Winzer lagert 10.000 Liter Wein im Swimmingpool - Grund: Platzmangel (Foto: Landesuntersuchungamt Koblenz)

Winzer lagert 10.000 Liter Wein im Swimmingpool – Grund: Platzmangel

in Koblenz

KOBLENZ Am 25.10.2021 veröffentlichte das Landesutersuchungsamt in Koblenz ihren Bericht zur Weinüberwachung 2020. Und genau darin fand sich eine unglaubliche Geschichte. Statt edle Tropfen im Weinfass, fanden die Kontrolleure bei einem Weinbaubetrieb verdorbenen Wein im offenen Swimmingpool.

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Anhand von Platzmangel hatte der Winzer einen 10.000 Liter umfassenden Swimmingpool erworben um diesen mit Rotwein zu füllen. Diesen stellte er vermeintlich gescützt unte reine offene Überdachung. Das schützte den edlen Saft nicht vor Witterungseinflüssen. Über 3000 Liter verdunsteten. Die 7000 Liter verbliebene Flüssigkeit hatte nichts mehr mit Wein zu tun sondern vielmehr mit einer stinkenden Brühe, die selbst der Winzer nicht mehr kosten wollte.

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Zusätzlich lagerten weitere Weine in offenen Bütten. Auch diese waren verdorben. Schlussendlich musste der Winzer die verdorbenen Weine unter Aufsicht der Kontrolleure entsorgen. Auch die noch vor Ort verbliebenen Weine  und verkosteten Weine wurden mikrobiologisch untersucht. Auch diese wiesen waren nicht mehr genießbar. Schlussendlich wurden 65.000 Liter Wein aus dem  Verkehr gezogen. Abschließen musste der Weinbaubetrieb gründlich gereinigt werden damit die Ernte 2020 unter hygienischen Bedingungen erfolgen konnte.

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Solche Formen der Beanstandung kommen in Rheinland-Pfalz sehr selten vor. Der hier beschrieben Winzerbetrieb war der einzige, der wegen mangelnder Hygiene gerügt wurde. Insgesamt wurden landesweit 4431 Betrieb kontrolliert. Lediglich zwei wurden mit nicht gravierenden Verstößen geringfügig bemängelt.

 

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