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Irrsinn Stufenplan – So nicht Herr Müller

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POLITIK Freizeitsport ab Inzidenzwert unter 10? Hotels Kinos ab 20? So nicht Herr Müller!

POLITIK Unlängst legte der Berliner Senat der Ministerpräsidentenkonferenz ein Diskussionspapier vor, das stufenweise Öffnungen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35, 20 und 10 vorschlug.

Freizeitsport ab einem Inzidenzwert von unter 10?

Ähnliche Pläne kommen aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Thüringen. Doch wie genau sehen diese aus? Das Senatspapier des Berlins regierenden Bürgermeisters Müller dürfte für viele Selbständige ein Schlag ins Gesicht sein.

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Zwar soll es ab dem Inzidenzwert von 35 außerschulische Bildungsangebote geben, der Einzelhandel (eine Person je 20 Quadratmeter) sowie die Gastronomie wieder öffnen (eigener Haushalt plus zwei Personen) aber Einrichtungen mit längerer Aufenthaltsdauer und festen Sitzplätzen bleiben geschlossen. Welche dieses im Einzelnen sind, wurde nicht genannt.

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Erst ab einem möglichen Inzidenzwert von unter 20 dürfen auch diese Einrichtungen öffnen (Kinos pp.) sowie die stark gebeutelte Touristikbranche (Hotels usw.). Ab da an sollen sich 10 Personen treffen dürfen.

Was dieses für die Beherbergungsbranche bedeutet kann sich jeder ausmalen. Schon jetzt fließen die Hilfen aus Berlin sehr zäh. Einige Hoteliers werden es unter derzeitigen  Bedingungen nicht mehr erleben.

Hotels sollen ab einem Inzidenzwert von  unter 20 öffnen dürfen

Doch noch schlimmer soll es die mehr als 24 Millionen in Vereinen organisierten Freizeitsportler treffen. Kontaktsport soll ab einem Wert von unter 10 ermöglicht werden. Selbiges gilt für Fitnessstudios.

Somit wäre dieses vermutlich nur in den Sommermonaten möglich. Eine Perspektive sieht anders aus. Unklar blieb, wie es nach einer möglichen Impfung aussehen soll. Noch immer ist nicht sicher, ob Geimpfte weiterhin Überträger sein können oder sogar selber, mit einem möglicherweise milden Verlauf, an Covid-19 erkranken.

Wird es dann bei einem herbstlichen Anstieg des Inzidenzwertes erneut solche einschneidende Maßnahmen geben? Das Diskussionspapier aus der Hauptstadt zeugt von Aktionismus und schafft kaum die erhofften Erleichterungen für die Bevölkerung.

Während die Bereitschaft der Bürger für die Lockdownmaßnahmen an Akzeptanz verlieren, sollten die Politiker echte Auswege aus der Krise entwickeln. Niemand zweifelt an der Gefährlichkeit der Pandemie. Besonders im Hinblick auf die mutierten Varianten. Und keiner möchte einen geliebten Menschen verlieren.

Doch wenn am Ende jede glaubwürdige und realisierbare Perspektive für die Bevölkerung fehlt, werden die Aluhutträger und Verschwörungstheoretiker an Zuwachs gewinnen. Die Menschen möchten ehrlich wissen wann sie wieder Veranstaltungen besuchen dürfen. Doch wie wird das möglich sein, wenn die Eventagenturen auf dringend benötigte Unterstützung warten?

Die rheinland-pfälzische Regierung steht diesen Stufenplänen kritisch gegenüber. Und das nicht zu Unrecht. Andere Bundesländer äußerten sich nicht dazu. Der Föderalismus erlaubt es den Ländern eigenständige Entscheidungen zu treffen. Es bleibt zu hoffen, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung weise reagieren wird auch wenn dieses einen erneuten Corona-Entscheidungsflickenteppich in den Bundesländern bedeuten könnte.

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Deutschland

Eine Leidensgeschichte aus der Region: Kurzfristige Termine beim Facharzt sind oftmals Glückssache

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NASSAU Uns erreichte die Geschichte von Katrin und ihrem Mann Pierre aus Nassau. Anfang dieses Jahres wurde er mit Magenbluten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus in Montabaur eingeliefert. Was sie dann erlebten, zeigt auf, wie schwer es überhaupt ist, einen Arzttermin für weitere Untersuchungen zu bekommen, trotz einer Dringlichkeit. Und genau das zeigt auch die Lücken des Gesundheitssystems hier im Rhein-Lahn-Kreis auf. Hier die Geschichte von Katrin und Pierre:

Mein Name ist Katrin. Es geht um meinen Mann, Pierre, der in der ersten Januarwoche wegen Magenbluten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus in Montabaur eingeliefert wurde. Während der Notaufnahme ist mein Mann kollabiert. Daraufhin hatte man sich entschieden, sein Herz unter die Lupe zu nehmen, da der Verdacht eines Infarktes da war.

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Im o.g. Krankenhaus konnte allerdings nur eine Ultraschalluntersuchung, ein Langzeit-EKG sowie ein CT des Herzens durchgeführt werden. Da aber nach der gastrologischen Untersuchung keine Blutungsquelle bei meinem Mann gefunden werden konnte, sollte noch eine sogenannte Kapselendoskopie durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass es keine Blutungen mehr gibt. Und erst dann sollte eine Herzkatheteruntersuchung stattfinden. Da diese Kapseluntersuchung stationär nicht durchgeführt werden konnte, wurde mein Mann aus dem Krankenhaus entlassen.

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Darauf haben wir ambulant einen Termin mit einem Gastroenterologen vereinbart. Die vom Krankenhaus gewünschte Kapselendoskopie musste allerdings von der Krankenkasse (Medizinischer Dienst) genehmigt werden. Dies hat weitere Zeit gekostet. Dann, endlich nach der Kapseluntersuchung, hofften wir auf einen baldigen Termin im Krankenhaus zur Kathereruntersuchung. Aber ohne Befund geht so etwas nicht. Bis diese Kapselendoskopie befundet wurde, vergingen weitere zwei Wochen.

Nach einem Gespräch mit dem Hausarzt meines Mannes wurde noch ein MRT des Oberbauches vereinbart, um einen größeren Zwerchfellbruch, auszuschließen. Ein Zwerchfellbruch kann auch Herzbeschwerden hervorrufen. Bis es zu einem MRT-Termin kam, vergingen weitere zwei Monate und die Übermittlung der Befundung ist der radiologischen Praxis nicht gelungen, sodass mein Mann nach Koblenz fahren musste, um eben diesen persönlich abzuholen.

Es vergingen weitere Wochen bis zu dem Termin im Krankenhaus, an dem nun endlich mal diese Herzkatheteruntersuchung gemacht werden konnte. Jetzt, heute war der Termin und man hat meinem Mann mitgeteilt, dass es keine Indikation mehr für eine solche Untersuchung gibt, da mein Mann – gefühlt – keine Beschwerden mehr hat.

Neben der Angst der gesamten Familie, die wir ausgestanden haben in all den letzten 6 Monaten, war die Zeitaufwendung, um Facharzttermine zu bekommen, derart nervenaufreibend, dass ich sagen muss: “Das darf doch nicht wahr sein.”

Wohl wahr. So hat man im Rhein-Lahn-Kreis immer das bedrückende Gefühl, dass man nicht ernsthaft erkranken sollte. Während in den städtischen Ballungszentren die Gesundheitsversorgung mindestens entspannter ist, fühlen sich die Menschen im ländlichen Raum vielfach medizinisch abgehängt und das nicht ohne guten Grund. 

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Deutschland

Zeitungsente: Bundesgerichtshof zieht nicht zurück an die Spree

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BERLIN Ausnahmsweise einmal eine überregionale Nachricht. Gestern berichtete die Berliner Zeitung, dass der in Leipzig ansässige 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs nach Berlin -Tiergarten in die Rauchstraße 17 verlegt wird. Diese Information ist laut dem Bundesgerichtshof in Karlsruhe unzutreffend.

Laut der Pressestelle gibt es keine Umzugspläne für den 6. Strafsenat oder einen anderen Senat des Bundesgerichtshofs nach Berlin. Die Berliner Zeitung wurde vom Bundesgerichtshof gestern auf die Faschmeldung hingewiesen.

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Deutschland

Josef Oster: „Stopp des Breitbandausbaus ist fatal“

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RHEIN-LAHN Die Bundesregierung plant ein Ende der Förderung des Breitbandausbaus. Der Koblenzer CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Oster hält diese Pläne für ein fatales und falsches Signal. Die Ampel ist als selbsternannte Fortschrittskoalition gestartet. Mittlerweile ist davon nichts mehr übrig. Das Gegenteil ist der Fall: „Die Bundesregierung ist eine Förderstopp-Koalition“, so Josef Oster. „Nach dem Ende der Förderung der Sprach-Kitas ist ein Ausstieg aus der Förderung des Breitbandausbaus ein weiteres Beispiel dafür, dass die Scholz-Regierung kein Gespür für Notwendigkeiten hat“, übt Oster deutliche Kritik. (mehr …)

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