SPD fordert Ende des gefährlichen Güterverkehrs im Mittelrheintal

SPD: Güterverkehr im Welterbetal stoppen

in Politik/Rhein-Lahn-Kreis

RHEIN-LAHN-KREIS Mike Weiland und Carsten Göller haben für die SPD-Kreistagsfraktion eine Resolution für die nächste Sitzung eingebracht. Darin fordern die beiden Kreistagsmitglieder Konsequenzen aus dem Zugunglück in Lahnstein. „Die permanente und unkalkulierbare Gefahr für die Städte und Gemeinden entlang der Bahnstrecke muss aufhören“, so Weiland und Göller unisono. Besorgt blicken beide auch in die Zukunft, wenn immer mehr gefährliche Güter durch das Rheintal rollen sollen. Ausbau von Bahnstrecken in Nordeuropa und große Tunnelvorhaben in den Alpen weisen den Weg in die Zukunft. „Wir erwarten mehr Güter, mehr Züge und mehr Gefahr für unser Mittelrheintal“, machen die beiden Kreistagsmitglieder deutlich. Die SPD-Fraktion hofft nun auf eine breite Unterstützung im Kreistag.

Die Resolution im Wortlaut:

Der Kreistag des Rhein-Lahn-Kreises ist entsetzt über den gefährlichen Güterzugunfall vom 30. August 2020 in Lahnstein. Nur durch Glück wurde beim schwersten Zugunglück in den vergangenen Jahrzehnten im Rhein-Lahn-Kreis niemand verletzt und alle Einsatzkräfte sind wohlbehalten aus dem Einsatz zurückgekehrt. Der Kreistag dankt allen Einsatzkräften für ihr Engagement und ihren professionellen Einsatz in Lahnstein. Bereits beim Großbrand in Diez oder bei diversen Vegetationsbränden in den vergangenen Wochen hat man sehen können, wie professionell und motiviert die Einsatzkräfte aufgestellt sind.

SPD-Kreistagsfraktion bringt Resolution in Kreistag ein: Gefährlicher Güterverkehr raus aus unserem Welterbetal

Das Unglück in Lahnstein zeigt die immanente Gefahr, in der sich Lahnstein, Braubach, Osterspai, Filsen, Kamp-Bornhofen, Kestert, St. Goarshausen und seine Stadtteile Wellmich und Ehrental sowie Kaub jeden Tag befinden. Gleiches gilt für die Städte und Gemeinden im hessischen Teil des Welterbes sowie auf der linken Rheinseite. Ein solches Unglück an anderer Stelle als dem breit angelegten Bahnhof Niederlahnstein und die Folgen wären unbeschreiblich.

Das Mittelrheintal, obwohl als UNESCO-Welterbe mit einem besonderen internationalen Schutzstatus versehen, ist der zentrale Güterverkehrskorridor in Deutschland auf der Nord-Süd-Achse. Streckenerweiterungen in Nordeuropa und riesige Tunnelprojekte in den Alpen weisen den Weg in die Zukunft: Mehr Güter, mehr Züge, mehr Gefahr für unser Mittelrheintal.

Der Kreistag fordert daher:

– Das Welterbetal muss sofort für den Transport von gefährlichen Gütern auf der Schiene gesperrt werden.

– Alle anderen Güterzüge dürfen in bebauten Ortslagen maximal 50 km/h fahren.

– Planung- und Bau einer sicheren Alternativtrasse müssen mit höchster Priorität durch den Bund umgesetzt werden. Der Bundesverkehrsminister hat bis heute nicht die Machbarkeitsstudie beauftragt. Er muss endlich und dringend handeln.

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