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Minister Lewentz enthüllt Infotafel und dankt den Kommunen im Rhein-Lahn für die Hilfe in Adenau

in Lahnstein
Feierliche Enthüllung der Informationstafel mit Schirmherr Roger Lewentz, OB Peter Labonte den Mitwirkenden des Kur- und Heilwalds. Bild 2: Bald soll es losgehen mit der Therapie unter Bäumen: In Lahnstein entwickelt ein Team von Forst, Medizin, Stadtverwaltung und Waldpädagogen verschiedenen Pfade und Cluster im künftigen Kur- und Heilwald. (Fotos: Tina Schmidt / Stadtverwaltung Lahnstein)

LAHNSTEIN Ein Ausflug ins Grüne tut Körper und Seele gut. Schon längst ist die positive Wirkung der Natur auf den Menschen bekannt. In Lahnstein, einem der größten Waldbesitzer im Land, wurde nun der erste rheinland-pfälzische Kur- und Heilwald ausgewiesen – und erst der zweite überhaupt in Deutschland.

Minister Lewentz enthüllt neue Infotafel im Lahnsteiner Kur- und Heilwald und dankt den Kommunen im Rhein-Lahn-Kreis für die Hilfsaktion zugunsten der VG Adenau

Was kann dieser Wald, was andere nicht können? Vorbild für den Heilwald sind spezielle Heilwälder in Japan, wo schon seit Längerem besonders gestaltete Waldflächen betrieben werden, die der Gesundheit förderlich sein sollen.

Ein Kurwald zeichnet sich durch bestimmte Eigenschaften aus, die eine breite gesundheitsfördernde Wirkung auf den Besucher haben.

Der Heilwald wird von kranken Menschen und deren Therapeuten aufgesucht. Er ist dafür geeignet, den Verlauf von Krankheiten und das Ausmaß von Behinderung durch bestimmte Krankheiten positiv zu beeinflussen. Anwendungsbereiche sind beispielsweise psychosomatische und psychische Erkrankungen, Lungenerkrankungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weiterlesen

Mitarbeiter der Kreisverwaltung Rhein-Lahn helfen freiwillig vor Ort in der VG Adenau – Applaus!

in Rhein-Lahn-Kreis
Mitarbeiter der Kreisverwaltung Rhein-Lahn helfen freiwillig vor Ort in der VG Adenau - Applaus!

RHEIN-LAHN-KREIS So geht unbürokratische und freiwillige Hilfe. Die gesamte kommunale Familie des Rhein-Lahn-Kreises hat sich dazu entschlossen, die Verbandsgemeinde Adenau mit Personal zu unterstützen.

Jeweils 4 bis 5 Tage helfen Mitarbeiter der Kreisverwaltung Rhein-Lahn, bei der Bearbeitung des Adenauer Bürgerfonds in der Spendenverwaltung vor Ort aus. Viele Mitarbeiter der hiesigen Kreisverwaltung hatten sich freiwillig in der Partnergemeinde gemeldet. Manche übernachten vor Ort, andere fahren abends wieder nach Hause. Im Hinblick auf den Wiederaufbau der kommunalen Strukturen, geht die Kreisverwaltung Rhein-Lahn von einer langfristigen Unterstützungsaktion aus.

Und hier wollten diesmal alle helfen. Die gesamte kommunale Familie mit den Bürgermeistern der Verbandsgemeinden, dem Oberbürgermeister Peter Labonte der Stadt Lahnstein und natürlich der Landrat Frank Puchtler, ermöglichten die gemeinsame Umsetzung der Aktion.

Der Rhein-Lahn-Kreis darf stolz auf die Mitarbeiter in den Verwaltungen sein. In der Not vereint. Danke, dass Ihr über den Tellerrand hinausseht und für die Menschen im Katastrophengebiet da seid. Applaus!

19-jähriger Abiturient sammelt auf Arzbacher Benefizkonzert 2100 EUR Spenden für krebskranke Kinder

in VG Bad Ems-Nassau

ARZBACH Dieses ist eine tolle und nachahmenswerte Geschichte. Mit gerade einmal 19 Jahren, organisierte der Bechelner Robin Schneider ein großes Benefizkonzert zu Gunsten krebskranker Kinder. Dabei kommt das ehrenamtliche Engagement nicht von irgendwo her.

Zunächst einmal besuchte der Bechelner bis 2020 das Goethe Gymnasium in Bad Ems. Schon in seiner Schulzeit begeisterte er sich für Konzerte und half bei der Planung und Durchführung mit.

Tolles Engagement des jungen Abiturienten Robin Schneider. Hier beim BEN Radio (Bild von links: Dirk Kaschinski, Robin Schneider, Michael Brüggemann)

Und dieses ist auch die berufliche Richtung die Robin Schneider anstrebt. Nebenberuflich erstellt der Bechelner Werbevideos und Media-Conten für Unternehmen. Ab kommenden Jahr möchte er ein Studium im Eventmanagment beginnen. Aktuell ist er noch bei einem Rettungsdienst als Rettungssanitäter im Krankentransport tätig.

(Max Headroom – Live in auf dem Arzbacher Benefizkonzert)

Seine jetzige Arbeit zeigt auch die moralische Vita des jungen Abiturienten. Nicht wegsehen und aktiv handeln ist Teil seiner Lebensphilosophie. So wurde er auf die Elterninitiative für krebskranke Kinder Koblenz e.V. aufmerksam und wollte diese mit einer Spendenaktion unterstützen.

Leadsänger von Max Headroom

Begeisterte Mitstreiter fand er bei der Eventlocation „Glücksgefühle“ in Arzbach, der angesprochenen Elterninitiative und natürlich den aufgetretenen Bands. Weder die Gruppe Take it easy noch Max Headroom nahmen Gage für das Benefizkonzert. Und der Gastronomiebetrieb „Glücksgefühl“ stellte kostenfrei die Bühne zur Verfügung. Eine win-win Situation für alle Beteiligten.

Take it easy bot besten Akustik Rock

Finanzielle Unterstützung gab es von dem Dachdeckerbetrieb Hermani und Löwenstein Medical in Bad Ems. Letztlich blieb ein kleiner Betrag übrig, den der junge Abiturien aus eigener Tasche stemmte. Wahnsinn!

2100 EUR kamen bei der Spendenaktion zusammen

Es war eine Mammutaufgabe, ein solches Konzert innerhalb so kurzer Zeit auf die Bühne zu stellen. Und wer die Benefizveranstaltung am 31. August besuchte, war von der Atmosphäre und den gebotenen Acts begeistert. Take it easy wärmte die Zuschauer nicht nur auf sondern ließ sie auf Betriebstemperatur kommen. Wem noch nicht warm genug war bei kühlen Temperaturen, der musste spätestens bei Max Headroom die Jacke ausziehen denn die brachte die johlende Menge zum Kochen.

Gittarist Max Headroom

Corona Abstandsregeln und Konzerte passen nicht zusammen? Die Freiluftveranstaltung zeigte das Gegenteil. Trotz einer ausverkauften Veranstaltung konnten die Abstandsregeln, problemlos und penibel eingehalten werden. Alles kein Widerspruch.

Max Headroom

Wer selber nicht live vor Ort sein konnte, hatte die Möglichkeit, Ausschnitte des Konzerts über das vor Ort anwesende BEN Radio zu verfolgen. Michael Brüggemann und Dirk Kaschinski führten durch das Programm.

Das BEN Radio war mit MIchael Brüggemann und Dirk Kaschinski Live vor Ort

Ob es weitere Benefizveranstaltungen von Robin Schneider geben wird? Das wäre wünschenswert. Dazu sagte der junge Bechelner: „Aktuell bin ich noch mitten in der Nachbearbeitung des vergangenen Samstag, aber die große Freude, die es bei der Initiative, den Zuschauenden, den Gastronomen, den Technikern und bei den Bands ausgelöst hat sowie ein tolles Spendenergebnis lassen mich auf jedem Fall perspektivisch darüber nachdenken. Man wird sehen, was die nächsten Monate bringen und ob so eine Aktion wieder realisierbar ist, wenn ja wäre das bestimmt eine tolle Sache. „  Was auffällt ist seine Bescheidenheit. Er spricht von “Wir” dabei war er es, der alles organsierte und ins Rollen brachte. Der Abiturient bedankt sich bei den Unterstützern und Gästen. Wir bedanken uns bei Robin Schneider für sein unglaubliches Engagement. DANKE!

Der Kindergarten Bimmelbahn in Dachsenhausen rüstet auf

in VG Loreley
Der Kindergarten Bimmelbahn in Dachsenhausen rüstet auf

DACHSENHAUSEN Mit großer Vorfreude erwarteten die Kinder die neue zweite Ebene für die Igelgruppe. Finanziert durch die Ortsgemeinde wurde so neuer, wertvoller Spielbereich für die Gruppe geschaffen, der zu Rollenspielen und Bilderbuchbetrachtungen einlädt.

Mit Blick auf das neue Kita-Gesetz und der Umstellung auf zwei Gruppen mit erweiterter Altersmischung begrüßten alle die Möglichkeiten der neuen “Käseburg”, den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden.

Neuer Anstrich für die Bimmelbahn

Viele Jahrzehnte lang trotzte unsere Eisenbahn stolz als Galeonsfigur des Kindergarten Schnee, Regen und dem strahlenden Sonnenschein. Zu unserem 30-jährigen Bestehen waren wir der Meinung, dass unsere Bimmelbahn wieder einen frischen Anstrich vertragen könnte.

Mit der tatkräftigen Unterstützung von Familie Winterwerber beim Abschleifen und der kreativen Umsetzung von Frau Baldauf von “Die Wandillustratorin” beim Anstreichen, erstrahlte unser Logo bald schon wieder in neuem Glanz. Der Kindergarten bedankte sich ganz herzlich bei allen Helfern. Vorsicht beim Einstieg an der Bahnsteigkante.

Lennart Siefert: Familien, Kinder und Jugendliche müssen im Fokus der Stadtpolitik stehen

in Lahnstein/Politik
Lennart Siefert: Familien, Kinder und Jugendliche müssen im Fokus der Stadtpolitik stehen

LAHNSTEIN Lahnstein ist zunehmend ein attraktiver Wohnort für junge Familien. Als frischer Familienvater und langjähriger Gruppenleiter der Ferienfreizeit „Scheune“ liegen Lennart Siefert, dem unabhängigen Kandidaten für die OB-Wahl am 26. September 2021, Kinder und Jugendliche besonders am Herzen. 

Das breite Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche sei auch ein Grund, weshalb sich junge Eltern für ein Leben in Lahnstein entschieden. „Unsere Sportvereine, das Jugendkulturzentrum, die Pfadfinder und Messdiener, Musikschulen und die Junge Bühne Lahnstein tragen erheblich dazu bei. Wie ich bereits bei meinem „Lennart-Live-Treffen“ mit den Lahnsteiner Vereinen betont habe, werde ich mich immer für Vereine und Gruppierungen stark machen. Kinder sind unsere Zukunft!

Ich möchte auch, dass alle Eltern einen Platz für ihre Kinder in einer Kindertagesstätte erhalten oder ein Betreuungsangebot in Lahnstein bekommen. Dazu ist es aus meiner Sicht notwendig, auch Arbeitgeber in der Stadt mit ins Boot zu nehmen, um gegebenenfalls weitere Kita-Plätze zu schaffen.“

An vielen Punkten sei Lahnstein schon gut aufgestellt. So beispielsweise in punkto Schule, denn in Lahnstein werden alle Schulformen angeboten. Dies müsse auch erhalten bleiben.

Für Jugendliche möchte Siefert offizielle Treffpunkte schaffen, die ein „Abhängen“ ermöglichen, ohne dass sich Anwohnerinnen und Anwohner gestört fühlen.

Ebenso müssten auch die bestehenden Spielplätze bleiben. Ein Wasserspielplatz am Rhein wäre für Siefert noch eine großartige Ergänzung. „Man muss das Rad nicht neu erfinden. Es gibt tolle Beispiele in unseren Nachbarstädten, die gut angenommen werden“, so Siefert.

Ihm schwebt auch ein Spielplatz für Erwachsene vor, um das innere Kind mal wieder herauszulassen und für eine gewisse Zeit den Alltag vergessen zu können. „Denn wann haben Sie das letzte Mal ausgelassen geschaukelt?!“

Wie eine Lierschiederin Haus und Hof verlieren wird – Unfassbare Story

in Rhein-Lahn-Kreis/VG Loreley
Wie eine Lierschiederin Haus und Hof verlieren wird – Unfassbare Story (Beispielbild)

LIERSCHIED Mehr wie vier Monate recherchierte der BEN Kurier intensiv für die folgende Geschichte. Frühzeitig versuchte eine Düsseldorfer Anwaltskanzlei, mit Drohgebärden und Einschüchterungsversuchen, den folgenden Artikel auf Biegen und Brechen zu verhindern. Und das ist verständlich denn das Ergebnis der langwierigen Recherche liest sich wie ein unfassbar schlechter Krimi.

Und das sind unsere Protagonisten: Eine Kirche, die wie eine Sekte agiert, eine Erbenermittlung, welche die Frau um Haus und Hof bringen wird und ein ehemaliger Ehemann der die Familie einsperrte und sich Jesus nennt. Verrückt? Sicherlich! Aber die nun folgende wahre Story sprengt das Unfassbare…..

Blicken wir einmal in die 90er Jahre auf ein junges und (noch) glückliches Ehepaar zurück. Alles schien so perfekt zu sein. Vier gemeinsame Kinder und ein schönes, wenn auch vollfinanziertes, Einfamilienhaus in der kleinen Ortsgemeinde Lierschied.

Reinhard tritt der Alt-Apostolischen Kirche bei und glaubte der wahrhaftige Jesus zu sein

Finanziell ging es ihnen nicht schlecht. Jana betreute die Kinder und ging nebenbei ihrer künstlerischen Tätigkeit nach und ihr Mann Reinhard war beruflich ein erfolgreicher Klavierbauer. Eine perfekte Idylle wie man sie aus zahlreichen kitschigen Telenovelas her kennt.

Über 100 Firmen sind in dem kleinen Haus in Zossen gemeldet (Foto: Märkische Allgemeine Zeitung)

Doch nach der Jahrtausendwende änderte sich alles. Ihr Mann Reinhard war seinerzeit keineswegs ein gottesfürchtiger Mensch gewesen. Der religiöse Glauben spielte in der Familie lediglich eine untergeordnete Rolle.

Und das wäre vermutlich auch so geblieben, wenn ihr Mann nicht in die Fänge der Alt-apostolischen Kirche (AAG) geraten wäre. Diese Gemeinde ist eine Abspaltung von der Neuapostolischen Kirche. Sie nennen sich Propheten, Apostel oder auch einmal Priester. Nach dem 2ten Weltkrieg hatten sie weniger als 40 Mitglieder. Zeitweilig wurde diese in Teilen von Deutschland gänzlich aufgelöst. Mitte der 70er Jahre erstarkte sie wieder und umfasst heute wieder geschätzte fünf Gemeinden um den Stamm-Apostel Hans-Georg Richter.

Anfangs besuchte Reinhard nur selten die Veranstaltungen der Alt-apostolischen Kirche. Doch immer wenn er nach Hause kam, war er wie ausgewechselt, wie uns Jana berichtete. Er wirkte nachdenklich aber auch euphorisiert. Und er versuchte seine Begeisterung mit der Familie zu teilen.

Eingang des Hauses Marktplatz 7-8 in Zossen (Foto: Märkische Allgemeine Zeitung)

Zunächst fand die Ehefrau den Lebenswandel ihres Mannes nur befremdlich, doch umso häufiger er mit den Propheten und Aposteln der Alt-apostolischen Gemeinde zu tun hatte, desto mehr veränderte er sich. Reinhard versuchte seine Familie zu bekehren. Er sprach vom wahrhaftigen Teufel und glaubte daran, der personalisierte Jesus zu sein.

Immer häufiger trafen sich Anhänger der Alt-apostolischen Gemeinde im Hause der jungen Familie und versuchte diese für ihren Glauben zu begeistern. Doch die Mutter war zu diesem Schritt nicht bereit.

Ex-Mann sperrte die Kinder und Frau ins Haus ein

Reinhard veränderte sich immer mehr. Er wurde aggressiv, schrie seine Kinder und Frau an und es kam zu ersten Handgreiflichkeiten.  Wer war dieser Mann? Jana erkannte ihren Gatten nicht mehr wieder. Den Kampf der glücklichen Telenovela Familie hatte sie längst verloren. Und ihren Mann? Der gehörte längst der Alt-apostolischen Gemeinde. Ihn konnte sie nicht mehr retten, aber ihre Kinder.

Auch die Fränkische Immobiliengesellschaft mbH und Emrich Erbenermittlung sind im Haus in Zossen gemeldet

Und diese mussten erst noch durch die Hölle gehen bevor es besser werden sollte. Ihr Mann sperrte die Frau und Kinder über Wochen im Haus ein. Jana beschrieb dem BEN Kurier gegenüber, welche Ängste sie und die Kinder durchlebten. Doch dafür gibt es keine richtigen Worte. Zusammengekauert in einem kleinen Raum. Horchend ob der Mann die Treppe hinunterkommt. Flucht? Mit Kleinkindern?

Innerlich schmiedete sie waghalsige Pläne für einen Ausweg. Es vergingen Wochen bevor sie endlich die Flucht mit den Kindern wagen konnte. Reinhard schlief offenbar tief und fest. Auf leisen Sohlen packte Sie das Nötigste und floh mit den vier Kindern durch das Fenster.

All dieses könnte schon Stoff für einen kleinen Krimi sein. Ein wenig ausschmücken würde reichen für einen abendfüllenden Thriller. Mann gerät in die Fänge einer obskuren Kirchengemeinde, Frau flieht mit den Kindern usw. Schon nicht schlecht doch es sollte noch viel schlimmer kommen.

Ex-Mann zahlte über Jahre keinen Unterhalt oder Raten für das gemeinsame Haus

Gehen wir einen kleinen Schritt weiter in die Zukunft nach dem Entkommen aus dem Haus. Der Mann verließ endlich das gemeinsame Heim und Jana zog mit den Kindern wieder ein.

Und raten Sie einmal wie es um die gemeinsamen Raten für das vollfinanzierte Haus stand?  Sie liegen absolut richtig. Nichts zahlte er für das gemeinsame Haus. Und den Unterhalt für die gemeinsamen Kinder? Sie können es sich denken.  Und wie wäre es mit ein wenig Sarkasmus? Auf wunderliche Weise geriet der Mann in eine schwierige finanzielle Situation. An dem Tag, wo er für die leiblichen Kinder Unterhalt bezahlen sollte, verringerte der Arbeitgeber das Gehalt von Reinhard, von 3000 EUR netto auf 2000 EUR netto. Natürlich nur ein Zufall oder?

Weitere Firmen in Zossen im Gebäude Marktplatz 7-8 (Foto: Märkische Allgemeine Zeitung)

Bis zum heutige Tage zahlte der Ex – Mann unserer Jana keinen einzigen Cent Unterhalt. Mittlerweile läuft ein Strafverfahren in der Sache gegen Reinhard, welches von der Staatsanwaltschaft Koblenz unter dem Aktenzeichen 2010 Js 65339/20 erfasst wurde.

Raten für das Haus? Die finanzierte, seit dem Auszug vom Ex-Mann, ausschließlich die Ehefrau. Wir reden hier vom Jahre 2008. Die rechtskräftige Scheidung erfolgte 2011. Somit sprechen wir über 12 Jahre, in denen Jana völlig alleine für den Unterhalt der Kinder und die hohen Raten des Hauses aufkam.

Gelder für nötige Reparaturen am Gebäude waren nicht drin. Es entstand Unterhaltungsstau. Und das Leben unserer Probandin war keineswegs einfach. Ihr Ex-Mann war der Hauptverdiener gewesen.

Jana stand ohne alles da. Ein Schicksal, welches sie mit vielen alleinstehenden Müttern teilt. Aber sie gab nie auf. Im Gegenteil. Wieder einmal kämpfte sie vehement gegen ihr Schicksal an. Sie versuchte ihren Kinder mit dem Nötigsten zu versorgen. Ihnen sollte es gut gehen. Sie sollten nicht merken, wie schlecht es ihnen finanziell ging. Jana gönnte sich nichts mehr. An jeder möglichen Ecke für sich sparte sie ein. So etwas gibt es nicht in Deutschland? Da ist Jana leider kein Einzelfall. So einige Mütter leben nach einer Trennung am Existenzminimum. Natürlich gibt es Arbeitsämter und Tafeln aber auch Scham und Selbstverzicht.

Als Künstlerin, musste Jana sich erst einen Namen machen. So verkaufte sie auf einschlägigen Trödelmärkten ein wenig Kleinkunst um den Lebensunterhalt zu sichern. Heute braucht Jana das nicht mehr. Sie hat sich einen Namen in der regionalen und überregionalen Kunstszene gemacht. Das ist das Ergebnis einer langen und entbehrlichen Reise.

Mit Reinhard hatte sie keinen Kontakt mehr. Er ist mehr oder minder untergetaucht. Eine postalische Adresse gab es in Wiesbaden. Mittlerweile wohnt er in Neukieritsch. Schreiben beantwortete er nicht. Auch den Kontakt zu den Kindern brach er 2008 ab. Keine Weihnachts- oder Geburtstagskarte. Nichts.  Damit hatten sich die Kinder und Jana längst abgefunden. Doch im Februar 2020 holte sie die Vergangenheit wieder ein.

Fränkische Immobiliengesellschaft mbH kaufte hälftigen Hausanteil

An diesem Tag erreichte sie von einem Herrn Thomas E. eine folgenschwere E-Mail. Dieser teilte Jana mit, dass eine Fränkische Immobilien GmbH in Gründung (i.Gr.), den hälftigen Hausanteil von Reinhard gekauft habe und sich der Grundbucheintrag ändern würde.

Doch wie war das möglich? Ihr Ex-Mann versuchte bereits 2011 seinen Hausanteil zu verkaufen. Genau das konnte er nicht denn er zahlte weder Abtrag noch durchgängigen Unterhalt. Eine Teilungsversteigerung wäre auch im Hinblick des Familienschutzes unmöglich gewesen. Spätestens dann wären die Ansprüche gepfändet worden.

Somit wendete er sich wohl an eine Erben Ermittlung E. GmbH, welche sich im Internet als große Firma präsentierte. Weshalb er sich an die Erben-Ermittlung herantrat, ist unklar.

Wir haben uns die Fränkische Immobilien GmbH und die Erben-Ermittlung einmal genauer angesehen. Beide Firmen haben den Sitz in Zossen an der gleichen Adresse (Marktplatz 7-8). Wurde die Fränkische Immobilien GmbH womöglich nur zu dem Zweck gegründet, um die Immobilienanteile von Reinhard zu erwerben?

Fränkische Immobiliengesellschaft ist in Zossen gemeldet – Einem haus mit mehr als 100 Firmen – Zossen ist bekannt für Briefkastenunternehmen – Eine beliebte Steueroase

Wir haben uns den Firmensitz genauer angesehen. Zossen gilt als Steueroase für Firmen. Bis Anfang des Jahres galt in der brandenburgischen Kleinstadt nur der gesetzliche Mindestsatz von 7 Prozent. Dieser wurde zwischenzeitlich leicht angehoben auf 9 Prozent. In der Nachbarmetropole Berlin werden 14 Prozent fällig. Die Nachforschungen des NDR (ARD) in der TV Sendung Panorama zeigte, dass die Steuertricks möglicherweise nicht immer legal sind. Den Beitrag der ARD finden sie hier.

Die Märkische Allgemeine Zeitung half dem BEN Kurier bei den umfangreichen Recherchen zu der Erbenermittlung E. und Fränkische Immobilien GmbH.

Vor Ort schaute man sich etwas genauer das Gebäude am Marktplatz 7-8 an. Ein kleines Haus mit asiatischer Imbissstube und….. mehr als 100 Firmen. Sie haben richtig gelesen. An der Geschäftsadresse Marktplatz 7-8 haben mehr wie 100 Firmen ihren Sitz gemeldet.

Darunter auch die Erben-Ermittlung E., E. Vermögensverwaltung, E. Verwaltung GmbH und die besagte Fränkische Immobiliengesellschaft mbH (Bild Kopierrechte Märkische Allgemeine Zeitung). Doch wie passt ein Hauptsitz eines fränkischen Unternehmens in Brandenburg zusammen?

Suchen wir nach dem Sitz in Zossen, finden wir erneut die Erben-Ermittlung E. GmbH mit Angabe einer Telefonnummer aber diese deutet auf die Erben-Ermittlung E. GmbH in Hemhofen (Vorwahl: 09195) bzw. Adelsdorf.

Der BEN Kurier hatte mehrere Tests bei der E. Ermittlung in Zossen gemacht. Mal ging es um die Abgabe von Unterlagen oder auch das Paket, welches in der brandenburgischen Kleinstadt am Firmensitz der Fränkischen Immobiliengesellschaft mbH abgegeben werden sollte. Teilweise wurde das Telefonat sofort beendet bzw. mitgeteilt, dass Unterlagen in Zossen nicht zugestellt werden können.

Am Firmensitz in Zossen war nie jemand erreichbar

In dem mit mehr als 100 Firmen besetzten kleinem Gebäude am Marktplatz 7-8 in Zossen, befindet sich auch ein Büroschild zu der E. Erbenermittlung und Fränkischen Immobiliengesellschaft mbH. Antreffen konnte man dort über einen wochenlangen Zeitraum niemanden.

Doch kommen wir einmal zurück zu der ursprünglichen Geschichte. Unsere Hausbesitzerin erhielt ein Schreiben eines Herrn Thomas E.. Dieser Thomas E. ist Laut unseren Recherchen, 1928 in der Gemeinde Obereidisch in Siebenbürgen (Rumänien) geboren und im Oktober 2017 verstorben.

Laut der Webseite, ee-erbenermittlung.de, gründete ein Thomas E. 2003 im fränkischen Hemhofen das Unternehmen. Über 100 Mitarbeiter sollen im Unternehmen beschäftigt sein bzw. für dieses arbeiten. Auf dem Bild der Homepage findet sich ein Portrait des Herrn Thomas E..

Doch dieser Thomas E. konnte Jana kaum geschrieben haben. Somit handelte es sich wohl vielmehr um Georg Thomas E., der vorher unter dem Namen Georg E. in zahlreichen Berichten auf google zu finden ist. Laut den uns vorliegenden Unterlagen, kaufte dieser Georg Thomas E., über die sich in Gründung befindliche Fränkische Immobiliengesellschaft, per Notarvertrag am 03.02.2020, den hälftigen Hausanteil von Reinhardt, zum Preis von 37.500 EUR ab.

Diesen Anteil bot er Jana zum Rückkauf mit mehr als 100% Aufschlag an. Da diese ablehnte, beantragten die Anwälte der Fränkischen Immobiliengesellschaft mbH die Teilungsversteigerung.  Dazu ließ das Unternehmen durch die Firma Re/Max – Sattler Immobilien in St. Goarshausen(Arne Sattler), ein Verkehrswertgutachten erstellen, welches erstaunlich hoch ausgefallen war. Zweifel kamen auf. Das Koblenzer Gericht verfügte ein neues Gutachten, welches den Hauswert voraussichtlich deutlich niedriger einstufen wird.

Würden Sie ein Haus kaufen, welches sie nie gesehen haben? Die Fränkische Immobiliengesellschaft mbH tat genau dieses. Zum Zeitpunkt des Erwerbs des Anteils vom Ex-Mann unserer Jana, gab es weder ein Verkehrswertgutachten noch ähnliches.

War dem Käufer bekannt, dass Reinhard über Jahre hinweg keine Tilgung zum Haus beigetragen hatte? Oder das er keinen Unterhalt für die gemeinsamen Kinder mit Jana zahlte? Gab es einen Zusammenhang mit der Alt-apostolischen Kirche und der Fränkischen Immobiliengesellschaft mbH? All diese Fragen stellten wir in einer schriftlichen Presseanfrage Herrn Georg Thomas E.. Geantwortet hat uns die besagte Düsseldorfer Anwaltskanzlei mit dem Hinweis, dass sie keine Fragen für ihren Klienten beantworten möchte.  Im Gegenteil. Man teilte uns mit, dass man rechtliche Schritte prüfen werde, sofern wir berichten.

Reinhard zahlte vom Erlös des Hausanteils weder Unterhalt noch die offenen Hausraten

Natürlich haben auch wir versucht festzustellen, wie die Verbindung zwischen Reinhard und der Immobiliengesellschaft bzw. Herrn Georg Thomas E. zustande kam. Verbindungen zwischen der Alt-apostolischen Kirche und dem Käufer konnten nicht belegt werden.

Besonders auskunftsfreudig zeigte sich keiner der Beteiligten. Die Presseanfrage an Reinhard blieb ebenso unbeantwortet wie die an den Vorsitzenden der Alt-apostolischen Kirche. Hans-Georg Richter gründete 2007, mit den Aposteln Uwe Jacob und Ingolf Schulz, die Alt-apostolische Kirche in Deutschland.  Ob diese Gelder von Reinhard erhalten haben, konnte nicht geklärt werden. Ist Schweigen wirklich Gold?

Am Ende bleibt eine Zossener Firma, die unter Umständen rechtlich nicht zu beanstanden ist. Die moralische Bewertung ist möglicherweise eine völlig andere. Dazu eine Alt-apostolische Kirche, die ein Schweigegelübde vorzieht und natürlich ein Ex-Ehemann, der gegen christliche Regeln verstößt. Doch wie passt das alles zusammen? Gar nicht…… Und die Moral von der Geschichte? Eine völlig unmoralische Geschichte wo ein vielleicht unzureichendes Recht über die Moral siegen könnte….

Bad Ems ist sicher? Es gibt kein Problem mit Randalierern? Videos im Artikel

in Blaulicht/VG Bad Ems-Nassau
Bad Ems ist sicher? Es gibt kein Problem mit Randalierern? Videos im Artikel

BAD EMS Am 06.06 berichtete der BEN Kurier über nächtliche Randale im Kurpark (Artikel hier). Die Polizei und die Stadt waren alarmiert. Ein neues Sicherheitskonzept sollte alles besser machen. Angedacht waren u.a. nächtliche Alkoholverbote in Teilbereichen der Stadt.

Und es schien sich etwas zu tun. Patrouillierende Sicherheitskräfte liefen nächtliche Streifen durch den Kurpark. Einige Tage kehrte trügerische Ruhe ein, denn schnell war klar, dass sich nichts geändert hatte.

Aufnahmen vom 25.07.2021 – Schlägerei gegen 2:00 Uhr morgens in der Römerstraße

 

Das Dilemma ist das Gleiche. Noch immer ziehen zu später Stunde, Gruppen von jungen Erwachsenen durch die Römerstraße und Teile des Kurparks. Nur 12 Tage nach den Vorfällen war alles beim Alten.

Die Polizei überprüft präventiv in unregelmäßigen Abständen die bekannten Hotspots in Bad Ems. Dabei ist es wie ein Katz und Maus Spiel. Sobald aus der Ferne ein Streifenwagen erkennbar ist, verschwinden die Heranwachsenden. Dabei versucht die Polizei der Lage her zu werden. Ist sie über Vorfälle informiert, trifft sie binnen kurzer Zeit vor Ort ein.

Doch wie sollen die Ordnungshüter reagieren? Ein Platzverweis? Eine vorübergehende Festnahme bei renitenten Ruhestörern? Nur wenige Tage später, wird sie die gleichen, unbelehrbaren Personen erneut vor Ort antreffen. Eine frustrierende Situation.

Vorfall in der Nacht vom 05.06 auf den 06.06 – Römerstraße

 

Auch dem Stadtbürgermeister Oliver Krügel ist die bekannte Problematik ein Dorn im Auge. Dabei warnt er eindringlich vor einer pauschalisierten Bewertung aller Jugendlichen oder Heranwachsenden in Bad Ems. Der überwiegende Teil der jungen Mitbürger, ist nicht für die Vorfälle in der Stadt verantwortlich. Im Gegenteil. Diese nutzen lieber die zahlreichen angebotenen Freizeitmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in der Kurstadt.

Der Vorsitzende des Fußballvereins der Sportfreunde Bad Bad Ems, Achim Wunsch, sprach in der Live Online-Sitzung des Stadtbürgermeisters an, dass der Kurpark und die Römerstraße immer unsicherer werden würden und wollte wissen, was die Stadt dagegen unternimmt.

Am 03.07 in der Römerstraße – Erste Vorfälle gegen 23:00 Uhr – Letzte um 2:54 Uhr

Dem gegenüber antwortete Oliver Krügel, dass dort öfters nichts dran sein würde. Er bat die Bürger darum, dass die Informationen kritisch hinterfragt werden. „Man kann nicht behaupten, dass wir in diesem Jahr (glücklicherweise), ein Vandalismus- oder ein Gewaltproblem haben was über ein Maß einer Stadt hinaus geht in dieser Größenordnung“, führte der Stadtbürgermeister aus.

Die hauptsächliche Verantwortung, für die Ordnung in der Stadt, sieht das Stadtoberhaupt bei der Polizei. Für eigene Sicherheitskräfte wäre kein finanzieller Spielraum da. Oliver Krügel weist auf  ein weiteres Dilemma hin. Laut ihm, wäre die Personaldecke der Polizei sehr dünn. Um die erschwerten Aufgaben in der Stadt bewältigen zu können, bedarf es weiterer Einsatzkräfte. Und diese fordert er von der Landesregierung.

Bad Ems ist Weltkulturerbe. Einerseits möchte das Stadtoberhaupt keine negativen Nachrichten zu nächtlichen Auseinandersetzungen in der Römerstraße lesen. Verständlich. Denn dieses verschreckt mögliche Gäste in der Kurstadt. Andererseits scheint eine Lösung in weite Ferne gerückt zu sein. Somit kommt die aktuelle Situation einer Kapitulation vor den Gegebenheiten gleich. Alles bleibt so wie gehabt.

30.07 – Polizeieinsatz in der Römerstraße

Doch wie passt das alles zusammen? Natürlich spiegeln die nächtlichen Auseinandersetzungen und exzessiven Saufgelagen auf den Straßen nicht den Querschnitt der Jugend wieder. Und natürlich können diese nicht in einen Topf geworfen werden. Doch ohne ein Sicherheitskonzept wird eine ganze Generation durch die Gesellschaft immer mehr in Kollektivhaftung genommen.

Zwischenzeitlich haben Bürger in der Römerstraße kapituliert und haben der Stadt dauerhaft den Rücken gekehrt. Andere teilten dem BEN Kurier telefonisch mit, dass sie nachts nicht mehr gefahrlos auf die Straße gehen können.

Einige Bürger haben schlichtweg Angst und fühlen sich im Stich gelassen. Zu Unrecht? Die Verantwortlichen sprechen davon, dass es keinen nennenswerte Kriminalität in Bad Ems geben würde. Ähnliches verlautete auch der Stadtbürgermeister. Gleichwohl sprechen die bewegten Bilder und das gefühlte Sicherheitsempfinden der Anwohner andere Worte.

18.07 Polizeieinsatz in der Römerstraße

Natürlich sollten strafrechtlich relevante Vorfälle angezeigt werden um eine Handhabe für die Ordnungshüter zu schaffen. Allerdings trauen sich viele Betroffene nicht. Die Angst vor Repressalien ist groß wobei sich die Anwohner durchaus eine konsequente Beendigung der nächtlichen Eskalationen wünschen. Ein Bad Emser schrieb dem BEN Kurier: „…Wut, Angst und Machtlosigkeit….. Das unbändige Gefühl nicht ernst genommen zu werden….“

Bestenfalls nur ein Betrunkener nach Mitternacht – Schlafen können die Anwohner nicht

In den sozialen Medien tauchen immer wieder die gleichen Namen auf. Genannt werden ein Victor oder auch ein Dennis (Anm. Beide sind der Redaktion namentlich bekannt). Gerade Letzterer soll laut mehreren Augenzeugen zur Folge, einen Kleindealer mit körperlichen Konsequenzen gedroht haben, wenn dieser in Zukunft erneut Drogen in seiner Stadt verkaufen würde. Nur er alleine hätte das Recht dazu.

Tilidin, Amphetamine oder lieber Marihuana? Offenbar alles leicht zu erwerben in der Kurstadt. Bestimmt ist dieses in anderen Städten nicht anders. Die Römerstraße ist auch nicht vergleichbar mit der Kaiserstraße in Frankfurt. Aber hier geht es einzig und alleine um die Stadt Bad Ems. Und in dieser gab es einmal in früheren Zeiten eine wunderschöne Flaniermeile in der Römerstraße, die auch in den Abendstunden sicher besucht werden konnte. Das ist nun Vergangenheit. Willkommen im Weltkulturerbe Bad Ems.

Rettungseinsatz auf Bad Emser “Wipsch” – Hilfloser Mann auf Toilette aufgefunden

in Blaulicht/VG Bad Ems-Nassau
Hilfloser Mann in Toilette "Auf der Wipsch" in Bad Ems aufgefunden

BAD EMS Gegen 17 Uhr 40 kam es zu einem Rettungseinsatz auf dem Gelände “Auf der Wipsch” in Bad Ems. Laut Augenzeugenberichten, soll ein etwa 40-jähriger Mann auf der Toilette zusammengebrochen sein. Angeblich wäre eine Spritze aufgefunden worden.

Die Rettungsleitstelle Montabaur bestätigte zwar den Einsatz mit zwei Rettungswagen aber nicht den Zusammenhang mit Drogen. Der hilflose Mann wurde vor Ort notfallmäßig versorgt und zur weiteren Behandlung in ein umliegendes Krankenhaus gebracht.

Überfall auf Koblenzer Ehepaar – Mann erlag den Verletzungen

in Koblenz
Überfall auf ein Ehepaar in Koblenz-Stolzenfels

KOBLENZ (ots) Am Donnerstag, 29.07.2021, wurde gegen 21.00 Uhr ein Ehepaar, 81 und 86 Jahre alt, in ihrer Wohnung in der Rhenser Straße von zwei bislang unbekannten Männern überfallen.

Die 81-jährige Frau wurde bei dem Überfall leicht verletzt. Ihr Ehemann wurde schwer verletzt und anschließend in ein Koblenzer Krankenhaus eingeliefert, wo er am 31.07.21 seinen Verletzungen erlag.

Die Täter wurden wie folgt beschrieben:

Person 1: männlich, Mitte 20, ca. 170 cm groß, schlank, schmales Gesicht, lockige dunkle Haare mit “Undercut”, er trug eine Herren-Umhängetasche mit sich. Zum zweiten Täter liegen keine genauen Hinweise vor. Einziger Hinweis ist, dass die Person größer als die zuvor beschriebene gewesen sei.

Gemeindeschwester plus startet

in Gesundheit/Rhein-Lahn-Kreis/VG Loreley
Gemeindeschwester plus startet

LORELEY Yvonne Weiland startet als neue Fachkraft im Projekt Gemeindeschwesterplus ab dem 01. August 2021 in der Verbandsgemeinde Loreley. Bürgermeister Mike Weiland überreicht mit Kreisgesundheitsmanagerin Johanna Breithaupt und Landrat Frank Puchtler den Schlüssel zum Büro des Caritasverbandes Westerwald- Rhein-Lahn in St. Goarshausen. Nun kann Frau Weiland ihre Arbeit als Gemeindeschwesterplus aufnehmen.

Durch Ihre Arbeit soll dem vielerorts gehegten Wunsch nachgekommen werden, möglichst lange alleine Zuhause in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben. Die Gemeindeschwesterplus lädt zum Gespräch ein und führt präventive Hausbesuche durch. Wünsche, Sorgen und Bedarfe der hochaltrigen Menschen werden geteilt und erfasst.

Je nach Bedarf erstellt die Gemeindeschwesterplus ein Informations- und Beratungsangebot, welches sich vielfältig auf Lebens- und Alltagsgestaltung, Freizeit- und Unterstützungsangebote bezieht, aber auch das Thema Gesundheitsförderung und Prävention in den Fokus nimmt.

Damit unterstützt und ergänzt Frau Weiland die Arbeit in den Pflegestützpunkten Lahnstein und Nastätten. Das Angebot der Gemeindeschwesterplus ist für die Seniorinnen und Senioren kostenlos.

Frau Weiland ist examinierte Pflegefachkraft und seit 22 Jahren in der pflegerischen Versorgung tätig. Sie kommt aus Berghausen in der Verbandsgemeinde Aar- Einrich. Seit 2017 war sie im Medizinischen Versorgungszentrum im Einrich tätig und konnte in diesem Zusammenhang NäPa-Hausbesuche durchführen. Somit bringt sie ideale Voraussetzungen als Fachkraft im Projekt Gemeindeschwesterplus mit.

Der Fokus ist nun aber ein anderer: Anstelle von medizinischer oder pflegerischer Unterstützung steht nun das Kümmern! Zuhören, Reden und Weiterhelfen. Das sind ihre neuen Aufgaben, auf die sich Yvonne Weiland schon sehr freut.

Frau Weiland wird in einer Außendienststelle im Büro des Katholischen Pfarramtes St. Goarshausen zu finden sein und ist unter der Nummer 0175 1941278 oder auch per EMail an VGLoreley-gemeindeschwesterplus@cv-ww-rl.de zu erreichen. Wir sind sehr froh darüber, mit Unterstützung des Landes den betagten Menschen in der Verbandsgemeinde Loreley dieses neue Angebot in Kooperation von Kreis und Verbandsgemeinde unterbreiten zu können. Sie wird einen wertvollen Beitrag leisten und das Leben der Menschen in häuslicher Umgebung bereichern“, so Bürgermeister Mike Weiland und Landrat Frank Puchtler abschließend.

Das Projekt Gemeindeschwesterplus wird durch das Land Rheinland-Pfalz und den in Rheinland-Pfalz vertretenen Krankenkassen und Krankenkassenverbänden finanziert.

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