Kita-Leiterin Rita Hofmann und Zweckverbandsvorsitzender Karl Heinz Goerke freuen sich, dass die Erweiterung in der Arche am Rhein so schnell umgesetzt wurde und über die im neuen Musikraum spielenden Kinder.

Flott gab’s 20 zusätzliche Kita-Plätze in der Arche am Rhein in St. Goarshausen

in Schulen/VG Loreley

ST. GOARSHAUSEN Karl Heinz Goerke ist erleichtert: die evangelische Kindertagesstätte „Arche am Rhein“ hat 20 zusätzliche Plätze geschaffen und kann damit noch in diesem Frühjahr der rasant gestiegenen Nachfrage gerecht werden. Das ging schneller, als es der Reichenberger Ortsbürgermeister und Vorsitzende des Kindergartenzweckverbandes gedacht hätte, denn ursprünglich waren die entsprechenden Erweiterungen im Rahmen des Gebäudeentwicklungskonzeptes für die Jahre 2023 und 2024 vorgesehen. Doch nun konnten drei Räume einschließlich eines 20 Meter langen Flurs im ehemaligen Arbeitsamt im ersten Obergeschoss in Betrieb genommen werden. Die alten Räume wurden im wahrsten Sinne jung belebt.

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Zum Zweckverband gehören neben der Stadt St. Goarshausen die Gemeinden Auel, Kestert, Lierschied, Patersberg und Reichenberg. Zuzüge in diesem Einzugsbereich der Kita – 23 waren es allein von Mai bis November vergangenen Jahres – zwangen zum Handeln. „Wobei ja unsicher war, ob die Maßnahmen in abgespeckter Form überhaupt so schnell umzusetzen waren“, so Goerke. Auf Initiative des Jugendamtes des Rhein-Lahn-Kreises gab es Ende 2021 einen Runden Tisch mit allen Beteiligten, um die Chancen einer zügig umsetzbaren Erweiterung auszuloten. Nachdem Fragen zu Gefahrenverhütung und Brandschutz geklärt waren, gaben die Fachbehörden Grünes Licht für die Umnutzung der Räume des ehemaligen Arbeitsamtes. Eine Grobplanung des Architekturbüros Heil lag im Zuge des Bauantrags bereits vor; Verbandsvorsitzender Goerke erstellte daraus einen Projektplan und machte sich auf die Suche nach entsprechenden Handwerksbetrieben.

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Frank Mies, einer der beiden Kita-Köche, freut sich, in seiner Küche den Kindern jeden Tag ein Mittagessen zubereiten zu können.

Die wurden nicht nur in der Region schnell gefunden, sie machten sich auch flugs ans Werk. Erst kam der Staub aufwirbelnde Durchbruch; mit einer flachen Treppe wurde der Höhenunterschied von 22 Zentimetern ausgeglichen. Dann folgten Elektroausstattung, kindersichere Steckdosen, die teilweise Erneuerung der Beleuchtung und die Kennzeichnung der Rettungswege. Auch Feuerlöscher, Notschlüsselkästchen und ein Türwächter wurden montiert. Alle Räume und der Flur wurden neu gestrichen, der Durchbruch verputzt. Kritischstes Element aufgrund derzeit langer Lieferzeiten war die Brandschutztür, die aber dank persönlicher Kontakte zu einem Hersteller noch Anfang Februar eingebaut werden konnte. Eine Auflage der Fachbehörden war, die vorhandenen Heizungen sowie die Fenster mit einem Schutz zu versehen. Die entsprechenden Teile wurden ebenfalls auf Maß gefertigt und dann von Goerke höchstpersönlich eingebaut. Schließlich machten sich die Reinigungskräfte der Kita ans Werk, putzten Räume und mit Spezialgerät die Teppiche, bevor die ersten Kinder die neuen Zimmer in Beschlag nahmen.

Räume sind das Eine, um den Bedarf an Kita-Plätzen zu decken, Personal das Andere. Im Januar ging die Betriebsträgerschaft für die Kita ans evangelische Dekanat Nassauer Land über. Durch Neueinstellungen von Mitarbeitenden gelang es, dass noch im Februar zehn und seit 15. März noch einmal zehn Plätze zur Verfügung stehen. „Es war eine anstrengende Zeit. Ich bin aber glücklich, dass wir es mithilfe Aller geschafft haben, in so kurzer Zeit 20 zusätzliche Plätze vor Ort zu schaffen,“ betonte Goerke, als er zusammen mit Kita-Leiterin Rita Hofmann den Kindern beim Musizieren im neuen Musikzimmer zuschaute. Die Kosten für das Projekt liegen bei etwa 22.000 Euro; vom Rhein-Lahn-Kreis wird ein Zuschuss in Höhe von 10.000 Euro erwartet.

Damit endet die Bautätigkeit in und um die Arche am Rhein noch nicht. Während die Kinder die neuen Räume erobern, wird im Nachbarraum zur Küche gerade ein zusätzlicher großer Kühlschrank eingebaut. Schon sehr lange wird in der Einrichtung das Mittagessen selbst gekocht, und die professionelle Küche ist für die Anzahl von mehr als 100 Mittagessen gut gerüstet, wie Frank Mies, einer der beiden Kita-Köche, betont. Einzig das Restaurant wurde für gemeinsame Mahlzeiten etwas zu eng; so dass die Abläufe zeitlich etwas umstrukturiert wurden. „Aber das hat sich prima eingespielt“, sagt Kita-Leiterin Hofmann.

Im Frühjahr ist außerdem geplant, im Außenbereich einen Teil der Fläche für Kinder unter drei Jahren herzurichten, und im Sommer soll dann das Projekt „zweiter Rettungsweg“ vorangetrieben werden. „Ich bin noch bis 2024 im Amt; dann hoffe ich, dass die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sind“, hat sich Goerke vorgenommen. Wenn es so flott funktioniert wie mit dem Durchbruch im ersten Stock, stehen die Chancen gut, dass das klappt.

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