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Koblenz

Miteinander statt Gegeneinander – Koblenzer Wochen der Demokratie gestartet

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ild: Anlässlich der Eröffnung der Koblenzer Wochen der Demokratie fertigte der Künstler Alexander Petscherskich ein 3D-Streetpainting auf dem Zentralplatz an, das durch die Akteure der Koblenzer Wochen der Demokratie gemeinsam für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. Foto: Alexander Petscherskich

KOBLENZ Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Start der Koblenzer Wochen der Demokratie diskutierten in der Stadtbibliothek die Dezernentin für Bildung und Kultur der Stadt Koblenz, Dr. Margit Theis-Scholz, die beiden Künstlerinnen und Vorsitzenden der Künstlervereinigungen akm (Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler am Mittelrhein e.V.) und ark (Arbeitsgruppe rheinland-pfälzischer Künstler e.V.) Violetta Richard und Eva Maria Enders sowie der Theaterintendant Markus Dietze und der geschäftsführende Vorstand von Pop Rlp Markus Graf über die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Demokratie.

Schnell wurde dabei deutlich, dass das diesjährige Motto „Miteinander statt Gegeneinander“ vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Pandemie und den Kriegsgeschehnissen in der Ukraine hohen Aktualitätsgrad besitzt. Im Zentrum der Diskussion stand der Umgang mit Medien und hier insbesondere den neuen Medien. Welche Rolle Kunst und Kultur in diesem Kontext einnehmen müssen, machte Theis-Scholz gleich zu Beginn deutlich: „Wir müssen wieder lernen kontrovers miteinander zu diskutieren ohne in Streit zu verfallen.“ Wie schwierig dies geworden sei zeigten aktuelle Diskussionen um die Documenta, den Song Layla und die Winnetou-Romane von Karl May. Diese Debatten förderten gestärkt durch bestimmte Mechanismen in den neuen Medien eher ein Gegeneinander statt ein Miteinander. Diese Algorithmen seien damit ein „gefundenes Fressen“ für Demokratie kritische bis Demokratie feindliche Gruppierungen, die hierüber eine Vielzahl an Personen mit falschen Informationen erreichten. Grundsätzlich, so der Tenor in der Runde, hätten die neuen Medien in den vergangenen Jahren die Fixierung auf das Ich gefördert und das Miteinander in den Hintergrund gedrängt.

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Damit verdeutlichte die Diskussion eindrucksvoll, dass der Zustand einer demokratisch verfassten Gesellschaft stark von der Frage abhängt, welche Bedeutung das Ich und das Wir im Alltag einnehmen. Mit dem Motto „Miteinander statt Gegeneinander“ möchten alle Akteure der Koblenzer Wochen der Demokratie in diesem Sinne das Miteinander stärken und so einen Beitrag für ein stabiles demokratisches Fundament für die Zukunft leisten. „Wir müssen das Miteinander im sozialen Raum wieder stärken und die Menschen aus ihren Blasen herausholen“, bilanzierte Theis-Scholz abschließend. An dieser Stelle seien alle Kultureinrichtungen gefragt eine aktive Rolle einzunehmen. Diese Rolle müsse über niederschwellige Zugänge möglich gemacht werden. Allen Diskutanten war dabei wichtig hervorzuheben, dass niederschwellige Zugänge zu Kunst und Kultur nicht gleichbedeutend mit einem Qualitätsverlust der Kunst an sich einhergehen dürfe. Niederschwelligkeit bedeute die Zugänglichkeit zu Kulturangeboten zu erleichtern. Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Darin waren sich alle einig: Dies zu verdeutlichen und Mitwirken und Mitdenken einzufordern sei Aufgabe von Kunst und Kultur, auch wenn es ein mühevoller Weg ist.

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Die Koblenzer Wochen der Demokratie gehen noch bis zum 3. Oktober. Alle Informationen unter www.demokratie-koblenz.de/kwdd    

+++ Bild: Anlässlich der Eröffnung der Koblenzer Wochen der Demokratie fertigte der Künstler Alexander Petscherskich ein 3D-Streetpainting auf dem Zentralplatz an, das durch die Akteure der Koblenzer Wochen der Demokratie gemeinsam für die Öffentlichkeit freigegeben wurde. Foto: Alexander Petscherskich +++

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Koblenz

Fête de la Musique: Weltgrößtes Musikfestival am Freitag in Koblenz

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Foto: Fête de la Musique 2023 (Isa Hoffmann/belleisart)

KOBLENZ Die „Fête de la Musique“, das weltgrößte Musikfestival, wird am 21. Juni 2024 nun zum zweiten Mal in der Stadt Koblenz stattfinden. Von 16:00 bis 21:00 Uhr verwandeln sich beliebte Plätze der Innenstadt zu einer Bühne mit Live-Musik verschiedenster Genres. Insgesamt 32 regionale Acts nehmen an diesem Event teil und präsentieren dem Koblenzer Publikum ein kostenfreies Musikprogramm.

Was 1982 mit der Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang, ein paar Stromanschlüssen und großem musikalischen Idealismus in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen Ereignis entwickeln können. Mit mehr als 120 Teilnehmerländern und weltweit über 1000 Städten ist die Fête de la Musique bereits eines der größten, öffentlich zugänglichen Outdoor Musikevents. Die Fête zeichnet sich dadurch aus, dass alle Musiker:innen ohne Gage auftreten.

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Das Kultur- und Schulverwaltungsamt lädt alle Musikfreunde ein, in der Innenstadt zu verweilen und die musikalischen Darbietungen zu genießen.

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Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter: www.koblenzkultur.de/musik/fete-de-la-musique/

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Blaulicht

Der Koblenzer Zoll stellt mehr als drei Kilogramm Kokain sicher: Albaner in Untersuchungshaft

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Foto: Hauptzollamt Koblenz

KOBLENZ Am frühen Abend des 30.05.2024 stellten Beamte des Hauptzollamts Koblenz bei einer Kontrolle an der belgischen Grenze mehr als drei Kilogramm Kokain sicher. Die Zöllner überprüften ein Fahrzeug, dass in Richtung Belgien unterwegs war. Der Fahrzeugführer, ein 23-jähriger Albaner, gab an auf dem Weg von Albanien über Italien und Deutschland nach Belgien zu sein.

Bei der Befragung sagte er, keinerlei Betäubungsmittel mitzuführen. Da ein Drogenwischtest allerdings positiv auf Kokain reagierte, schauten sich die Beamten das Fahrzeug dann etwas genauer an. Im Innenraum des Fahrzeugs wurden sie dann auch fündig, etwas mehr als drei Kilogramm Kokain.

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“Das gefundene Kokain hat einen Straßenverkaufswert von mehr als 200.000 Euro!”, so Thomas Molitor, Pressesprecher beim Hauptzollamt Koblenz. Da der Verdacht bestand, dass der Fahrer noch kürzlich Betäubungsmittel konsumiert hatte, wurde gegen ihn zusätzlich ein Verfahren wegen des Verdachtes des Fahrens unter Drogeneinfluss durch die Polizeiinspektion Prüm eingeleitet.

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Die weiteren Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Frankfurt am Main geführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier wurde vom zuständigen Ermittlungsrichter Untersuchungshaft gegen den Albaner angeordnet.

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Gesundheit

15.000 Unterschriften übergeben: Statt “Koblenz First” der Erhalt aller Krankenhausstandorte im GKM gefordert!

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BOPPARD/KOBLENZ Am Samstag, den 01.06.2024, fand vor dem Krankenhaus Heilig Geist in Boppard eine Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern für den Erhalt des akut bedrohten GKM (Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein) – Standortes statt, die von Niko Neuser (SPD, Ortsvorsteher Boppard) initiiert wurde. Anlässlich der Veranstaltung erfolgte die Übergabe einer Petition für den Erhalt des GKM in kommunaler Trägerschaft unter Sicherung sämtlicher Standorte an den Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises Volker Boch.

Oliver Gipp (Die Linke Koblenz und unabhängiger Kandidat für den Bopparder Stadtrat) ist Initiator der Petition und konnte seit Februar dieses Jahres insgesamt mehr als 15.000 Unterschriften sammeln. Gipp betont: »Sowohl die schon fast unglaubliche Anzahl der Unterschriften als auch die heutige Kundgebung zeigen die tiefe Verbundenheit der Menschen, Mitarbeiter wie Bürgern, mit ihrem Krankenhaus. Das ist für die Menschen kein »anonymes Unternehmen«, sondern fast jeder hat eine Beziehung zum ‘Heilig Geist’. Viele Teilnehmer*innen hatten heute Tränen in den Augen, das war schon sehr bewegend.«

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Und weiter: »Auch wenn es nicht gut aussieht, ist es wichtig, weiterzumachen, weiterzukämpfen und alles, was in unserer Macht steht, zu tun, um das Krankenhaus zu retten. Es ist UNSER Krankenhaus, es ist UNSERE Zukunft, und es ist UNSERE Sache, dass das Krankenhaus weiter besteht. Es muss von allen beteiligten Akteuren, über die Kreis- und Stadtgrenzen hinaus, Politik gemacht werden, die den Menschen hilft und keine Politik für die Banken oder die Gewinnmaximierung!«

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Die Linke Koblenz lehnt die Privatisierung öffentlicher Daseinsversorgung ab und fordert die vollkommene Rekommunalisierung der Gesundheitsversorgung sowie der Seniorenheime. Seit den Privatisierungsversuchen durch die Sana AG in Koblenz setzt sich die Koblenzer Linke konsequent für die Rekommunalisierung des GKM mit zahlreichen Anträgen im Stadtrat sowie Demonstrationen auf der Straße ein »und wird dies auch weiterhin tun, für die Patienten und für das Personal, für unsere Region. Statt Koblenz First setzen wir uns auch für das Bopparder Heilig Geist ein, denn Gesundheitsversorgung ist für uns ein Menschenrecht«, so Oliver Antpöhler-Zwiernik, Stadtrat in Koblenz und Spitzenkandidat der Linken für Koblenz (Pressemitteilung: Die Linke Koblenz).

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