Lahnstein erhält einen LEADER-Förderbescheid in Höhe von 250.000 Euro für das Kur- und Heilwald-Projekt. (v.l.n.r.: Staatssekretär Andy Becht, Projektmitarbeiterin Astrid Haderlein, OB Peter Labonte, Landrat Frank Puchtler, Vorsitzender der LAG WOM Peter Unkel, Forstamtsleiter Andreas Nick, Projektmitarbeiter Dr. Jörg Henning, Projektmitarbeiter Jens Blümel, Dr. Markus Fohr von der Lahnsteiner Brauerei, Projektmitarbeiter Leo Cremer.)

LEADER-Förderung für Lahnsteins Kur- und Heilwald

in Lahnstein

LAHNSTEIN Seit dem Jahr 2017 verfolgt die Stadt Lahnstein als einer der größten kommunalen Waldbesitzer in Rheinland-Pfalz das Projekt eines Kur- und Heilwalds nach international anerkannten medizinisch-therapeutischen Kriterien.

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Nun konnte sich Lahnsteins Oberbürgermeister Peter Labonte über einen Förderbescheid in Höhe von 250.000 Euro freuen, den Staatssekretär Andy Becht aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau am 26. Oktober 2021 am „Hunsrück-Blick“ in einem Teil des künftigen Kur- und Heilwalds übergab. Becht hatte einen Besuch in der LEADER-Region Welterbe Oberes Mittelrheintal gerne genutzt, um die Förderzusage persönlich zu überbringen. Das Lahnsteiner Projekt kann sich somit über die Höchstfördersumme freuen, die ihren Teil zur Therapie unter Bäumen beitragen wird: Ein Team von Forst, Medizin, Stadtverwaltung und Waldpädagogen entwickelt verschiedenen Pfade und Cluster im künftigen Kur- und Heilwald. Für psychisch Kranke, Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen oder einer Erkrankung des Bewegungsapparates. Auch Lungenkranke können in Lahnstein behandelt werden. Geplant sind Therapie- und Entspannungspfade, Therapie-Geräte, Bänke und Liegen, Beschilderung und eine Informationsstation. In einigen Teilen soll das Angebot barrierefrei gestaltet werden.

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Peter Unkel, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein und Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Welterbe Oberes Mittelrheintal, betonte, dass LEADER seit zwanzig Jahren ein breites Spektrum an Vorhaben im Mittelrheintal gefördert hat und sich so als fester Bestandteil zur Entwicklung der Region etablieren konnte – und freute sich, dass die Höchstfördersumme in ein vorausschauendes Konzept wie den Kur- und Heilwald fließe.

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Staatssekretär Andy Becht und Lahnsteins OB Peter Labonte im Gespräch miteinander.

Oberbürgermeister Peter Labonte bedankte sich in seiner Ansprache stellvertretend bei Staatssekretär Andy Becht für die Höchstfördersumme, die auch die Wertschätzung des Landes gegenüber dem Projekt widerspiegele. Der Wald sei das natürlichste Sanatorium und die gesündeste und grünste Apotheke überhaupt und biete eine Erholungs- und Gesundheitsfunktion. Das sei eine Gratisleistung des Waldes. Zugleich würde auch dem Stadtteil Lahnstein auf der Höhe wieder eine neue Entwicklungsperspektive gegeben. „Mit dieser Förderung, die besonders in dieser Höhe nicht selbstverständlich ist, können wir unseren Kur- und Heilwald weiter voranbringen und die heilende Kraft des Waldes nutzbar machen. Das Land war uns hierbei immer ein fairer Partner, der unsere Idee tatkräftig unterstützt. Ich danke auch der LAG Welterbe Oberes Mittelrheintal und natürlich dem gesamten Heilwald-Team“, so Labonte weiter.

Staatssekretär Andy Becht erhält zur Erinnerung an seinen Besuch im Lahnsteiner Kur- und Heilwald ein Geschenk.

Auch Landrat Frank Puchtler lobte die innovative Idee des Lahnsteiner Kur- und Heilwalds. Sie sei ein gutes Beispiel dafür wie man Lahnstein, den Rhein-Lahn-Kreis und die Welterberegion nachhaltig gestalten könne. Der Kur- und Heilwald lasse sich auch mit der Buga 2029 verknüpfen. „Innovative Menschen brauchen jemanden, der ihre Idee finanziell unterfüttert, daher bedanke auch ich mich für den Rhein-Lahn-Kreis für die Fördersumme. Die Rendite ist unschätzbar – gesundheitlich und nachhaltig.“

Lahnsteins OB Labonte bei seiner Ansprache. Links neben ihm Landrat Frank Puchtler. (Fotos: Eva Dreiser / Stadtverwaltung Lahnstein)

Die Entwicklung des Kur- und Heilwaldes in Lahnstein verbindet Gesundheitswirtschaft und Natur sowie Stadtentwicklung und soziale Aspekte. Damit zeigt das Vorhaben, welche neuen Verknüpfungen und innovativen Ansätze durch LEADER möglich sind“, betonte Landwirtschaftsstaatssekretär Andy Becht die vielfältigen Fördermöglichkeiten, die der europäische LEADER-Ansatz in den ländlichen Regionen von Rheinland-Pfalz bietet. „Der Kur- und Heilwald mit seinen neuen Angeboten im Bereich Naherholung und Gesundheitstourismus wird die Attraktivität der Stadt Lahnstein steigern, sowohl für die Bürgerinnen und Bürger als auch für Besucher und Gäste.“ Becht dankte allen Mitwirkenden. „Ihr Engagement trägt Früchte und macht die Stadt Lahnstein um ein Naherholungsangebot reicher“, so der Staatssekretär.

Anschließend erläuterten Forstamtsleiter Andreas Nick und Dr. Jörg Henning aus der Projektgruppe anhand einer Grafik die Planungen und bisherigen Entwicklungsschritte des Kur- und Heilwalds.

Auch die Lahnsteiner Brauerei erhielt eine LEADER-Fördersumme. Daher wurde der Termin im Kur- und Heilwald mit einer kleinen Bierprobe verknüpft. Inhaber der Lahnsteiner Brauerei und Biersommelier Dr. Markus Fohr kredenzte vier verschiedene Craftbiere aus seinem Angebotssortiment.

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