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VG Bad Ems-Nassau

Verunsicherte Bürger in Nassau zog es auf die Straßen: Übung Dachstuhlbrand mit Menschenrettung

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Verunsicherte Bürger zog es auf die Straßen - Dachstuhlbrand mit Menschenrettung (Foto: Achim Steinhäuser)

NASSAU Wenn bei der Freiwilligen Feuerwehr Nassau der Ernstfall eintritt, bleibt nicht mehr viel Zeit zum Nachdenken, denn dann muss gehandelt werden. Während einer Übung im Kreuzungsbereich „Unterer Bongert“, „Kaltbachstraße“, „Hömberger Straße“ kamen die Wehrleute unter ihrem Wehrführer Tobias Stork mit modernen Geräten und Fahrzeugen zum Einsatz. Bei der Übung – die von den Übungsleitern Manfred Brauer und Thomas Kunkler ausgearbeitet wurde – achtete man darauf, die Nerven der Nassauer Bevölkerung weitgehend zu schonen. Kein Rasen und mit keinem Blaulicht und Martinshorn fuhr man durch die Straßen zum Einsatzort. Dennoch schauten Bürger – in der Nähe der früheren Weinstube Piskator – vorsichtig auf das Treiben am Einsatzort, um zu sehen, was passiert ist.

Kein Grund zur Panik, gab es doch lediglich etwas zu lernen. Alles sah echt aus und war von einem richtigen Einsatz kaum zu unterscheiden: Die Feuerwehrmänner zogen ihre Atemschutzmasken auf und verwandelten sich in außerirdisch anmutende Wesen. Dem Außenstehenden wurde sofort klar, hier sitzt jeder Handgriff und hier sind Profis am Werk, obwohl sie allesamt freiwillig helfen.

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Einsatzfahrzeuge flitzten durch die Stadt – Schrecken folgte Erleichterung: Wichtige Ausbildung – Mit Ablauf zufrieden

Rückblende: Es war gegen 18:30 Uhr als bei Einheit Nassau 1 der Alarm ausgelöst wurde. „Dachstuhlbrand mit Menschenrettung“, so die Meldung die einging. Nur wenige Minuten später verteilten sich 26 Feuerwehrleute auf zwei Drehleitern (DLK 23/12 mit Knick-Gelenk und DLK 18/12) und zwei Löschfahrzeugen mit Wasserversorgung. An der Einsatzstelle angekommen, begann – da die Meldung „Innentreppe beschädigt“ kam – der eigentliche Stress: Bewohner – dargestellt durch Jugendliche der Jugendfeuerwehr – mussten gerettet werden. Nach Eintreffen an der Einsatzstelle wurde sofort damit begonnen. Unter Atemschutz wurden die Atemschutzträger in das Gebäude geschickt, um die vermissten Personen zu suchen. Schon nach kurzer Zeit wurde von den Trupps die Rückmeldung gegeben, dass die Personen gefunden und gerettet sind. Die Floriansjünger sehen bei ihren Einsätzen immer die Rettung von Menschen als ihre höchste Aufgabe an. Um aber dieser Aufgabe gerecht zu werden, brauchen sie neben einer sicheren Ausrüstung, auch eine gute Ausbildung, so wie bei dieser Übung.

Parallel zur Rettung wurden Schläuche ausgerollt und diverse Beleuchtungs- und Löschmaßnahmen vorgenommen. Alle packten bei der sehr lernreichen Übung gezielt und gekonnt an. “Gott sei Dank” war dies nur eine Übung, welche die Freiwillige Feuerwehr Nassau bravourös meisterte. In einer anschließenden kurzen Übungskritik durch Wehrführer Tobias Stork, wurde der Einsatz seiner Einsatzkräfte gelobt (Text: Achim Steinhäuser).

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VG Bad Ems-Nassau

Dausenauer Umwelttag findet am 25. März statt

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DAUSENAU Am 25. März findet der diesjährige Umwelttag in Dausenau statt. Weitere Informationen hierzu folgen hier an dieser Stelle kurz vor dem Termin. Sichern Sie sich diesen Termin, an dem wir uns für unsere Gemeinde gemeinsam einsetzen. Nach getaner Arbeit wird es wie immer einen Imbiss geben.

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Gesundheit

Urologen Kiwan & Alawi verlassen Bad Emser Paracelsus-Klinik: Umzug zum 01. Juli “Auf die Wipsch 1”

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BAD EMS Die Querelen um die mögliche Schließung Paracelsus-Klinik spielten keine Rolle bei der Entscheidung für den Umzug “Auf die Wipsch 1” in Bad Ems.  Schon im vergangenen Jahr planten die beiden Fachärzte für Urologie Mohammad Kiwan und Bachar Alawi den neuen Standort im Zentrum der Kurstadt. Die Gründe lagen primär in der verbesserten Erreichbarkeit für ihre teilweise älteren Patienten und die neuen großen und freundlichen Praxisräume.

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Bis zum 30 Juni bleibt alles beim Alten. Die Patienten treffen die beiden beliebten Urologen in den bisherigen Räumlichkeiten in der Paracelsus-Klinik. Ab dem 01. Juli geht es gewohnt weiter Auf der Wipsch. Dennoch dürfte auch die mögliche Schließung der Paracelsus-Klinik Auswirkungen, für die beiden Ärzte haben. Zahlreiche Operationen wurden im Krankenhaus ausgeführt. Ob dieses in Zukunft weiterhin möglich sein wird, ist fraglich. Möglicherweise müssen stationäre Eingriffe in Zuzkunft in Ausweichkliniken durch die beiden Urologen ausgeführt werden.

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Dennoch ist es eine gute Nachricht, denn unabhängig vom Werdegang der Klinik auf den Höhen der Kurstadt ist eines gewiss: Es wird weiterhin eine Urologie in Bad Ems geben. Kiwan und Alawi bleiben. Nur der Standort ändert sich im Sommer.

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Gesundheit

Offener Brief zum Erhalt der Paracelsus-Klinik Bad Ems

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BAD EMS Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Die drohende Schließung der Paracelsus-Klinik macht uns alle betroffen und wütend. Für unsere Region, den Gesundheitsstandort Bad Ems, ist die Klinik nicht nur ein Krankenhaus wie jedes andere, sie prägt unsere gesamte Struktur und ist unabdingbar für zahlreiche Einrichtungen, der medizinischen und sozialen Versorgung.

Argumente für den Erhalt des Standorts:

  • Die Paracelsus-Klinik sichert nicht nur die Akutversorgung der Menschen an der unteren Lahn, im vorderen Westerwald und im vorderen Taunus.
  • Gewachsene Strukturen, die durch die Besonderheiten des Gesundheitsstandortes Bad Ems- Nassau ausgeprägt wurden, verlangen den Fortbestand des Leistungsspektrums der Klinik.
  • Die Stiftung Scheuern, allein dort sind 650 Menschen zentral oder auch dezentral in der Region untergebracht, kann wegen der oft komplexen Krankheitsbilder ihrer Bewohner nicht auf eine klinische Versorgung verzichten.
  • Vier Rehakliniken, vier Altenheime, davon drei in Bad Ems, eines in Nassau brauchen die stationäre Versorgung in nächster Nähe.
  • Notfälle machen den schnellen Zugriff auf internistische und chirurgische stationäre Behandlung notwendig.
  • Die Hufeland-Klinik, Centrum für Pneumologie, ist zwingend auf eine Zusammenarbeit mit der Inneren Medizin in der Paracelsus-Klinik angewiesen.
  • Die große internistische Praxis aus Kardiologie, Gastroenterologie, internistische Allgemeinmedizin und Onkologie mit ihren mehr als 12.000 Patienten im Jahr ist gefährdet, weil sie in den Räumlichkeiten der Paracelsus-Klinik lokalisiert ist und eine gemeinsame Nutzung der Funktionsräume und der Geräte-Ressourcen des Krankenhauses nutzt.
  • Praxen wie Dres. Achenbach und Graur, Nephrologie und Dialyse, sind gleichfalls auf Akutversorgung angewiesen und würden in ihrem Bestand gefährdet.

Rettungsdienst

  • Der Rettungsdienst braucht kurze Wege!
  • Die Berechnung der Fahrtzeiten zur nächsten Klinik ist nicht nur von der Paracelsus-Klinik ausgehend zu sehen. Allein von der Stiftung Nassau/Scheuern beträgt die Wegzeit bis zum Kemperhof in Koblenz lt. Google 33 Minuten.
  • Im Jahr 2022 wurde die Paracelsus-Klinik 3.600-mal vom Rettungsdienst angefahren. Diese Anfahrten beinhalten nicht nur Notversorgung, auch Routinehilfe wie der Wechsel von Dauerkathetern bei Bewohnern der Altenheime.
  • Längere Anfahrtswege zu anderen Krankenhäusern im Umland binden Fahrzeuge und Rettungskräfte und verhindern die dringende Versorgung anderer Notfälle.
  • Dr. Jaeger führt die dringend vorzuhaltende Diagnostik und Notversorgung bei Herzinfarktverdacht an. Ohne die Möglichkeit des Angebotes in der Paracelsus-Klinik (Herzkatheter) nicht möglich, eine unverantwortbare Gefährdung betroffener Patienten wäre die Folge.

Wir, die Unterzeichner appellieren an die Eigentümer der Paracelsus-Klinik Bad Ems, arbeiten Sie mit, damit der Standort der Akutversorgung mit seiner medizinischen Kompetenz, sowie den Arbeits- und Ausbildungsplätzen vor Ort erhalten bleibt!

Dr. Hildegard Simons, Vorsitzende der Ärzteschaft Bad Ems, Jörg Denninghoff, Landrat des Rhein-Lahn-Kreises, Uwe Bruchhäuser, Bürgermeister Verbandsgemeinde Bad Ems-Nassau, Oliver Krügel, Stadtbürgermeister Bad Ems, Gisela Bertram, 1. Beigeordnete des Kreises und der Verbandsgemeinde, Dr. Hans Jäger, Organisator des Notarztdienstes, Mario Kauth, Betriebsrat der Paracelsus-Klinik Bad Ems

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