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Koblenz

Warn- und Informationsnetz der Stadt Koblenz wird offiziell in Betrieb genommen

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Warn- und Informationsnetz der Stadt Koblenz wird offiziell in Betrieb genommen (Foto: Pixabay)

KOBLENZ Nach mehreren Jahren intensiver Planungen kann mit einem offiziellen Probealarm am Mittwoch, 10. November 2021 um 11 Uhr das Sirenennetz der Stadt Koblenz in Betrieb genommen werden. „Mit einem guten Warnsystem können wir Leben retten“ ist sich Bürgermeisterin Ulrike Mohrs sicher, „daher freue ich mich, dass wir nun den ersten Teil fertiggestellt haben und schon weite Teile der Koblenzerinnen und Koblenzer punktgenau alarmieren können.“

Zum Warntag gibt es in Koblenz 15 Hochleistungssirenen, mit denen im Falle eines großflächigen Schadenereignisses schnell und unkompliziert große Teile der betroffenen Bevölkerung erreicht werden können. Eine 16. Hochleistungssirene ist aktuell in Fertigstellung. Die Sirenen können einzeln oder aber in Gruppen angesteuert und ausgelöst werden. Nach einem Sirenenwarnton erklingt ein kurzer Gong auf den eine Sprachansage folgt. Sinn dieser Ansage ist es, konkrete Handlungsanweisungen wie zum Beispiel das Schließen von Fenstern und Türen oder aber das Verlassen eines Gebietes zu geben.

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Nachdem das Schadenereignis beendet ist oder keine Gefahr für die gewarnte Bevölkerung mehr besteht, erfolgt immer auch eine Entwarnung, die ebenfalls über das Auslösen der Sirenen und eine entsprechende Sprachdurchsage erfolgt.

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Im Jahr 2015 begannen Überlegungen zum Thema Warnung der Bevölkerung. Neben den derzeit vorhandenen Warnmöglichkeiten über die Medien, über Lautsprecherdurchsagen oder die regionalen und bundesweiten Apps, reifte die Erkenntnis, dass eine störsichere Ergänzung unabdingbar ist. Ein modernes Warn- und Informationsnetz sollte entwickelt werden. Neben den bekannten Warnmöglichkeiten sollten Hochleistungssirenen beschafft werden.

Für Koblenz ergab sich nach ersten Planungen ein Bedarf von etwa 50 Hochleistungssirenen und damit verbundenen Kosten von rund 850.000€. Das zuständige Amt für Brand- und Katastrophenschutz stellte gemeinsam mit dem Zentralen Gebäudemanagement der Stadt Koblenz in Folge das Projekt vor und bereits 2018 konnten erste Haushaltsmittel für die Umsetzung bereitgestellt werden. Im Jahr 2020 wurden nach einer öffentlichen Ausschreibung die ersten 11 Hochleistungssirenen in Koblenz installiert. Mit den im Jahr 2021 zusätzlich errichteten Hochleistungssirenen können in Koblenz bereits rund 26.000 Haushalte erreicht und somit im Fall eines Schadenereignisses durch Unwetter, akute Hochwassergefahren oder auch bei Großbränden, gewarnt werden. Die Kosten, die hierbei für die Stadt Koblenz entstanden, belaufen sich aktuell auf rund 260.000€, wobei das Land Rheinland-Pfalz eine Förderung von 8.500€ zur Verfügung gestellt hat.

Wir sind erfreut darüber, dass mit dem heutigen Tag der erste Teilabschnitt des neuen Warn- und Informationsnetzes in Betrieb genommen wird und wir somit als zuständige Katastrophenschutzbehörde die Möglichkeit haben, die Koblenzer Bevölkerung im Ernstfall noch effektiver und schneller erreichen zu können “, so Olaf Becker, zuständiger Projektleiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz.

Denn mit dem bisherigen Ausbau ist man in Koblenz noch lange nicht am Ende der Umsetzung. Für das Jahr 2022 ist der weitere Bau von rund 30 Hochleistungssirenen avisiert, sodass am Ende die gesamte Stadt und somit alle Einwohnerinnen und Einwohner erreicht werden können. „Als Amtsleiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz war es mir seit langem ein wichtiges Anliegen, eine redundante und störsichere Möglichkeit zu haben, die Koblenzer Bevölkerung in einer möglichen Gefahrenlage schnellstmöglich und sicher erreichen und warnen zu können. Neben den bestehenden Warnsystemen haben wir mit dem jetzt installierten Warn- und Informationsnetz ein resilientes System, welches auch bei längerem Stromausfall noch funktionsfähig bleibt“, so Meik Maxeiner, Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz.

Mit dem Probealarm wird das neue System offiziell in Betrieb genommen. Die Einwohnerinnen und Einwohner, die aktuell bei einer Sirenenauslösung erreicht werden können, werden im Vorfeld der Inbetriebnahme durch Infoflyer per Postwurfsendung und über die Homepage der Stadt Koblenz sowie die Socialmedia-Kanäle der Stadtverwaltung über die Funktionsweise und die Handlungsanweisungen im Falle einer Auslösung informiert.

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Koblenz

Ein Provisorium wird zur Erfolgsgeschichte für die Demokratie: Die Koblenzer Rittersturzkonferenz 1948

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Foto: Stadtarchiv Koblenz, FA1, 1930.07

KOBLENZ In diesem Jahr jährt sich die Rittersturzkonferenz zum 76. Mal. Bei diesem Ereignis wurden zwischen dem 8. und 10. Juli 1948 die verfassungsrechtlichen Grundlagen für die Struktur der Bundesrepublik Deutschland gelegt.

Als “Ort der Demokratiegeschichte” erinnert die Gedenkstätte Rittersturz am ehemaligen Standort des Hotels Rittersturz an die Konferenz vom 08. bis 10.07.1948, in der die Ministerpräsidenten der westdeutschen Länder über die Ausarbeitung einer demokratischen Verfassung berieten. Die daraus hervorgegangenen Koblenzer Beschlüsse sahen die Gründung eines parlamentarischen Rates vor, der sich mit der Ausarbeitung des neuen Grundgesetzes befassen solle. Somit wurde in Koblenz zu dieser Stunde der Grundstein für die weitere Entwicklung unserer demokratischen Grundordnung gelegt.

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Unter dem Motto „Die Würde des Menschen ist unantastbar!“ wurde in den diesjährigen Koblenzer Wochen der Demokratie, die vom 13.05. bis 21.06. stattfanden, das Grundgesetz als Folge der Rittersturzkonferenz gefeiert und gewürdigt.

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Weitere Infos zu dieser für die Bundesrepublik Deutschland so wichtigen Konferenz sind unter folgendem Link zu finden: https://rittersturzkonferenz.de/

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Koblenz

Fête de la Musique: Weltgrößtes Musikfestival am Freitag in Koblenz

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Foto: Fête de la Musique 2023 (Isa Hoffmann/belleisart)

KOBLENZ Die „Fête de la Musique“, das weltgrößte Musikfestival, wird am 21. Juni 2024 nun zum zweiten Mal in der Stadt Koblenz stattfinden. Von 16:00 bis 21:00 Uhr verwandeln sich beliebte Plätze der Innenstadt zu einer Bühne mit Live-Musik verschiedenster Genres. Insgesamt 32 regionale Acts nehmen an diesem Event teil und präsentieren dem Koblenzer Publikum ein kostenfreies Musikprogramm.

Was 1982 mit der Idee des damaligen französischen Kulturministers Jack Lang, ein paar Stromanschlüssen und großem musikalischen Idealismus in Paris begann, hat sich längst zu einem globalen Ereignis entwickeln können. Mit mehr als 120 Teilnehmerländern und weltweit über 1000 Städten ist die Fête de la Musique bereits eines der größten, öffentlich zugänglichen Outdoor Musikevents. Die Fête zeichnet sich dadurch aus, dass alle Musiker:innen ohne Gage auftreten.

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Das Kultur- und Schulverwaltungsamt lädt alle Musikfreunde ein, in der Innenstadt zu verweilen und die musikalischen Darbietungen zu genießen.

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Das Programm und weitere Informationen finden Sie unter: www.koblenzkultur.de/musik/fete-de-la-musique/

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Blaulicht

Der Koblenzer Zoll stellt mehr als drei Kilogramm Kokain sicher: Albaner in Untersuchungshaft

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Foto: Hauptzollamt Koblenz

KOBLENZ Am frühen Abend des 30.05.2024 stellten Beamte des Hauptzollamts Koblenz bei einer Kontrolle an der belgischen Grenze mehr als drei Kilogramm Kokain sicher. Die Zöllner überprüften ein Fahrzeug, dass in Richtung Belgien unterwegs war. Der Fahrzeugführer, ein 23-jähriger Albaner, gab an auf dem Weg von Albanien über Italien und Deutschland nach Belgien zu sein.

Bei der Befragung sagte er, keinerlei Betäubungsmittel mitzuführen. Da ein Drogenwischtest allerdings positiv auf Kokain reagierte, schauten sich die Beamten das Fahrzeug dann etwas genauer an. Im Innenraum des Fahrzeugs wurden sie dann auch fündig, etwas mehr als drei Kilogramm Kokain.

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“Das gefundene Kokain hat einen Straßenverkaufswert von mehr als 200.000 Euro!”, so Thomas Molitor, Pressesprecher beim Hauptzollamt Koblenz. Da der Verdacht bestand, dass der Fahrer noch kürzlich Betäubungsmittel konsumiert hatte, wurde gegen ihn zusätzlich ein Verfahren wegen des Verdachtes des Fahrens unter Drogeneinfluss durch die Polizeiinspektion Prüm eingeleitet.

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Die weiteren Ermittlungen werden vom Zollfahndungsamt Frankfurt am Main geführt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier wurde vom zuständigen Ermittlungsrichter Untersuchungshaft gegen den Albaner angeordnet.

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