Connect with us

VG Bad Ems-Nassau

Ortsgemeinde Winden braucht Einnahmen

Veröffentlicht

am

Winden braucht Einnahmen (Foto: OG Winden)

WINDEN Gut besucht war die ersten Bürgerversammlung nach fast dreijähriger Pause. Ortsbürgermeister Gebhard Linscheid begrüßte knapp 35 interessierte Einwohner und den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Uwe Bruchhäuser. Der Bad Emser Verwaltungschef berichtete zunächst über die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung. Der neue Hochbehälter Nord, der Winden, Hömberg und Zimmerschied mit Wasser versorgt, habe 4.1 Millionen Euro gekostet, so Bruchhäuser. 85 Prozent habe das Land mit Zuschüssen und zinslosen Darlehen übernommen. „Die Wasserversorgung ist somit gesichert“, so Bruchhäuser, „selbst in trockenen Sommern wie in diesem Jahr.“
Die Kita in Winden wurde im Oktober fertiggestellt. 55 Kinder aus Nassau, Pohl, Hömberg, Zimmerschied und Winden besuchen derzeit die Einrichtung. 35 Mädchen und Jungen kommen aus Winden.

Bruchhäuser wies außerdem darauf hin, dass das Land von den Ortsgemeinden und Städten eine kräftige Erhöhung der Grundsteuern fordern wird. Die Ortsgemeinde Winden sei daher aufgefordert, die Erhöhung zu beschließen, da das Land und alle anderen Behörden, die sich Anteile aus der Gemeindekasse holen, immer von dem erhöhten Steuersatz ausgingen. Das heißt laut Bruchhäuser im Klartext: Erhöht die Ortsgemeinde die Grundsteuer nicht, muss sie nicht nur höhere Umlagen zahlen, sondern hat außerdem Nachteile bei der Gewährung von Zuschüssen.

Anzeige

Gebhard Linscheid erklärte dazu, dass sich der Ortsgemeinderat mit dem Thema Grundsteuer ernsthaft beschäftigen werde. Jedoch wies er auf die besonderen Lebensverhältnisse auf dem Lande hin. Fast 30 Prozent der Windener seien über 60 Jahre alt bei steigender Tendenz. Die bebauten Grundstücke im Ort seien häufig mit nur zwei bis drei Personen bewohnt, und diese müssten noch die Erhöhung der Grundsteuer hinnehmen. Das werde in den den gegenwärtig unruhigen Zeiten sicher nicht möglich sein. Umso wichtiger sei es für die Ortsgemeinde, sich zusätzliche Einnahmen zu verschaffen, die sich nicht auf Steuern alleine begründen. Da der Wald als Wirtschaftswald für die nächsten Jahrzehnte entfalle, sei es wichtig, die alte Schule umzubauen und zu vermieten und eine Flächenfotovoltaik-Anlage zu errichten, aus der die Gemeinde Erträge erzielen kann. Linscheid stellte der Einwohnerschaft die beiden Großprojekte vor.

Anzeige

Weiter informierte Linscheid, dass die Fastnacht 2023 in vollem Umfang stattfinden soll und welche Sparmaßnahmen im Bürgerhaus wegen des Verbrauchs von Gas und Strom ergriffen werden sollen. Eine Möglichkeit sei beispielsweise die Beschaffung eines Batteriespeichers für die Fotovoltaikanlage des Bürgerhauses. Weitere Themen waren die 775 Jahr-Feier im Jahr 2025 und die Umsetzung des Bebauungsplans „In der Heck“

Nach zwei Stunden voller Information und Ideen schloss Ortsbürgermeister Linscheid unter dem Applaus der Anwesenden die Bürgerversammlung.

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen
Zum Kommentieren klicken

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

VG Bad Ems-Nassau

Einmal Sonne bitte: Das Sonnenstudio Diyar in Bad Ems

Veröffentlicht

am

von

Foto: BEN Kurier

BAD EMS Sonnenstudios sind rar geworden. Grund sind gestiegene Energiepreise und strengere Richtlinien zum Besuch einer Bräunungsbank. Früher durfte jeder unter die UV-Röhren. Das sit schon lange nicht mehr so. Heute dürfen Sonnenstudios nur noch Volljährige besuchen. Die Bräunung ist nicht unumstritten. Frühzeitige Hautalterung und Krebs sollen mögliche Ursachen des Besuchs einer Bräunungsanlage sein. Dem widersprechen die Betreiber der Studios. Übermäiger Gebrauch ist schädlich, doch wer ein bis zweimal die Woche eine Sonnenbank aufsucht, soll nicht nur von einer natürlichen Bräune, sondern auch die Vitamin D-Produktion soll angeregt werden. Dermatologen raten demgegenüber zu nicht mehr als 30 bis 40 Sonnenbäder im Jahr, unabhängig davon, ob die künstlich oder natürlich sind.

video
play-sharp-fill

Für den Inhaber des Diyar´s in Bad Ems in der Kirchstraße steht die Beratung an oberster Stelle: »Bei uns muss jeder Neukunde einen Fragebogen ausfüllen. Dabei geht es darum festzustellen, ob der Kunde überhaupt für den Besuch einer Sonnenbank geeignet ist. Wir haben schon einigen abraten müssen. Letztendlich entscheidet der Kunde selber, aber wir als Betreiber haben da eine große Verantwortung, die wir wahrnehmen«, teilt Diyar Altun mit.

Anzeige

Neben dem Besuch der Sonnenbank rät Diyar Altur zu Pflegeprodukten für die Haut. Das wäre ganz wichtig, um verlorene Feuchtigkeit von außen zuzuführen. Er wagte im Januar die Übernahme der ehemaligen Sun Lounge. Mit einem großen Investment erneuerte er die Räumlichkeiten und brachte die Sonnenbänke auf den neuesten Stand. Der Zugang hat sich geändert. Wer ein wenig Bräune tanken möchte, muss nun an dem Restaurant Adria in die Kirchstraße einbiegen. Dort finden sich auch zahlreiche Kundenparkplätze.

Anzeige

Discountpreise in Sonnenstudios kann keiner mehr erwarten. Durch die massiv angestiegenen Kosten der Betreiber, sollte man das eher wie den Genuss eines guten Weines betrachten, den man einmal die Woche genießt. Günstiger wird es mit Abokarten, die es im Empfangsbereich des Diyar´s gibt.

Und nun dürfen sich die Bad Emser über das einzige große verbliebe Sonnenstudio in der Kurstadt freuen. Schön ist es.

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

VG Bad Ems-Nassau

Zusammen geht mehr: Treffen der Wirtschaftsförderer des Landkreises Rhein-Lahn

Veröffentlicht

am

von

Foto: WfG Rhein-Lahn

BAD EMS Kirchturmdenken ist von gestern, das gilt zumindest für den Rhein-Lahn-Kreis, denn hier halten sich die Wirtschaftsförderer der verschiedenen Verbandsgemeinden und Städte seit Jahren gegenseitig auf dem Laufenden und koordinieren ihre Aktivitäten. Gemeinsame Arbeitstreffen und der Austausch zu den aktuellen Themen vor Ort gehören dazu.

Für die Treffen werden nach Möglichkeit immer unterschiedliche Locations im Rhein-Lahn-Kreis aufgesucht. Diesmal fand das Treffen in Miehlen bei Autoteile Zöller statt. Heiko Zöller hat mit dem Wechsel seines Unternehmens an einen neuen Standort etwas Bemerkenswertes geschaffen. Anstatt auf der grünen Wiese einfach eine neue Halle aus dem Boden zu stampfen, schuf er gemeinsam mit dem Besitzer der leergefallenen Liegenschaft ein Vorzeigeobjekt: Modern, effizient und einladend. Autoteile Zöller hat im Industriegebiet von Miehlen eine neue Heimat gefunden und nicht nur das, jetzt gibt es auch einen Besprechungsraum mit modernster Technik, der anzumieten ist.

Anzeige

Genau das taten die Wirtschaftsförderer des Kreises, Tanja Steeg und Andreas Minor, Pia Pilger für die Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Sabine Ksoll für die Verbandsgemeinde Diez, Rita Rehbein für Nastätten, Armin Schaust für die Verbandsgemeinde Loreley und Christopher Kahl für den Aar-Einrich und tauschten sich nach einem Rundgang durch die neuen Räumlichkeiten im modernen Umfeld aus. Dabei standen Themen wie die Berufs- und Ausbildungsmesse JOBNOX®, die Möglichkeiten zur Stärkung des regionalen Einzelhandels und die Nutzung des touristischen Vielfalt-Projekts auf der Agenda.

Anzeige
Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Vereine

Gelungener Auftakt: Chorwelt Unterlahn stellt sich vor in Rettert

Veröffentlicht

am

von

Foto: Bettina Scholl

RETTERTWer nicht dabei war, hat in jedem Fall etwas verpasst“ war das Resümee einer Sängerin des gemischten Chores Concordia Singhofen unter der Leitung von Irina Kotykova, die mit ihren gut 40 Choraktiven großartige Stimmung in den Saal des Dorfgemeinschaftshauses Rettert brachte.

Fünf Chöre, darunter der Gastgeber, der gemischte Chor Germania 1873 Rettert unter der Leitung von Ingrid Modes, konnte der Kreischorverband Unterlahn für die Auftaktveranstaltung „Chorwelt Unterlahn stellt sich vor“ am Sonntag den, 14. April 2024 gewinnen. Neben dem Gastgeber sangen der Frauenchor Langenscheid mit gut 20 Chorsängerinnen, seit 1987 unter der bewährten Leitung von Frank Sittel, der gemischte Chor Concordia Singhofen, wie oben erwähnt, der Frauenkammerchor COSIMA Bad Ems mit nur fünf von eigentlich sieben Sängerinnen, darunter die Chorleiterin Nicole Paulwitz, die die Anwesenden im Saal begeisterten und zu guter Letzt der Männerchor Aartal, seit 2015 unter der Leitung von Eberhard Biebricher. Begrüßt wurden Gäste und Chöre von Monika Kröck, Sängerin im Frauenchor Fachingen, die seit 2022 den Musikrat des Kreischorverbands mit geschätztem Rat und Tat unterstützt und maßgeblich an der Organisation der Veranstaltung beteiligt war.

Anzeige

Kreischorleiterin Bettina Scholl, Initiatorin der Veranstaltung, plante die Veranstaltung bereits vor der Pandemie, „um Chören des Verbands eine Plattform zur Verfügung zu stellen, auf der sie sich präsentieren und vernetzen können“, denn häufig laden sich immer dieselben Chöre zu Veranstaltungen ein. Der KCV Unterlahn verfolgt mit dieser Veranstaltung das Ziel, dass sich Chöre kennenlernen und einladen, die bisher noch keinen Kontakt miteinander hatten. Die Chorszene im Gebiet des Kreischorverbands soll vor allem nach den schwierigen Jahren der Pandemie weiter belebt werden. Dafür wurden außerdem bereits die beiden Veranstaltungen „Diez ganz Chor“, eine Chornacht in der Diezer Altstadt, sowie ein Konzert der „Meister- und Konzertchöre“ ins Leben gerufen, die 2023 und 2022 bereits einen sehr erfolgreichen Auftakt hatten und ebenfalls alle zwei Jahre stattfinden sollen.

Anzeige

Das Konzept ging auf, die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Der gastgebende Chor aus Rettert schuf mit einer Bewirtung, bei der es an nichts fehlte, eine gute Grundlage. Alle Chöre waren mit großer Begeisterung dabei und wurden mit einer erwähnenswerten Aufmerksamkeit, Ruhe und großem Interesse während ihrer Auftritte seitens der Zuhörer belohnt.

Verabschiedet wurden die Gäste von der ersten Vorsitzenden des Kreischorverbands, Karin Amstutz, nachdem sie vier Sänger des Männerchores Aartal geehrt hatte. Horst Willig und Manfred Bittkau wurden für 50 Jahre, Reinhold Fritz für 60 Jahre und Helmut Weimar für 70 Jahre aktives Singen geehrt.

Alles in allem eine sehr gelungene Veranstaltung, die nach Wiederholung ruft. Großes Interesse von weiteren Chören an einer Teilnahme der Veranstaltung in zwei Jahren gibt es bereits. Text: Bettina Scholl

Print Friendly, PDF & Email
Teilen Sie mit anderen
Weiterlesen

Trending

×

Hallo.

Klicke auf den Button um uns eine WhatsApp Nachricht zu senden oder sende uns eine Mail an redaktion@ben-kurier.de

× Whats App zum BEN Kurier