Dürfen ungeimpfte Feuerwehrleute in der VG-Nastätten nicht mehr ausrücken? (Symbolbild Pixabay)

Dürfen ungeimpfte Feuerwehrleute in der VG-Nastätten nicht mehr ausrücken?

in Blaulicht/VG Nastätten

NASTÄTTEN In den sozialen Medien kursierte die Nachricht, dass ungeimpfte Feuerwehrleute in den Gemeinden der Verbandsgemeinde Nastätten  nicht mehr zum Einsatz ausrücken dürften. Angeblich gelte ausschließlich die 2G Regel für die ehrenamtlichen Helfer. Ein Wehrleiter führte an, dass er ab sofort nur noch Geimpfte oder Genese einsetzen darf. Dieser forderte die 3G Regelung für kleine Wehreinheiten. Doch was ist dort wirklich los?

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Auf Nachfrage des BEN Kurier erklärte Nastättens Verbandsbürgermeister Jens Güllering, dass es bereits seit März 2020 eine Dienstanweisung zum Thema Corona für die Feuerwehreinheiten gibt. Anhand von Rahmenempfehlungen der Aufsichts- & Dienstleistungsdirektion (ADD) wurde in der aktuellen Fortschreibung geregelt, dass in Feuerwehreinheiten mit einer Impfquote von über 80 Prozent weiterhin die 3-G Regelung gilt.

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Die überwiegende Zahl der ehrenamtlichen Feuerwehrleute sind im Eigeninteresse längst durchgeimpft und es änderte sich nichts für diese Einheiten. Die Impfquote unter den 730 Kameraden in der Verbandsgemeinde Nastätten liegt bei hervorragenden 91%. Vorbildlich. Lediglich in fünf Wehreinheiten liegt die Impfquote unter den 80%. Dort gilt die 2-G Regelung. Die Umsetzung der  ADD Rahmenempfehlung wurde mit den jeweiligen Wehrführern der Gemeinden besprochen und stieß mit großer Mehrheit auf Zustimmung.

“Die Feuerwehr zählt zur kritischen Infrastruktur und es müssen größtmögliche Maßnahmen ergriffen werden, um deren dauerhafte Einsatzfähigkeit zu garantieren”, teilte Verbandsbürgermeister Jens Güllering mit. Und auch die Einsatzfähigkeit der Feuerwehreinheiten ist nicht gefährdet. Im Gegenteil. Durch die Alarm – und Ausrückeordnung ist gewährleistet, dass zu jeder Zeit wirksame Hilfe in der Verbandsgemeinde Nastätten und sogar darüber hinaus gewährleistet werden kann.

Durch den Vollzug der ADD Rahmenempfehlung können sogar normale Wehrübungen abgehalten werden. Dieses ging im vergangen Winter nicht. Ganz anders sieht das Werner Witzky von der Feuerwehreinheit Bettendorf. Er wendet sich entschieden gegen die Anwendung der 2-G Regelung in kleinen Verbänden da diese in Existenznot geraten würden. Er möchte Menschen mit anderen Auffassungen nicht ausgrenzen und werde die Dienstanweisung nur unter Protest umsetzen. Für ihn reicht das Tragen von FFP2 Masken im Übungs- und Einsatzfall aus und regt zusätzliche Schnelltests an.

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