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VG Bad Ems-Nassau

Auftragseingänge und Umsätze des Bauhauptgewerbes in RLP im Dezember deutlich im Plus

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Auftragseingänge und Umsätze des Bauhauptgewerbes im Dezember deutlich im Plus
Foto: BEN Kurier - Fotomontage -
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WIRTSCHAFT Bei den Betrieben des rheinland-pfälzischen Bauhauptgewerbes gingen im Dezember 2025 deutlich mehr Aufträge ein als im November. Die baugewerblichen Umsätze stiegen ebenfalls stark. Auch im Vorjahresvergleich legten die Auftragseingänge zu, insbesondere durch kräftige Zuwächse im Tiefbau. Die Umsätze des Bauhauptgewerbes stiegen gegenüber Dezember 2024 ebenfalls.

Vergleich zum Vormonat

Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems stiegen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im Dezember 2025 kalender- und saisonbereinigt um 19 Prozent. Der Hochbau und der Tiefbau entwickelten sich unterschiedlich. Die Nachfrage im Hochbau blieb nahezu unverändert (minus 0,2 Prozent). Dabei standen einem deutlichen Zuwachs im Wohnungsbau, der 28 Prozent mehr Bestellungen erhielt als im Vormonat, starke Einbußen im gewerblichen Hochbau gegenüber.

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Der Zuwachs im Wohnungsbau ist unter anderem auf einen Großauftrag zurückzuführen. Auch im öffentlichen Hochbau schrumpften die Auftragseingänge (minus 2,1 Prozent). Im Tiefbau legte die Nachfrage im Dezember kräftig um 35 Prozent zu, nachdem sie im Vormonat allerdings deutlich zurückgegangen war. Das Ordervolumen im gewerblichen Tiefbau stieg um 62 Prozent und auch im Straßenbau gingen wesentlich mehr Bestellungen ein als im November (plus 55 Prozent). Im sonstigen öffentlichen Tiefbau sank die Nachfrage hingegen kräftig.

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Die kalender- und saisonbereinigten Umsätze des Bauhauptgewerbes stiegen im Dezember 2025 um 17 Prozent, was auf Zuwächse im Hoch- und im Tiefbau zurückzuführen ist. Im Hochbau lagen die Erlöse um 33 Prozent über dem Niveau des Vormonats, da die Umsätze aller drei Teilsegmente mit zweistelliger Rate stiegen: Im gewerblichen Hochbau nahmen die Erlöse im Dezember um 60 Prozent zu. Im öffentlichen Hochbau und im Wohnungsbau erhöhten sie sich um 14 bzw. zwölf Prozent.

Die Tiefbaubetriebe setzten im Dezember ebenfalls mehr um als im Vormonat (plus 7,3 Prozent). Zwei der drei Segmente verbuchten einen Erlöszuwachs. Im gewerblichen Tiefbau stiegen die Umsätze um 21 Prozent und im sonstigen öffentlichen Tiefbau um 14 Prozent. Im Straßenbau lagen die Umsätze unter dem Niveau des Vormonats (minus 4,7 Prozent).

Vergleich zum Vorjahresmonat

Die kalenderbereinigten Auftragseingänge waren im Dezember 2025 in jeweiligen Preisen 27 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Dazu trug vor allem eine deutliche Zunahme der Bestellungen im Tiefbau bei (plus 53 Prozent). Im Hochbau stieg die Nachfrage um 2,3 Prozent. Die baugewerblichen Umsätze fielen 20 Prozent höher aus als im Dezember 2024. Der Hochbau steigerte seine Erlöse um 26 Prozent. Der Tiefbau verzeichnete ein Umsatzplus von 15 Prozent.

Methodische Hinweise

Mit der Konjunkturmeldung im Bauhauptgewerbe wird die monatliche Entwicklung der Auftragseingänge sowie des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe insgesamt, in den Teilbereichen Hochbau und Tiefbau sowie in der Gliederung nach Bauart und Auftraggeber bereitgestellt. Um kurzfristige Veränderungen aufzuzeigen, liegt der Schwerpunkt der Berichterstattung auf dem Vergleich der kalender- und saisonbereinigten Werte mit dem jeweiligen Vormonat.

Ergänzend werden die kalenderbereinigten Veränderungsraten zum jeweiligen Vorjahresmonat oder zum jeweiligen Vorjahreszeitraum angegeben. Die Kalender- und Saisonbereinigung erfolgt mit dem Verfahren X13 in JDemetra+. Weitere Erläuterungen Autor: Maximilian Lüke (Referat Analysen Wirtschaft – Statistisches Landesamt RLP)

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VG Bad Ems-Nassau

Gemeinsam für den Wald: 80 Kinder packen am Ehrlich-Heidchen in Nassau mit an

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Foto: BEN Kurier
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NASSAU Mit Astscheren, Spaten und viel Begeisterung für die Natur haben sich rund 80 Kinder gemeinsam mit Erwachsenen am Ehrlich-Heidchen in Nassau zu einer besonderen Umweltaktion getroffen. Ziel der Initiative war es, Bäume zu pflegen, neue Pflanzen zu setzen und Kindern gleichzeitig den verantwortungsvollen Umgang mit der Natur näherzubringen.

Stadtbürgermeister Manuel Liguori zeigte sich begeistert über die große Resonanz. „Wir sind von den Anmeldungen etwas überrollt worden“, erklärte er beim Auftakt der Aktion. Viele Kinder hätten sich gemeinsam mit ihren Familien angemeldet, um im Wald aktiv mitzuhelfen. Sein besonderer Dank galt dem Ersten Beigeordneten Uli Pebler, der die Veranstaltung initiiert und organisiert hatte. „Er ist der Antreiber und Motor des Ganzen“, betonte Liguori.

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Unterstützt wurde die Aktion von zahlreichen Beteiligten aus der Region. Neben dem städtischen Bauhof engagierten sich der Jugendtreff, der Forst, örtliche Jäger sowie weitere Helfer wie Ursula und Manfred Braun und Philipp Schiefenhövel. Auch die Grundschule Nassau beteiligte sich mit vielen Schülerinnen und Schülern.

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Der Erste Beigeordnete Uli Pebler erläuterte das vielseitige Programm des Nachmittags. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl sei die ursprünglich geplante reine Baumpflegemaßnahme deutlich erweitert worden. So pflanzte eine Gruppe gemeinsam mit dem Forst neue Weißtannen, die als klimaresistente Baumart künftig besser mit den veränderten Klimabedingungen zurechtkommen sollen.

Weitere Gruppen kümmerten sich um Pflegearbeiten im sogenannten Kinderschulwald, den Nassauern Grundschulkinder bereits vor zwei Jahren angelegt hatten. Dort wurden Nachbesserungen vorgenommen, um das Wachstum der jungen Bäume zu sichern.

Auf dem Heidchen selbst standen zudem verschiedene Arbeiten an: Drei Gruppen führten den sogenannten Erhaltungsschnitt an tragenden Bäumen durch, während eine weitere Gruppe, ausschließlich mit Erwachsenen, alte Apfelbäume zurückschnitt, um deren Verjüngung zu fördern. Zusätzlich wurden Misteln aus den städtischen Bäumen entfernt, die langfristig die Vitalität der Obstbäume beeinträchtigen können.

Neben der Arbeit kam auch der gemeinschaftliche Teil nicht zu kurz. Für die Kinder gab es Stockbrot am Lagerfeuer, das vom Bauhof beaufsichtigt wurde. Die örtlichen Jäger sorgten für Bratwürste. Dazu wurden kalte Getränke angeboten.

Nach zwei bis drei Stunden gemeinsamer Arbeit hoffen die Organisatoren, nicht nur den Obstbäumen auf dem Heidchen etwas Gutes getan zu haben, sondern auch den Kindern ein wichtiges Erlebnis vermittelt zu haben. „Die Kinder sollen mitbekommen, dass man in der Natur auch etwas Gutes tun kann und dabei Spaß haben“, sagte Pebler. Gleichzeitig betonte er, dass solche Aktionen keine einmalige Sache bleiben sollen, sondern Teil eines langfristigen Engagements für Natur und Umwelt in Nassau sind.

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Sport

Erlös aus Benefizspiel in Nievern sorgt für Freude in Kenia

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Foto: Stiftung Kick for Help | Norbert Neuser
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NIEVERN Viele Highlights hatten wir im vergangenen Jahr anl. unseres 750. Gemeindejubiläums zu feiern. Einige werden uns noch lange in Erinnerung bleiben, vor allem dann, wenn sie im Rahmen eines weiteren, sportlichen Jubiläums zu einem besonderen Erlebnis wurden, das jetzt noch seine Nachwirkungen zeigt.

So hatte der SV Hertha anl. seines 115jährigen Bestehens am Sonntag, dem 7. September 2025 zu einem Benefizspiel der Nieverner Seniorenmannschaft gegen die Traditionself des 1. FC Köln ins Stadion Silberau eingeladen. Rund 650 Besucher konnten bei schönem Wetter und toller Atmosphäre einen herrlichen Fußballnachmittag erleben, dessen Reinerlös in Höhe von 3000,00 € zudem einem guten Zweck zugeführt wurde.

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Der langjährige Schulleiter und ehemalige Europaabgeordnete Norbert Neuser unterstützt mit seiner Stiftung Kick for Help seit vielen Jahren Sport- und Schulprojekte in Entwicklungsländern. Zweck der Stiftung ist die Förderung von Schul- und Vereinsprojekten sowie die Unterstützung internationaler Begegnungen von jungen Sportlern und Sportlerinnen. Mit der integrativen Kraft des Sports sollen Barrieren, Vorurteile, vorhandene Konflikte und Benachteiligungen aufgehoben und beseitigt werden. Die „Stiftung Kick for Help“ will damit positiv zur Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen beitragen.

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So konnte mit der Unterstützung aus dem Jubiläumsspiel der Hertha an der Becky Scool in Kibera (Kenia) für dauerhaftes Trinkwasser für alle Schülerinnen und Schüler gesorgt, eine neue Toilettenanlage fertiggestellt und ein neuer Schulgarten angelegt werden, der von den Kindern mit großer Begeisterung gepflegt wird. Norbert Neuser war vor Kurzem vor Ort, um sich dort von den geleisteten Arbeiten und den Fortschritten selbst zu überzeugen. Dabei konnte er festzustellen, dass als kleines Dankeschön der Schulgemeinschaft jetzt sogar das Logo des SV Hertha Nievern mitten in Afrika an einer Wand der Becky Scool in Kibera prangt!

Was für ein tolles Update zum Jubiläum der Hertha, aber auch der Gemeinde, verbunden mit einem großen Dankeschön an alle, die das möglich gemacht haben!

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VG Bad Ems-Nassau

Zum Internationalen Frauentag am 8. März: Wie leben Frauen in Rheinland-Pfalz?

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Foto: BEN Kurier
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WIRTSCHAFT Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2025 wirft das Statistische Landesamt in Bad Ems einen statistischen Blick auf die Lebenssituation der rund 2,1 Millionen Frauen im Land. Die Zahlen aus verschiedenen Bereichen zeigen teils deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Bildung und Studium

Frauen erzielen durchschnittlich höhere Bildungsabschlüsse als Männer. Rund 38 Prozent der jungen Frauen und 29 Prozent der jungen Männer schlossen 2024 die allgemeinbildenden Schulen mit der Allgemeinen Hochschulreife ab.

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Unter den 109.760 Studierenden in Rheinland-Pfalz im Wintersemester 2024/25 überwog der Anteil der Frauen mit 53 Prozent gegenüber dem der Männer (47 Prozent). Auch bei den bestandenen Prüfungen hatten Studentinnen einen etwas höheren Anteil (55 Prozent) als Studenten (45 Prozent). 

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Frauen beenden ihr Studium deutlich häufiger als Männer mit einer Lehramtsprüfung (20 bzw. 10 Prozent) und dominieren zahlenmäßig den Lehrerberuf in Rheinland-Pfalz. Fast drei Viertel der Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen (74 Prozent) sind weiblich, besonders stark vertreten an Grundschulen (90 Prozent) und Förderschulen (83 Prozent). An berufsbildenden Schulen ist das Verhältnis mit einem Frauenanteil von 53 Prozent sichtbar ausgeglichener.

An den Hochschulen zeigt sich ein anderes Bild: Weniger als jeder dritte Lehrstuhl (29 Prozent) ist mit einer Professorin besetzt. Allerdings ist hier seit Jahren ein langsamer, aber stetiger Aufwärtstrend erkennbar: Fünf Jahre zuvor waren es nur 24 Prozent. Bei den Juniorprofessuren liegt der Anteil der Frauen bei 56,5 Prozent (2019: 45 Prozent).

Politische Partizipation

Ein Blick auf die Bundestagswahl im vergangenen Jahr zeigt sichtbare Unterschiede im Wahlverhalten zwischen Männern und Frauen. Die Wahlgewinnerin CDU war bei beiden Geschlechtern die stärkste Kraft (Frauen: 30,3 Prozent; Männer: 31 Prozent). Die AfD wählten 15,6 Prozent der Frauen, aber 24,6 Prozent der Männer. Frauen stimmten hingegen häufiger als Männer für die SPD (20,3 Prozent bzw. 17 Prozent), die Grünen (11,6 Prozent bzw. 9,1 Prozent) und Die Linke (7,8 Prozent bzw. 5,2 Prozent).

Weitere Informationen

Weitere Zahlen zur Lebenssituation von Frauen in Rheinland-Pfalz – etwa zu Eheschließungen, Geburten, Berufstätigkeit und Kinderbetreuung – sind im Beitrag „ Frauen in Rheinland-Pfalz“ im digitalen statistischen Journal Datenblick verfügbar. Einen kompakten Überblick über die Zahlen mit vielen Grafiken liefert zudem das neu aufgelegte Faltblatt „Frauen in Rheinland-Pfalz“, das kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Autorin: Marina Metz (Referat Kommunikation)

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