Urteil wegen Betruges vor dem Landgericht Koblenz

Mehrjährige Haftstrafen wegen Betruges bestätigt

in Koblenz/Lahnstein/Recht

LAHNSTEIN Am 15. September ging das Betrugsverfahren gegen Mitglieder einer bekannten Koblenzer bzw. Mülheim-Kärlicher Familie vor dem Landgericht Koblenz in die Verlängerung. Den mittlerweile 25-, 27 und 30-jährigen Verurteilten wurde von der Staatsanwaltschaft Koblenz vorgeworfen, im Sommer 2016 in bis zu 29 Fällen verschiedene Waren (Handys, Baumarktartikel, Fahrräder usw.) erworben zu haben, im Wissen dass der Kaufpreis nie entrichtet werden kann.

Doch was war die genaue Betrugsmasche? Offiziell traten die verurteilten als Käufer nicht in Erscheinung. Sie warben u.a. gezielt Förderschüler an und nutzten deren EC-Karten zum Kauf der Waren. Von vorneherein war klar, dass die Konten zum Ausgleich der Kaufsummen nicht ausreichen würden.

Die Förderschüler wurden unter falscher Identität angeworben mit der Aussicht hoher Verdienst – bzw. Gewinnmöglichkeiten durch den Weiterverkauf der Artikel.

Einer anderen Kontoinhaberin ist die Hälfte der Verkaufserlöse versprochen worden. Auch dieser war bewusst, dass die Rechnungssummen der erworbenen Waren nie hätten bezahlt werden können.

Tatorte waren u.a. Lahnstein, Koblenz und Mülheim-Kärlich

Einer der Täter beging die Tat als Heranwachsender. Demzufolge wurde er in erster Instanz vor der 2. großen Strafkammer der Jugendkammer I am 30.07.2019 verurteilt.

Insgesamt wurden die Täter wegen Betruges in 25, 29 und 31 Fällen zu Gesamtfreiheitsstrafen von zwei Jahren und zwei Jahren neun Monaten verurteilt.

Der Heranwachsende wurde zu einer Einheitsjugendstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Gegen dieses Urteil vom 30.07.2019 legte einer der seinerzeit beschuldigten Angeklagten Revision vor dem Bundesgerichtshof ein. Und dieser hob das Urteil in Bezug der Strafen und Nebenfolgen in Teilen auf.

Dabei ging es nicht mehr um den Tatvorwurf und die Feststellungen zur Sache. Dieser waren rechtskräftig festgestellt worden und wurden nicht bemängelt.

Am 15.September sind die verhängten Strafen in voller Höhe vom Landgericht Koblenz bestätigt worden.

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