Lahnstein
Lahnstein hat Geschichte
LAHNSTEIN Zum 60. Todestag des Fabrikanten Ernst Max Schwarz

LAHNSTEIN Am 04. Juni 1866 wurde der Oberlahnsteiner Ehrenbürger und Firmengründer der Zschimmer & Schwarz GmbH & Co KG Chemische Fabriken, Ernst Max Schwarz, in Elbing / Westpreußen geboren.
Aufgewachsen in Königsberg / Ostpreußen, absolvierte er eine Lehre als Drogist. Anschließend war er für einige Jahre als Reisender für bedeutende Drogen-, Chemikalien-, Farben- und Gerbstoffhandelshäuser in Dresden und Chemnitz tätig.
1894 gründete er mit Otto Zschimmer (1863-1933) in Chemnitz die offene Handelsgesellschaft Zschimmer & Schwarz für den Verkauf von Drogen, Farben und Chemikalien. 1909 begann die erste eigene Produktion auf einem Fabrikgelände im thüringischen Greiz-Dölau. Durch die Ergänzung chemischer Fabriken wuchs die Beschäftigtenzahl bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auf zirka 1.200 Personen. Max Schwarz war nicht nur Fabrikant, sondern auch Kirchenpatronatsherr in Drebach im Erzgebirge und bis 1933 Handelsgerichtsrat in Chemnitz.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden das Stammhaus und die Hauptverwaltung in Chemnitz zerstört. Schwarz floh nach der Enteignung 1946 nach Oberlahnstein. Hier half er beim Wiederauf- und -ausbau des 1939 von ihm erworbenen Betriebes, der ehemaligen Flesch-Werke. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg von etwa 40 (1946) auf rund 400 Arbeitsplätze (1958). Oberlahnstein wurde Standort der Unternehmenszentrale.
Max Schwarz engagierte sich auch außerhalb seines Betriebs. So half er der Stadt Oberlahnstein finanziell bei der Instandsetzung von Wenzelkapelle und Evangelischer Kirche. Für letztere stiftete er neue Glocken, da die alten im Krieg eingeschmolzen worden waren.
Schwarz war Ehrenmitglied in der Textilhilfsmittel- und Papierindustrie. Durch die Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste bekam er bereits 1952 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und durch den Stadtrat von Oberlahnstein am 25. September 1959 das Ehrenbürgerrecht verliehen. Als Dank stiftete er der Stadt Oberlahnstein eine Amtskette, die heute noch vom Oberbürgermeister bei feierlichen Anlässen (mit geändertem Wappen) getragen wird.

Portrait von Max Schwarz (Bilder: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)
Max Schwarz starb am 30. November 1960 in Oberlahnstein. Zur Erinnerung wurde 1966 die „Alte Braubacher Straße“ nach ihm in „Max-Schwarz-Straße“ umbenannt.
Sein Unternehmen wuchs nach seinem Tod weiter. 1960 wurde die erste Tochtergesellschaft Zschimmer & Schwarz France als Handelshaus in Paris eröffnet. Im Anschluss daran folgten Neugründungen oder Übernahmen anderer Firmen, sodass zur Zschimmer-&-Schwarz-Gruppe heute zahlreiche Produktionsgesellschaften und Vertriebsgesellschaften in 16 Ländern gehören, unter anderem in Argentinien, Brasilien, China, Frankreich, Italien, Südkorea, Mexiko, Russland, Schweiz, Spanien, Türkei, Ukraine und den USA.
Seit 1993 ist Zschimmer & Schwarz auch wieder in der alten sächsischen Heimat mit einem Werk in Mohsdorf bei Chemnitz ansässig. Hier werden Phosphonate und Textilhilfsmittel hergestellt. Der Geschäftsbereich „Textilhilfsmittel“ wurde im Jahr 1995 komplett von Lahnstein nach Mohsdorf verlagert.
Das Stammwerk in Lahnstein beschäftigt heute über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Entwicklung, Erprobung, Herstellung und dem Verkauf von chemischen Spezialprodukten. Mehr als zwei Drittel des Lahnsteiner Umsatzes werden durch den Export erwirtschaftet; die Gruppe zählt weltweit insgesamt zirka 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr konnte Zschimmer & Schwarz rechtzeitig zum 125. Firmenjubiläum eine neue Unternehmenszentrale und ein modernes Konferenzzentrum in Lahnstein fertigstellen.
Lahnstein
„Lahn-e“-Elektroroller schaffen neues Mobilitätsangebot in Lahnstein

LAHNSTEIN Ab sofort stehen in Lahnstein umweltfreundliche Elektroroller namens „Lahn-e“ zum Ausleihen bereit und bieten eine nachhaltige und flexible Transportoption. Damit sorgen die Stadt Lahnstein und der regionale Energiedienstleister Süwag Energie AG gemeinsam für eine neue Mobilitätsalternative und verbinden die beiden wichtigen Zukunftstrends Elektromobilität und Sharing.
Zweiradfans können die grünen E-Roller innerhalb des Kerngebietes in Lahnstein ausleihen und wieder abstellen. Dabei handelt es sich nicht um die sogenannten „Kick-Scooter“, sondern um Elektroroller zum Hinsetzen, die auch zu zweit gefahren werden können.
Süwag startet gemeinsam mit Stadt Lahnstein ein E-Roller-Angebot zum Mieten
Führerscheinkontrolle, Lokalisierung und Anmietung erfolgen per App „Süwag2GO“. Die einmalige Anmeldegebühr beträgt 4,95 Euro. Der Preis pro Fahrminute liegt bei 25 Cent, Süwag-Kunden zahlen 21 Cent pro Minute. Man kann einen „Lahn-e“ auch kurz parken, in der Zeit bleibt er reserviert. Der Parkmodus kostet 10 Cent pro Minute.
Die E-Roller müssen gemäß der Straßenverkehrsordnung sowie auf ausgewiesenen Parkplätzen geparkt werden und können von dort aus per App lokalisiert und vom nächsten Kunden ausgeliehen werden. In der App sieht man auch, wo man die Roller parken darf und wo nicht.

Ab sofort stehen die „Lahn-es“ zur Ausleihe bereit (Fotos: Eva Dreiser / Stadtverwaltung Lahnstein)
Mit einer vollen Ladung bieten die Roller eine Reichweite von etwa 100 Kilometern. Die Akkus werden direkt vor Ort von der Süwag ausgetauscht, sodass die Roller immer einsatzbereit sind.
„Ich freue mich sehr, die „Lahn-es“ hier in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Damit halten wir ein sehr gutes Angebot im Bereich der nachhaltigen Mobilität vor und bieten unseren Bürgerinnen und Bürgern eine gute Möglichkeit, klimafreundlich unterwegs zu sein – auch im Hinblick auf die Brückensperrung“, zeigt sich Oberbürgermeister Lennart Siefert begeistert über die neue, grüne Mobilitätsoption.
Die Süwag bietet E-Roller-Sharing bereits erfolgreich in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Neuwied, Freiburg und im Raum Ludwigsburg an. „Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Menschen vor Ort unser Angebot als echten Mehrwert wahrnehmen. Deshalb freuen wir uns, mit unserem Sharing-Modell die Mobilität in Lahnstein noch flexibler und klimafreundlicher zu gestalten“, betont Christopher Osgood, Geschäftsführer des Süwag-Vertriebs.

Ab sofort stehen die „Lahn-es“ zur Ausleihe bereit (Fotos: Eva Dreiser / Stadtverwaltung Lahnstein)
Und die „Lahn-es“ sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch hygienisch zu nutzen. Jeder Roller verfügt über zwei unterschiedlich große Helme, Einmalhygienehauben sowie ein Handtuch zum Trocknen der Sitzbank. Die Roller werden regelmäßig gereinigt, insbesondere die Kontaktflächen, die während der Fahrt genutzt werden.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Registrierung finden sich unter www.suewag2go.de.
Lahnstein
Klimaschutz in Lahnstein: Eine ganzheitliche Strategie für die Zukunft

LAHNSTEIN Die Stadt Lahnstein hat sich dazu verpflichtet, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Als Mitglied im kommunalen Klimapakt (KKP) orientieren sich die Klimaschutzziele der Stadt an den Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz. Eine zentrale Figur in dieser Mission ist der Klimaschutzmanager, dessen Aufgabe es ist, ein umfassendes Klimaschutzkonzept für Lahnstein zu entwickeln.
Seit dem 18. September 2023 wird der Klimaschutzmanager der Stadt Lahnstein, Michael Kiefer, von der Transferstelle Bingen (TSB) unterstützt, die zur Technischen Hochschule Bingen gehört und dem ITB – Institut für Innovation, Transfer und Beratung gGmbH – angegliedert ist. Die TSB verfügt über umfassende Erfahrung in der Unterstützung von Energieprojekten und hat bereits in der Vergangenheit 50 Klimaschutzkonzepte mit kommunalen Akteuren erarbeitet.
Eine der ersten Aufgaben, die in Zusammenarbeit mit der TSB durchgeführt wird, betrifft die Energie- und Treibhausgasbilanz. Diese umfasst die Sammlung und Auswertung relevanter Energieverbrauchsdaten, einschließlich kommunaler Liegenschaften, des Fuhrparks, des öffentlichen Nahverkehrs und anderer statistischer Daten. Die Bilanzierung orientiert sich an den Daten im Energieatlas Rheinland-Pfalz und dem Projekt KomBiReK (Kommunale Treibhausgas-Bilanzierung und regionale Klimaschutzportale in Rheinland-Pfalz) und enthält die fördermittelkonforme Bilanzierung nach dem Bilanzierungsstandard Kommunal (BISKO). Ziel ist es, ein präzises Abbild der örtlichen Situation in Lahnstein zu erstellen.
Zusätzlich zur Energie- und Treibhausgasbilanz wird eine Potenzial- und Szenarioanalyse durchgeführt. Diese untersucht die Effizienz- und Einsparpotenziale in verschiedenen Sektoren, darunter private Haushalte, öffentliche Einrichtungen, Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Verkehr. Dabei werden Energieeffizienz und -einsparungen für verschiedene Anwendungszwecke wie Beleuchtung, Informations- und Kommunikationstechnik, mechanische Energie und Wärme/Kälte berücksichtigt. Ebenso werden regenerative Energiepotenziale wie Windkraft, Photovoltaik, Solarthermie, Bioenergie und weitere erneuerbare Energieträger sowie die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung bewertet. Es werden mindestens zwei Szenarien für die Erschließung der Potenziale mit der Bandbreite zwischen aktueller Trendfortsetzung und aktivem Klimaschutz erstellt.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Klimaschutzkonzept ist die Prozessunterstützung, bei der relevante lokale und regionale Akteure identifiziert und eingebunden werden. Mindestens drei Fachworkshops vor Ort werden mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Gewerbe, Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden und interessierten Bürgern durchgeführt, um eine breite Beteiligung sicherzustellen.
Die Klimaschutzmaßnahmen, die aus diesen Schritten hervorgehen, werden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Klimaschutzmanager Kiefer und dem ITB entwickelt. Um den langfristigen Erfolg dieser Maßnahmen sicherzustellen, wird eine Verstetigungsstrategie für den kommunalen Klimaschutz entwickelt. Dies beinhaltet auch die Ausarbeitung eines Controlling-Konzepts und einer Kommunikationsstrategie für die beteiligten Akteure.
Die kommunale Wärmeplanung wird ebenfalls von Kiefer unterstützt und ist zudem eine eigene Maßnahme im Klimaschutzkonzept. Die Unterstützung der KIPKI-Anträge gehört auch zu seinen Aufgaben. Die KIPKI-Anträge können der Stadt Lahnstein eine erhebliche Fördermittelzuwendung von bis zu 529.000 € für Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsprojekte sichern und somit einen bedeutenden Einfluss auf die Klimaschutzstrategie der Stadt haben.
Insgesamt zeigt die Zusammenarbeit zwischen dem Klimaschutzmanager und der Transferstelle Bingen eine entschlossene und umfassende Herangehensweise an den Klimaschutz in Lahnstein. „Ich bin davon überzeugt, dass Lahnstein damit einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Zukunft macht“, blickt Oberbürgermeister Lennart Siefert positiv in die Zukunft (Pressemitteilung: Stadt Lahnstein).
Lahnstein
Johnny-Jungforscher aus Lahnstein beim Empfang des Bundeskanzlers

LAHNSTEIN Die Preisträger*innen des 58. Bundeswettbewerbs Jugend forscht waren gestern beim Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin zu Gast. An dem traditionellen Empfang um 11 Uhr im Berliner Bundeskanzleramt nahmen insgesamt 61 Jungforscherinnen und Jungforscher teil. Sie alle waren im Mai 2023 beim Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb erfolgreich, das gemeinsam von der Stiftung Jugend forscht e. V. und den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V. in Bremen ausgerichtet wurde.
Mit dabei waren die beiden Preisträger des Johannes-Gymnasiums in Lahnstein: Maximilian Alt (3. Platz in der Kategorie Physik) und Benedikt Eberle (4. Platz in der Kategorie Arbeitswelt). Bereits einen Tag vorher besichtigten die Preisträgerinnen und Preisträger aus ganz Deutschland das “Futurium – Haus der Zukünfte” in Berlin und beschäftigten sich mit der Frage, wie wir künftig leben wollen. Darüber hinaus lernten sie Zentrum und Regierungsviertel der Hauptstadt bei einer Stadtrundfahrt kennen.
„Das Treffen mit dem Bundeskanzler ist für mich persönlich der Höhepunkt zum Abschluss meiner Teilnahme an Jugend forscht“ – so der Abiturient Benedikt Eberle. “Die Veranstaltung im Kanzleramt bedeutet jedes Jahr eine besondere Anerkennung der herausragenden Leistungen von Deutschlands besten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern, sagt Dr. Sven Baszio, Vorstand der Stiftung Jugend forscht e.V. „Wir freuen uns sehr, dass sich Olaf Scholz persönlich einen Eindruck vom herausragenden Potenzial der jungen MINT-Talente verschafft und sich intensiv mit den Jugendlichen austauscht.”
-
Allgemeinvor 1 Jahr
Rhein-Lahn-Kreis feiert 1. Mai – Wir waren in Dornholzhausen, Nievern, Hirschberg und Fachbach – Video im Beitrag
-
VG Loreleyvor 2 Jahren
VG Loreley bietet Sommerfreizeit für Kinder aus den Flutgebieten
-
Koblenzvor 2 Jahren
Koblenz beschließt neue Baumschutzsatzung
-
Schulenvor 2 Jahren
VG Bad Ems-Nassau investiert in die Sanierung der Turnhalle der Freiherr-vom-Stein Schule Bad Ems
-
Gesundheitvor 11 Monaten
Pflegekammer RLP muss Beiträge an Mitglieder erstatten!
-
Lahnsteinvor 8 Monaten
Sorge vor Vollsperrung der B42 hält an
-
Rhein-Lahn-Kreisvor 6 Monaten
Beamtinnen auf Lebenszeit ernannt
-
Gesundheitvor 5 Monaten
Und der Gewinner bei der Schließung der Paracelsus-Klinik in Bad Ems ist: Die Porterhouse-Group!
Lahnstein
Lahnstein hat Geschichte
LAHNSTEIN Zum 60. Todestag des Fabrikanten Ernst Max Schwarz

LAHNSTEIN Am 04. Juni 1866 wurde der Oberlahnsteiner Ehrenbürger und Firmengründer der Zschimmer & Schwarz GmbH & Co KG Chemische Fabriken, Ernst Max Schwarz, in Elbing / Westpreußen geboren.
Aufgewachsen in Königsberg / Ostpreußen, absolvierte er eine Lehre als Drogist. Anschließend war er für einige Jahre als Reisender für bedeutende Drogen-, Chemikalien-, Farben- und Gerbstoffhandelshäuser in Dresden und Chemnitz tätig.
1894 gründete er mit Otto Zschimmer (1863-1933) in Chemnitz die offene Handelsgesellschaft Zschimmer & Schwarz für den Verkauf von Drogen, Farben und Chemikalien. 1909 begann die erste eigene Produktion auf einem Fabrikgelände im thüringischen Greiz-Dölau. Durch die Ergänzung chemischer Fabriken wuchs die Beschäftigtenzahl bis zum Ausbruch des Zweiten Weltkrieges auf zirka 1.200 Personen. Max Schwarz war nicht nur Fabrikant, sondern auch Kirchenpatronatsherr in Drebach im Erzgebirge und bis 1933 Handelsgerichtsrat in Chemnitz.
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wurden das Stammhaus und die Hauptverwaltung in Chemnitz zerstört. Schwarz floh nach der Enteignung 1946 nach Oberlahnstein. Hier half er beim Wiederauf- und -ausbau des 1939 von ihm erworbenen Betriebes, der ehemaligen Flesch-Werke. Die Zahl der Arbeitsplätze stieg von etwa 40 (1946) auf rund 400 Arbeitsplätze (1958). Oberlahnstein wurde Standort der Unternehmenszentrale.
Max Schwarz engagierte sich auch außerhalb seines Betriebs. So half er der Stadt Oberlahnstein finanziell bei der Instandsetzung von Wenzelkapelle und Evangelischer Kirche. Für letztere stiftete er neue Glocken, da die alten im Krieg eingeschmolzen worden waren.
Schwarz war Ehrenmitglied in der Textilhilfsmittel- und Papierindustrie. Durch die Würdigung und Anerkennung seiner Verdienste bekam er bereits 1952 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und durch den Stadtrat von Oberlahnstein am 25. September 1959 das Ehrenbürgerrecht verliehen. Als Dank stiftete er der Stadt Oberlahnstein eine Amtskette, die heute noch vom Oberbürgermeister bei feierlichen Anlässen (mit geändertem Wappen) getragen wird.

Portrait von Max Schwarz (Bilder: Sammlung Stadtarchiv Lahnstein)
Max Schwarz starb am 30. November 1960 in Oberlahnstein. Zur Erinnerung wurde 1966 die „Alte Braubacher Straße“ nach ihm in „Max-Schwarz-Straße“ umbenannt.
Sein Unternehmen wuchs nach seinem Tod weiter. 1960 wurde die erste Tochtergesellschaft Zschimmer & Schwarz France als Handelshaus in Paris eröffnet. Im Anschluss daran folgten Neugründungen oder Übernahmen anderer Firmen, sodass zur Zschimmer-&-Schwarz-Gruppe heute zahlreiche Produktionsgesellschaften und Vertriebsgesellschaften in 16 Ländern gehören, unter anderem in Argentinien, Brasilien, China, Frankreich, Italien, Südkorea, Mexiko, Russland, Schweiz, Spanien, Türkei, Ukraine und den USA.
Seit 1993 ist Zschimmer & Schwarz auch wieder in der alten sächsischen Heimat mit einem Werk in Mohsdorf bei Chemnitz ansässig. Hier werden Phosphonate und Textilhilfsmittel hergestellt. Der Geschäftsbereich „Textilhilfsmittel“ wurde im Jahr 1995 komplett von Lahnstein nach Mohsdorf verlagert.
Das Stammwerk in Lahnstein beschäftigt heute über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit der Entwicklung, Erprobung, Herstellung und dem Verkauf von chemischen Spezialprodukten. Mehr als zwei Drittel des Lahnsteiner Umsatzes werden durch den Export erwirtschaftet; die Gruppe zählt weltweit insgesamt zirka 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr konnte Zschimmer & Schwarz rechtzeitig zum 125. Firmenjubiläum eine neue Unternehmenszentrale und ein modernes Konferenzzentrum in Lahnstein fertigstellen.
Lahnstein
„Lahn-e“-Elektroroller schaffen neues Mobilitätsangebot in Lahnstein

LAHNSTEIN Ab sofort stehen in Lahnstein umweltfreundliche Elektroroller namens „Lahn-e“ zum Ausleihen bereit und bieten eine nachhaltige und flexible Transportoption. Damit sorgen die Stadt Lahnstein und der regionale Energiedienstleister Süwag Energie AG gemeinsam für eine neue Mobilitätsalternative und verbinden die beiden wichtigen Zukunftstrends Elektromobilität und Sharing.
Zweiradfans können die grünen E-Roller innerhalb des Kerngebietes in Lahnstein ausleihen und wieder abstellen. Dabei handelt es sich nicht um die sogenannten „Kick-Scooter“, sondern um Elektroroller zum Hinsetzen, die auch zu zweit gefahren werden können.
Süwag startet gemeinsam mit Stadt Lahnstein ein E-Roller-Angebot zum Mieten
Führerscheinkontrolle, Lokalisierung und Anmietung erfolgen per App „Süwag2GO“. Die einmalige Anmeldegebühr beträgt 4,95 Euro. Der Preis pro Fahrminute liegt bei 25 Cent, Süwag-Kunden zahlen 21 Cent pro Minute. Man kann einen „Lahn-e“ auch kurz parken, in der Zeit bleibt er reserviert. Der Parkmodus kostet 10 Cent pro Minute.
Die E-Roller müssen gemäß der Straßenverkehrsordnung sowie auf ausgewiesenen Parkplätzen geparkt werden und können von dort aus per App lokalisiert und vom nächsten Kunden ausgeliehen werden. In der App sieht man auch, wo man die Roller parken darf und wo nicht.

Ab sofort stehen die „Lahn-es“ zur Ausleihe bereit (Fotos: Eva Dreiser / Stadtverwaltung Lahnstein)
Mit einer vollen Ladung bieten die Roller eine Reichweite von etwa 100 Kilometern. Die Akkus werden direkt vor Ort von der Süwag ausgetauscht, sodass die Roller immer einsatzbereit sind.
„Ich freue mich sehr, die „Lahn-es“ hier in unserer Stadt begrüßen zu dürfen. Damit halten wir ein sehr gutes Angebot im Bereich der nachhaltigen Mobilität vor und bieten unseren Bürgerinnen und Bürgern eine gute Möglichkeit, klimafreundlich unterwegs zu sein – auch im Hinblick auf die Brückensperrung“, zeigt sich Oberbürgermeister Lennart Siefert begeistert über die neue, grüne Mobilitätsoption.
Die Süwag bietet E-Roller-Sharing bereits erfolgreich in Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Neuwied, Freiburg und im Raum Ludwigsburg an. „Unsere bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass die Menschen vor Ort unser Angebot als echten Mehrwert wahrnehmen. Deshalb freuen wir uns, mit unserem Sharing-Modell die Mobilität in Lahnstein noch flexibler und klimafreundlicher zu gestalten“, betont Christopher Osgood, Geschäftsführer des Süwag-Vertriebs.

Ab sofort stehen die „Lahn-es“ zur Ausleihe bereit (Fotos: Eva Dreiser / Stadtverwaltung Lahnstein)
Und die „Lahn-es“ sind nicht nur umweltfreundlich, sondern auch hygienisch zu nutzen. Jeder Roller verfügt über zwei unterschiedlich große Helme, Einmalhygienehauben sowie ein Handtuch zum Trocknen der Sitzbank. Die Roller werden regelmäßig gereinigt, insbesondere die Kontaktflächen, die während der Fahrt genutzt werden.
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Registrierung finden sich unter www.suewag2go.de.
Lahnstein
Klimaschutz in Lahnstein: Eine ganzheitliche Strategie für die Zukunft

LAHNSTEIN Die Stadt Lahnstein hat sich dazu verpflichtet, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Als Mitglied im kommunalen Klimapakt (KKP) orientieren sich die Klimaschutzziele der Stadt an den Vorgaben des Landes Rheinland-Pfalz. Eine zentrale Figur in dieser Mission ist der Klimaschutzmanager, dessen Aufgabe es ist, ein umfassendes Klimaschutzkonzept für Lahnstein zu entwickeln.
Seit dem 18. September 2023 wird der Klimaschutzmanager der Stadt Lahnstein, Michael Kiefer, von der Transferstelle Bingen (TSB) unterstützt, die zur Technischen Hochschule Bingen gehört und dem ITB – Institut für Innovation, Transfer und Beratung gGmbH – angegliedert ist. Die TSB verfügt über umfassende Erfahrung in der Unterstützung von Energieprojekten und hat bereits in der Vergangenheit 50 Klimaschutzkonzepte mit kommunalen Akteuren erarbeitet.
Eine der ersten Aufgaben, die in Zusammenarbeit mit der TSB durchgeführt wird, betrifft die Energie- und Treibhausgasbilanz. Diese umfasst die Sammlung und Auswertung relevanter Energieverbrauchsdaten, einschließlich kommunaler Liegenschaften, des Fuhrparks, des öffentlichen Nahverkehrs und anderer statistischer Daten. Die Bilanzierung orientiert sich an den Daten im Energieatlas Rheinland-Pfalz und dem Projekt KomBiReK (Kommunale Treibhausgas-Bilanzierung und regionale Klimaschutzportale in Rheinland-Pfalz) und enthält die fördermittelkonforme Bilanzierung nach dem Bilanzierungsstandard Kommunal (BISKO). Ziel ist es, ein präzises Abbild der örtlichen Situation in Lahnstein zu erstellen.
Zusätzlich zur Energie- und Treibhausgasbilanz wird eine Potenzial- und Szenarioanalyse durchgeführt. Diese untersucht die Effizienz- und Einsparpotenziale in verschiedenen Sektoren, darunter private Haushalte, öffentliche Einrichtungen, Industrie, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Verkehr. Dabei werden Energieeffizienz und -einsparungen für verschiedene Anwendungszwecke wie Beleuchtung, Informations- und Kommunikationstechnik, mechanische Energie und Wärme/Kälte berücksichtigt. Ebenso werden regenerative Energiepotenziale wie Windkraft, Photovoltaik, Solarthermie, Bioenergie und weitere erneuerbare Energieträger sowie die Möglichkeiten der Kraft-Wärme-Kopplung bewertet. Es werden mindestens zwei Szenarien für die Erschließung der Potenziale mit der Bandbreite zwischen aktueller Trendfortsetzung und aktivem Klimaschutz erstellt.
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Klimaschutzkonzept ist die Prozessunterstützung, bei der relevante lokale und regionale Akteure identifiziert und eingebunden werden. Mindestens drei Fachworkshops vor Ort werden mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Gewerbe, Vereinen, Initiativen, Kirchengemeinden und interessierten Bürgern durchgeführt, um eine breite Beteiligung sicherzustellen.
Die Klimaschutzmaßnahmen, die aus diesen Schritten hervorgehen, werden in enger Zusammenarbeit zwischen dem Klimaschutzmanager Kiefer und dem ITB entwickelt. Um den langfristigen Erfolg dieser Maßnahmen sicherzustellen, wird eine Verstetigungsstrategie für den kommunalen Klimaschutz entwickelt. Dies beinhaltet auch die Ausarbeitung eines Controlling-Konzepts und einer Kommunikationsstrategie für die beteiligten Akteure.
Die kommunale Wärmeplanung wird ebenfalls von Kiefer unterstützt und ist zudem eine eigene Maßnahme im Klimaschutzkonzept. Die Unterstützung der KIPKI-Anträge gehört auch zu seinen Aufgaben. Die KIPKI-Anträge können der Stadt Lahnstein eine erhebliche Fördermittelzuwendung von bis zu 529.000 € für Klimaschutz- und Klimafolgenanpassungsprojekte sichern und somit einen bedeutenden Einfluss auf die Klimaschutzstrategie der Stadt haben.
Insgesamt zeigt die Zusammenarbeit zwischen dem Klimaschutzmanager und der Transferstelle Bingen eine entschlossene und umfassende Herangehensweise an den Klimaschutz in Lahnstein. „Ich bin davon überzeugt, dass Lahnstein damit einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren und klimafreundlicheren Zukunft macht“, blickt Oberbürgermeister Lennart Siefert positiv in die Zukunft (Pressemitteilung: Stadt Lahnstein).
Lahnstein
Johnny-Jungforscher aus Lahnstein beim Empfang des Bundeskanzlers

LAHNSTEIN Die Preisträger*innen des 58. Bundeswettbewerbs Jugend forscht waren gestern beim Bundeskanzler Olaf Scholz in Berlin zu Gast. An dem traditionellen Empfang um 11 Uhr im Berliner Bundeskanzleramt nahmen insgesamt 61 Jungforscherinnen und Jungforscher teil. Sie alle waren im Mai 2023 beim Bundesfinale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb erfolgreich, das gemeinsam von der Stiftung Jugend forscht e. V. und den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V. in Bremen ausgerichtet wurde.
Mit dabei waren die beiden Preisträger des Johannes-Gymnasiums in Lahnstein: Maximilian Alt (3. Platz in der Kategorie Physik) und Benedikt Eberle (4. Platz in der Kategorie Arbeitswelt). Bereits einen Tag vorher besichtigten die Preisträgerinnen und Preisträger aus ganz Deutschland das “Futurium – Haus der Zukünfte” in Berlin und beschäftigten sich mit der Frage, wie wir künftig leben wollen. Darüber hinaus lernten sie Zentrum und Regierungsviertel der Hauptstadt bei einer Stadtrundfahrt kennen.
„Das Treffen mit dem Bundeskanzler ist für mich persönlich der Höhepunkt zum Abschluss meiner Teilnahme an Jugend forscht“ – so der Abiturient Benedikt Eberle. “Die Veranstaltung im Kanzleramt bedeutet jedes Jahr eine besondere Anerkennung der herausragenden Leistungen von Deutschlands besten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforschern, sagt Dr. Sven Baszio, Vorstand der Stiftung Jugend forscht e.V. „Wir freuen uns sehr, dass sich Olaf Scholz persönlich einen Eindruck vom herausragenden Potenzial der jungen MINT-Talente verschafft und sich intensiv mit den Jugendlichen austauscht.”
-
Allgemeinvor 1 Jahr
Rhein-Lahn-Kreis feiert 1. Mai – Wir waren in Dornholzhausen, Nievern, Hirschberg und Fachbach – Video im Beitrag
-
VG Loreleyvor 2 Jahren
VG Loreley bietet Sommerfreizeit für Kinder aus den Flutgebieten
-
Koblenzvor 2 Jahren
Koblenz beschließt neue Baumschutzsatzung
-
Schulenvor 2 Jahren
VG Bad Ems-Nassau investiert in die Sanierung der Turnhalle der Freiherr-vom-Stein Schule Bad Ems
-
Gesundheitvor 11 Monaten
Pflegekammer RLP muss Beiträge an Mitglieder erstatten!
-
Lahnsteinvor 8 Monaten
Sorge vor Vollsperrung der B42 hält an
-
Rhein-Lahn-Kreisvor 6 Monaten
Beamtinnen auf Lebenszeit ernannt
-
Gesundheitvor 5 Monaten
Und der Gewinner bei der Schließung der Paracelsus-Klinik in Bad Ems ist: Die Porterhouse-Group!
Leave a Reply