“Wildschweine des Wassers” – Goldfische in der Lahn bei Bad Ems ausgesetzt

in VG Bad Ems-Nassau

BAD EMS Die vermeintliche falsch verstandene Tierliebe oder einfache Entsorgungsmöglichkeit wird zur Dummheit und Gefahr für heimische Tiere. Erst gestern wieder, wurden vermehrt Goldfische in der Lahn bei Bad Ems gesichtet.

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Jedes Jahr werden Goldfische aus privaten Haushalten in öffentliche Gewässer oder Seen ausgesetzt. Die Folgen sind dramatisch für die heimische Fisch – und Pflanzenwelt. Goldfische können in Freiheit ein Gewicht von bis zu 1,9 Kilogramm erreichen. Die beliebten Aquarium oder Teichfische, wühlen ebenso wie Karpfen den Boden auf und fressen Eier und Larven von Amphibien. Nicht nur, dass die possierlichen Fische den einheimischen Arten das Futter streitig machen, sondern sie können auch Krankheiten an die Flussfische übertragen. Der Schaden kann immens werden.

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“Goldfische vermehren sich rasant, fressen alles und sind sehr anpassungsfähig”. teilte Josef Rüegg vom Landschaftsverband (LPV) der Süddeutschen Zeitung mit. Er nennt sie deshalb die Wildschweine des Wassers. Besonders heimische Kleinfischarten verdränge der Goldfisch. Nun ist er auch in der Lahn angekommen.

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In den USA (Colorado) gibt es bereits Seen mit Überbevölkerungen durch Goldfische. Auch diese entstanden durch das unverantwortungsvolle Aussetzen der Tiere in öffentliche Gewässer.

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