureichender Versicherung nochmal verdeutlichen.

Zahl der Elementarschäden nimmt zu

Wenn es um Naturgefahren geht, fühlen sich die Bundesbürger ziemlich sicher. Bei Umfragen erklärten 90 Prozent der Befragten, dass sie die Gefahr eher gering einschätzen. Doch die Statistik zeichnet ein anderes Bild: Seit 1970 steigt die Zahl der Elementarereignisse in Deutschland. Gerade jetzt im Jahre 2021 haben wir wohl mit einer der schlimmsten Naturkatastrophen Deutschlands zu kämpfen. Starkregen, soviel wie es in den letzten Tagen geregnet hat, regnet es normalerweise innerhalb von 3 Monaten, dadurch sind in Teilen Deutschlands heftige Überschwemmungen aufgetreten. Innerhalb weniger Tage entstanden Schäden in geschätzter Milliardenhöhe. Auch fernab von Flüssen und Seen hieß es „Land unter“, weil die Kanalisation den plötzlichen Starkregen nicht fassen konnte. Für einen Hauseigentümer kann eine Überschwemmung den wirtschaftlichen Ruin bedeuten. Weiterlesen

AFD schämt sich für Kniefall in Wembley – Wir schämen uns für die AFD!

in Panorama/Sport
AFD schämt sich für Kniefall in Wembley - Wir schämen uns für die AFD!

PANORAMA Führende Politiker der AFD spotten über den Kniefall der deutschen Nationalmannschaft im Spiel gegen England in Wembley. Dabei setzte die Löw Elf gemeinsam mit dem britischem Team ein Zeichen gegen Diskriminierung und für Toleranz.

Der Rhein-Lahn-Kreis ist bunt und das ist gut so

Grund genug für den nordrhein-westfälischen AFD Landtagsabgeordneten Sven Tischler über die Aktion zu wettern. „Wer im Trikot der ‘National’-Mannschaft auf Knien herumrutscht, sollte nie mehr den Adler auf der Brust tragen”, schrieb er in einem Twitter Beitrag.

Und dieses hat nunmehr eine neue Qualität der Menschenverachtung erhalten. Denn wir sprechen hier von dem vermeintlich gemäßigten AFD Flügel um den Bundessprecher Prof. Dr. Jörg Meuthen der sich ebenfalls wie folgt äußerte: „Damit stellt sich „Die Mannschaft“ ohne jede Not in den Dienst der sogenannten „Black Lives matter“-Bewegung …..“

Auf dem Boden der Verfassung? Eine Partei der Mitte? Gemäßigt? Deutschland aber normal… Offenbar nicht mit der AFD

Ohne jede Not? Wohl kaum. Das gesetzte Zeichen der deutschen Nationalmannschaft war keines nur zu Gunsten von George Floyd oder Black lives matter sondern vielmehr gegen Rassismus, Diskriminierung und Homophobie und somit auch ein klares Statement gegen die AFD.

Die sportliche Niederlage im Wembley Stadion wird in Vergessenheit geraten aber der Kniefall für die Freiheit, Würde und Menschenrechte wird als deutliches Zeichen überdauern und deshalb durften wir alle an diesem Abend als Sieger vom Platz gehen außer die AFD welche sich erneut in vaterländischen Allmachtsphantasien bedauerte.

Der BEN Kurier veröffentlicht keine AFD Pressemitteilungen mehr

Eine Beatrix von Storch schrieb am 28.06 in einem Facebook und Twitter Tweet, dass die deutsche „Schaft“ im Spiel gegen England vor der LSBTIQ-Lobby den Kniefall machen werde. Dann möge die „Schaft“ in die Knie gehen.

Und glücklicherweise solidarisierten sich die Engländer und deutschen Sportler gegen das ungarisch – orbansche Unrechtsregime und für die sexuelle Freiheit aller Coleur. Und genau dieses widerspricht der homophoben Weltanschauung der AFD.

Dabei kann ein solcher Kniefall vor den Menschenrechten einiges bewirken. Was wäre Deutschland ohne das Zeichen von Willy Brandt 1970 in Warschau? Nur eine spontane Geste? Weit gefehlt. Es war die klare Antwort, dass Deutschland zu seiner Geschichte steht und die Bitte um Vergebung für die Gräueltaten des Naziregimes. Und gleichzeitig sahen die Polen, dass es mehr wie eine freundliche Geste der Annäherung war. Es war die ausgestreckte Hand des Nachbarn der sich seiner Verantwortung bewusst war.

Und nun stehen wir einer AFD gegenüber, die sich selbst im Meuthen Lager gerne als gemäßigten Wolf im Schafspelz zeigt. Doch die Antwort AFD scheint klar: Ja zu Rassismus und Homophobie.

Die Ära Löw endete nicht mit einer Niederlage sondern mit einem Sieg für die bunte Vielfalt und Freiheit der Menschen in der Welt

Kaum anders lassen sich die AFD Äußerungen interpretieren. Nein zu den Rechten von Schwulen, Lesben usw. Nein zu den Rechten von unterdrückten Menschen weil sie eine andere Hautfarbe habe. Und genau diese Selektierung kennen wir aus 1933. Auch dort wurde entschieden welche Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sexuellen Ausrichtung lebenswert sind oder auch nicht.

Der Rhein-Lahn-Kreis ist so herrlich bunt wie die durch die AFD mit „Schwuchtelband“ stigmatisierte Kapitänsbinde von Manuel Neuer. Zahlreiche Projekte im Rhein-Lahn-Kreis stehen für Weltoffenheit. Wir möchten bunt sein. Eines davon unterhält der VfL Bad Ems e.V. mit der Fußball Integrationsmannschaft für Flüchtlinge. Ein tolles Projekt.

Sexuelle Selbstbestimmung? Ein Grundrecht und kein Privileg. Und dafür lohnt es sich zu kämpfen. Die AFD betrachtet jeden Deutschen als privilegiert, doch dabei ist es vielmehr eine Verantwortung für alle Mitmenschen, denn niemand kann sich sein Geburtsland aussuchen.

Die Presse gilt als vierte Gewalt im Staat. Und diese hat die Verpflichtung die Menschen auf unsägliche Umstände hinzuweisen und zum Nachdenken anzuregen. Wir vom BEN Kurier stehen für die Meinungs-, Zensurfreiheit und Überparteilichkeit aber wir setzen uns energisch gegen Ausgrenzung und Menschenverachtung ein. Aus diesem Grunde haben wir gemeinschaftlich in der Redaktion entschieden, dass wir in Zukunft keine Presseinformationen der AFD mehr veröffentlichen werden.

Die Ära Löw endete nicht mit einer Niederlage sondern mit einem Sieg für die bunte Vielfalt und Freiheit der Menschen in der Welt.

Koblenzer Queerbeauftragte trifft irakischen Aktivisten

in Koblenz/Panorama
Koblenzer Queerbeauftragte trifft irakischen Aktivisten

KOBLENZ Dieser Tage hat sich die Koblenzer Queerbeauftragte Ruby Nilges mit dem Aktivisten Amed Sherwan in Koblenz getroffen, um sich über die politischen Zustände in Irakisch-Kurdistan zu auszutauschen.

Amed Sherwan reist unter dem Motto „Queer durchs Land“ durch Deutschland, um Spenden für das LGBTQIA-Projekt „Yeksani“ (Gleichheit) in Silêmanî in Südkurdistan (Irak) zu sammeln. Das Projekt bietet queeren Menschen Beratung und Unterstützung an. 5.000€ konnte er bisher bereits einnehmen. Weiterlesen

Parkverbot in Bad Emser Schillerallee – So sehen es die Anwohner wirklich

in Panorama/VG Bad Ems-Nassau
Parkverbot in Bad Emser Schillerallee - So sehen es die Anwohner

BAD EMS Die Wahrheit zu einer Geschichte ist oft sehr fragil und liegt nicht selten in einer goldenen Mitte. So verhält es sich wohl auch zu der heiß diskutierten Parkplatzsituation in der Schillerallee in Bad Ems.

Während die einen vehement ein Parkplatzverbot fordern, möchten andere weiterhin am Lahnufer parken. Der BEN Kurier sah sich die Situation einmal vor Ort an und sprach mit den Anwohnern.

Doch um was genau geht es in der Schillerallee? Am 05. November 2020 traf sich der Stadtbürgermeister Oliver Krügel sowie ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes und Bauhofes vor Ort um sich ein Bild über die Lage zu machen. Das Ergebnis war der Beschluss eines temporären Parkverbots in der Schillerallee.

Dieses wurde kürzlich wieder aufgehoben. Wie uns der Stadtbürgermeister mitteilte, gab es seitens einiger Anwohner und Anlieger Proteste bezüglich des Parkverbots. Eine Verlängerung der Testphase war unter den Umständen nicht vorgesehen.

Die Schillerallee verläuft direkt am Lahnufer parallel zur Lahnstraße. Dabei scheint und könnte sie weitaus mehr eine attraktive Flaniermeile für Spaziergänger sein wie eine autobefahrene Straße. Doch wieso eigentlich Straße? Weiterlesen

Ist der Gesundheitsminister Jens Spahn kurzsichtig?

in Panorama/Politik
Ist der Gesundheitsminister Jens Spahn (Thomas Wolf, www.foto-tw.de, Brandenburger Tor morgens, (Foto: Gilt als Hintergrund von BEN Kurier Fotomontage, CC BY-SA 3.0 kurzsichtig? Augenärzte und Optiker laufen Sturm: Herr Spahn ist weitsichtig!

Lange Zeit machte der Gesundheitsminister ein großes Geheimnis darum weshalb seine Entscheidungen so kurzsichtig sind. Denn er könnte weitsichtig sein wenn er nicht so kurzsichtig sein würde. Und das hat einen guten Grund.

Augenärzte und Optiker laufen Sturm: Herr Spahn ist weitsichtig

Denn Mainzer Forscher haben bewiesen dass es einen indirekten Zusammenhang von Kurzsichtigkeit und Intelligenz gibt. Es stellt sich nur die Frage, ob die sogenannte Myopie intelligent macht oder Intelligente kurzsichtig. Sie sind verwirrt? Dann lesen Sie einmal weiter.

Also. Die Forscher an der Gutenberg Universität behaupten, dass kurzsichtige Menschen höhere kognitive Fähigkeiten haben wie Weitsichtige.

Laut unbestätigten Quellen zur Folge, forderte und beanspruchte der Gesundheitsminister den Vorsitz oder mindestens einen Sitz im ständigen Rat der Myopiepen. „Niemand in Deutschland hat so viele kurzsichtige Entscheidungen getroffen wie ich“, erläuterte der Gesundheitsminister in großer Weitsicht.

Schon Anfang 2020 sagte ich sehr deutlich, dass die Pandemie Deutschland niemals erreichen wird. Und was war mit den Masken?“, führte Jens Spahn wütend weiter aus. „Ich habe doch direkt gesagt, dass wir diese nicht brauchen werden. Wir leben doch nicht im Nipponland. Also ich bitte Sie. Das war doch alles sehr kurzsichtig.

Da kann man dem Gesundheitsminister keineswegs widersprechen.  „Die Mutti der Nation und ich haben Euch doch 2020 versprochen, dass es zu Ostern wieder alles normal sein wird. Und hatte ich Recht?

Umweltverbände sind entsetzt: AstraZeneca soll Glyphosat in der Landwirtschaft ersetzen

Nein, hattest Du nicht lieber Jens Spahn aber es war kurzsichtig. Das stimmt. „Ja. Genau das sage ich doch. Das war absolut kurzsichtig. Ich bin Bankkaufmann. Wie sollte ich damit rechnen? Oder schaue einmal hier….“, legt der Gesundheitsminister nach.

Es wird keine Zweiklassengesellschaft geben. Zunächst müssen alle ein Impfangebot erhalten. Und jetzt?

Und jetzt sollen Geimpfte Privilegien erhalten. Und was heißt schon Impfangebot bis zum Sommer? Das heißt ja noch lange nicht, dass man kurzfristig einen Impftermin erhält. Sehr weitsichtig Herr Spahn. Alle Achtung.

Genau das sage ich doch. Schauen Sie einmal. Ich habe doch gar keinen Impfstoff. Habe ich total vergessen zu bestellen und so kann ich die Leute hinhalten. Oder ich impfe weiter mit AstraZeneca oder wie das Zeug jetzt heißt.

Millionen Impfdosen auf der Ever Given – War Jens Spahn an Bord?

Herr Spahn. Sie sagten seinerzeit das Astra Zeneca sicher ist? „Ja. Absolut todsicher. Klar gab es ein paar Kollateralschäden aber wen interessiert das? Wir haben uns ausreichend Impfdosen gesichert. Da muss man querdenken. Und ist das jetzt kurzsichtig?

Natürlich ist es das. Entspricht es der Wahrheit, dass Sie Millionen von abgelaufenen AstraZeneca Impfdosen auf der ganzen Welt einkauften und mit der Ever Given nach Deutschland transportierten ? Parkten Sie selber das Schiff gerade im Suezkanal ein?

Nein. Natürlich quer und alles andere weise ich entschieden von mir. So weitsichtig denke ich nicht. Außerdem kann ich noch nicht einmal gerade rückwärts mit einem Auto einparken. Das macht bei mir der Herr Lauterbach.

Wann wird es wieder Lockerungen geben Herr Spahn?

Das ist noch in weiter Sicht. Oder kurz. Je nachdem wie Sie das sehen wollen. Auf jeden Fall quer.

Primär braucht sich die CDU in ihrem Allzeittief keine Sorgen um die Kanzlernachfolge zu machen. Solange eine Gesundheitsminister Jens Spahn im Alleingang die CDU durch kurzsichtige Entscheidungen demontiert, geht es vielmehr darum die in Weite gerückte 5% Hürde zu knacken.

Das es anders geht, zeigt der selbsternannte, ungesunde Gesundheitsökonom Karl Lauterbach. „AstraZeneca ist sicher“, verlautete er noch im Februar 2021.

Klar ist der Impfstoff sicher außer für Frauen über oder unter 60 Jahren, Schwangeren, Kindern, Männern, Trans-Frauen oder Trans-Männern und nicht zu vergessen die Geschlechtsneutralen. Außerdem sollte man den Impfstoff nicht zu Vollmond verabreichen. Aber ansonsten? Absolut sicher.

Herr Lauterbach wirkte der AstraZeneca Massenhysterie in Deutschland mit zahlreichen wichtigen Maßnahmen entgegen. Unter anderem in der erweiterten Aufklärungspflicht für Ärzte. Zusätzlich gibt es ergänzende Hinweise in der Packungsbeilage die Vertrauen erwecken: „Nehmen Sie AstraZeneca. Das ist gut gegen Corona. Außerdem können Sie sterben. Eventuell bekommen Sie nur einen Schlaganfall und sabbern etwas durch die Gesichtslähmung.“ Gerüchte zufolge, möchten die Bayer-Werke die überschüssigen Impfdosen als Ersatzprodukt für das möglicherweise krebserregende Glyphosat Produkt Round Up vom Gesundheitsminister erwerben. Umweltverbände haben bereits massiven Widerstand angekündigt.

(Fotos im Beitrag: Thomas Wolf, www.foto-tw.deBrandenburger Tor morgens, Gilt als Hintergrund von BEN Kurier Fotomontage, CC BY-SA 3.0)

Behindertenparkplätze unzulässig? – Bad Emser zeigt Stadt an!

in Panorama/VG Bad Ems-Nassau
Behindertenparkplätze unzulässig? - Bad Emser zeigt Stadt an!

BAD EMSDie Behindertenparkplätze in der Römerstraße sind nicht rechtens.“ Mit diesem Anliegen wandte sich der Bad Emser Jens Kinne an den BEN-Kurier. „Ein Behindertenparkplatz nach DIN 18040-3 muss mindestens 3,50 Meter (Seitenausstieg) breit sein“, führte der Anwohner aus.

Somit sind das gar keine Behindertenparkplätze. Verwarnungsgelder dürfen nicht ausgestellt werden.

Zwischenzeitlich müssen sich die Gerichte mit der Thematik befassen. Der Bad Emser fährt harte Geschütze auf. Laut dem uns vorliegenden Schreiben, stellte der Anwohner gegen die Stadt Bad Ems Strafanzeige wegen vermutlichen Betruges.

Bad Emser behauptet: Behindertenparkplätze in Bad Ems sind unzulässig

Für den Anwohner in der Römerstraße ist die Rechtslage eindeutig. Verwarnungsgelder auf unzulässigen Behindertenparkplätzen sind rechtswidrig. Er sieht sich hier im Recht und fühlt sich von der Stadt gegängelt.

„In Deutschland gibt es ein Schikaneverbot“, schrieb uns Jens Kinne. Die Ausübung eines Rechts ist unzulässig, wenn sie nur den Zweck haben kann, einen anderen Schaden zuzufügen.“ So sieht es der §226 des BGB.

Ich wohne in der Römerstraße und vergesse hin und wieder das Parkverbot. Ich zahle dann die Strafe wenn ich Schuld bin,“ erläutert der Kurstädter.

Zwischenzeitlich hat er vor dem Verwaltungsgericht Koblenz gegen die Stadt und Verbandsgemeinde Bad Ems – Nassau im Wege der einstweiligen Anordnung beantragt, dass die ausgestellten Verwarnungsgelder, für unrechtmäßig genutztes Parken auf Behindertenparkplätzen, für rechtswidrig erklärt werden.

Der BEN Kurier bat die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau um eine Stellungnahme. In dieser führten sie aus, dass der Behindertenparkplatz in Höhe der Römerstraße 40 sehr wohl den gesetzlichen Ansprüchen genügen würde.

Jens Kinne zeigte Stadt und Verbandsgemeinde an – Wer ist im Recht?

Doch wer hat Recht? Ist es so, dass der Anwohner wie Don Quichotte gegen die Windmühlen des Verwaltungsrechts anrennt und ihm Unrecht getan wird?

Wohl kaum denn die Rechtslage ist eindeutig. Zwar zitiert Jens Kinne die richtige DIN Norm welche besagt, dass ein Behindertenparkplatz eine Breite von 3,50 Metern und Länge von 5,00 Metern aufweisen muss doch er unterliegt dennoch einem fatalen Irrtum.

Wir kennen die 3,50 Meter markierten Behindertenparkplätze in erster Linie von Super- oder Baumärkten. Dort sind diese in breiten Parkbuchten gekennzeichnet. In der fachlichen Sprache auch Einzelparkstand genannt.

In der Römerstraße handelt es sich aber um sogenannte Randparkstände. Diese müssen zunächst nur eine markierte Breite von 2,50 Metern statt 3,50 Metern aufweisen. Darüber hinaus ist eine weitere Ausstiegsbreite von 1,40 Metern vorgeschrieben. Das bedeutet sogar eine Gesamtweite von 3,90 Metern statt die vom Bad Emser geforderten 3,50 Meter.

In der Römerstraße handelt es sich um sogenannte Randparkstände – Bei denen wird der Gehweg als Breite mitgerechnet. Die Stadt und Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau machte alles richtig!

Dabei vergisst der Anwohner in seinen Ausführungen ein entscheidendes Merkmal. Den Bürgersteig. Denn dieser wird bei Randparkständen ausdrücklich mit einbezogen. Vereinfacht gesagt: Der Behindertenparkplatz in der Römerstraße ist mit 4,80 Metern (inkl. Gehweg) deutlich breiter wie es der Gesetzgeber fordert. Die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau ist im Recht.

Verbandsgemeinde und Stadt Bad Ems sind im Recht

Natürlich könnte argumentiert werden, dass bei einem Randparkstand der beeinträchtigte Fahrer unter Umständen zur Straßenseite aussteigen müsste doch auch diese Schlussweise würde verfehlen denn der Gesetzgeber akzeptiert alle möglichen Seiten und Heckausstiege.

Letzteres erklärt auch weshalb ein Behindertenparkplatz eine Länge von mindestens fünf Meter aufweisen muss. In Bad Ems sind diese sechs Meter lang.

Im telefonischen Gespräch konnte uns Jens Kinne nicht die Intention für sein Anliegen erklären. Es ginge ihm wohl ums Prinzip.

Der Bad Emser lebte lange Zeit in den USA. Laut unseren Informationen, engagierte er sich dort intensiv für schwererziehbare und obdachlose Kinder. Auch in Bad Ems versuchte er sich in der Jugendarbeit einzubringen. Beim VfL trainierte er eine Zeitlang die A-Jugend des Fußballvereins. Doch es scheint so, dass er nach seinem Auslandsaufenthalt nicht mehr richtig in der Kurstadt angekommen ist.

Schwierige Parksituation in der Römerstraße

Die kostenpflichtigen Parkmöglichkeiten in der Römerstraße empfindet er als unbefriedigend. Für Anwohner eine schwierige Situation.

Zwar gibt es auch kostenfreie Zeiten doch diese enden in den frühen Morgenstunden. Die Anwohner müssen entweder ihr geparktes Fahrzeug entfernen oder ein Ticket für die Nutzung ziehen.

Anwohner-Parkausweise gibt es nicht. Primär ist es die Aufgabe der Hauseigentümer für Parkplätze zu sorgen. Doch in der geschichtsträchtigen Römerstraße ist dieses eine nahezu unmögliches Unterfangen.

Der amtierende Stadtbürgermeister Oliver Krügel teilte dem BEN Kurier gegenüber telefonisch mit, dass im Stadtrat die Problematik bekannt ist und ergebnisoffen darüber gesprochen wird.

Dabei gibt es nicht nur Befürworter für sogenannte Anwohner-Parkausweise. Ob Lösungen erarbeitet werden können, muss abgewartet werden.

Dekanat Nassauer Land drängt auf Hilfe

in Panorama/Rhein-Lahn-Kreis
Zum Foto: Die Fotografin Alea Horst aus Reckenroth im Rhein-Lahn-Kreis hat von ihren Besuchen im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und in Bosnien bewegende Aufnahmen gemacht, die das Elend der Menschen dokumentieren. Foto: Alea Horst

RHEIN-LAHN In einem offenen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel macht das evangelische Dekanat Nassauer Land auf die menschenunwürdigen Zustände in Flüchtlingslagern in Griechenland und an der Grenze zu Bosnien aufmerksam und fordert von der Kanzlerin, sich stärker für ein sofortiges Ende der unmenschlichen Lebensbedingungen in den Lagern einzusetzen.

Die Zustände dort erfüllten nicht einmal europäische Gesetze zum Tierschutz. „Die humanitäre Katastrophe an Europas Grenzen muss beendet werden“, heißt es in dem von der Vorsitzenden der Synode Anja Beeres und Dekanin Renate Weigel unterzeichneten Schreiben und fordert in Großbuchsstaben: „Bitte handeln Sie JETZT!“.

Zum Foto: Die Fotografin Alea Horst aus Reckenroth im Rhein-Lahn-Kreis hat von ihren Besuchen im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos und in Bosnien bewegende Aufnahmen gemacht, die das Elend der Menschen dokumentieren. Foto: Alea Horst

In der Passionszeit steht uns das unschuldige Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz vor Augen. Gott steht an der Seite von Menschen in Not“, heißt es in dem Brief und weiter: „Wir können und wollen das unschuldige Leiden und Sterben an den EU-Außengrenzen als Christinnen und Christen nicht länger ertragen und fordern Sie auf, mit aller Kraft einzuschreiten.“ Weiterlesen

Überparteilichkeit – Wie weit muss sie gehen?

in Panorama/Politik/Rhein-Lahn-Kreis
Überparteilichkeit einer Zeitung oder des Radios - Wie weit muss diese gehen?

IN EIGENER SACHE Wir mussten uns soeben aus aktuellem Anlass erneut mit der Thematik der Überparteilichkeit beschäftigen. Wir stellten uns die Frage, wie weit ein Neutralitätsgebot gehen darf und sogar muss. Dieses zu beurteilen ist nicht einfach.

Einerseits ist eine Zeitung und ein Radio dafür da um zu berichten. Pressemitteilungen von Städten, Vereinen, Kirchen und Parteien werden ohne Korrektur veröffentlicht. Andererseits stellt sich die Frage, ob man von jeder Partei die Nachrichten einstellen oder Interviews führen muss? Wir haben darüber heute erneut lange nachdenken müssen. Der Ben Kurier und das BEN Radio halten sich an die ethischen Standards und sind dem Pressekodex unterworfen. Dieses beinhaltet aber auch, die Objektivität, die Unparteilichkeit, die umfassende, sachliche und wahrheitsgetreue Berichterstattung, Schutz und Achtung der Menschenwürde sowie die Förderung der freien, individuellen und öffentlichen Meinung.

Somit haben wir für den Ben Kurier und dem BEN Radio entschlossen, dass wir Pressemitteilungen und Interviews aller im Bundestag vertretenen Parteien veröffentlichen und führen werden. Die Überparteilichkeit käme an ihre Grenzen, wenn man eine oder mehrere Fraktionen ausschließen würde. Dieses käme einer Zensur gleich und widerspricht einer objektiven Berichterstattung.

Niemand möchte eine gleichgeschalte (besser definiert – ausgeschaltete) Presse wie in orbanschen oder erdoganschen (Unrechts-) Regimen. Die Ausgrenzung oder Zensur zu einzelnen Personen oder Parteien bedeutet geleichzeitig, den Spekulationen und Verschwörungstheorien Tür und Tor zu öffnen. Die Presse hat auch die Aufgabe dem durch eine objektive Berichterstattung entgegenzuwirken. Dazu gehört es auch kritisch zu hinterfragen. Und genau diesen Weg werden wir weiterverfolgen denn so verstehen wir Journalismus.

Dazu betonen wir ausdrücklich, dass der Ben Kurier und das BEN Radio keineswegs die einzelnen Meinungen der Pressemitteilungen oder Antworten in den geführten Radio-Interviews der Parteien befürworten muss. Auch wird der Ben Kurier und das BEN Radio niemals das Sprachrohr einer oder mehrerer Parteien werden.

Investigativer Journalismus und ehrliche Berichterstattung beinhalten aber auch, sämtliche Meinungen zuzulassen auch wenn diese uns nicht gefallen. Es ist nicht die Aufgabe des Ben Kurier oder des BEN-Radio über politische Meinungen, Trends usw. zu entscheiden. Das ist die Herausforderung einer Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es in aller Vielfalt zu berichten ob wir möchten oder auch nicht. So verstehen wir Überparteilichkeit.

Die Frau hat mein Leben zerstört

in Koblenz/Panorama/Rheinland-Pfalz
Die Frau hat mein Leben zerstört - Exklusives Interview zum Missbrauchsskandal in der Kita St. Martin

KOBLENZ Missbrauch an einer Vierjährigen an der katholischen Kita St. Martin in Koblenz Pfaffendorf. So oder ähnlich lasen sich die Schlagzeilen in der Presse und den sozialen Medien. Eine Frau behauptete, dass ihre Tochter auf eine unglaubliche Art und Weise von einem Erzieher vergewaltigt worden wäre. Auch weitere Mitarbeiter/innen der Kita sollen sich angeblich in einer regelrechten Orgie an den Geschehnissen beteiligt haben.

Der Aufschrei in der Bevölkerung war gigantisch. Selbst der renommierte Fernsehsender Al Jazeera berichtete über die vermeintlich schrecklichen Vorkommnisse in der Koblenzer Kindertagesstätte.

Doch schnell wurde klar, dass nichts an den Vorwürfen dran war. Die Geschichte war frei erfunden. Der BEN Kurier berichtete am 22.10 als einer der ersten in einem Faktencheck (//ben-kurier.de/2020/10/22/missbrauch-in-koblenzer-kita-frei-erfunden).

Einen Tag später folgte die DPA mit dem gleichen Ergebnis (//dpa-factchecking.com/germany/201021-99-28823).

Was letztendlich blieb ist ein trauriger Scherbenhaufen, den kaum einer bereit ist, aufzukehren. So einige Presseorgane gierten im Vorfeld nach der schnellen Schlagzeile. Die Erkenntnis, dass so gar nichts an der Geschichte dran gewesen ist, war so einiger Boulevardpresse kaum eine größere Nachricht Wert. Damit ließ sich kein Geld verdienen. Weiterlesen

Hilft mir denn kein Balduinsteiner?

in Panorama/VG Diez
Im neu erschienenen Buch "Juden in Balduinstein" verfolgt der Autor Willi Bode die jüdischen Spuren im Dorf.

BALDUINSTEIN In seinem neu erschienenen Buch „Juden in Balduinstein“ verfolgt Willi Bode die jüdischen Spuren im Dorf, von dessen Gründung im Jahre 1319 bis zu ihrer Vertreibung durch die Nazis. Erläuterungen zum Judenhuyss als eine jüdische Wohn- und Gebetsstätte sowie zum Judentodtenhof im Ortsteil Hausen runden das 306 Seiten mit 228 Abbildungen und Fotos umfassende Buch ab.

Es enthält mit Hinweisen auf jüdische Familien in Cramberg, Langenscheid, Isselbach, Diez und Montabaur auch zahlreiche über Balduinstein hinausgehende Bezüge.


Der Autor Willi Bode, 1937 geboren und in Balduinstein aufgewachsen, erforschte das Schicksal der ehemaligen jüdischen Mitbürger, um sie mit ihrem Namen und ihrem Gesicht der Anonymität zu entreißen und ihnen das zurückzugeben, was ihnen die Nationalsozialisten genommen hatten: ihre Individualität und ihre Würde. Gleichzeitig brandmarkt er die NS-Politik, und er will ein Stück Balduinsteiner Geschichte dem Vergessen entziehen und im dörflichen Bewusstsein verankern.
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