Bürgerinitiative Altstadt St. Goarshausen - „Berlin’s 4“ konzertierte in der Gäsegaß

„Berlin’s 4“ konzertierte in der Gäsegaß

in VG Loreley

ST. GOARSHAUSEN „Donnerstag, 13. August 2020, 19 Uhr: herzlich willkommen in der Gäsegaß“! Mit diesen Worten begrüßte der 12-jährige Elias Melchert die 80 Gäste am „Plan“ in der Altstadt von St. Goarshausen – bei gutem Wetter und äußerst angenehmen abendlichen Temperaturen.

Mit Witz gespickt galten seine weiteren Willkommensgrüße der zum abendlichen Konzerterlebnis erschienenen einheimischen „Prominenz“, also der aktuellen Stadtchefin Katrin Vetters, dem frischgebackenen Verbandsgemeinde-Bürgermeister Mike Weiland und der stets freundlich-präsenten Pfarrerin Janina Franz. Selbstredend war unter den Gästen auch unsere Altstadt-Initiative zahlreich präsent.

Der ehemalige Intendant und Musikmanager Willi Becker aus Bad Ems stellte das A-cappella-Ensemble „Berlin’s 4“ dem Altstadt-Publikum vor. Zwar ist Becker mittlerweile im Ruhestand, er agiert aber weiter mit Leib und Seele für die Kulturförderung des Landes. Schnell hatte er mit Uli Lenz vom hiesigen Verkehrsverein, den Gastronomen Katja und Christian Melchert vom Café Loreley und dem Winzer-Ehepaar Isolde und Ralph Leonhard die passenden Verbündeten gefunden. Und gemeinsam wählten sie die schönste Örtlichkeit der Loreleystadt, den „Plan“ in der Gäsegaß, als Austragungsort für diesen in jeder Hinsicht gelungenen Musikabend.

Was nun ab 19 Uhr den Gästen, die sich mit köstlichem Wein und ebensolchen Speisen für den Abend rüsteten, von dem Berliner Vokalquartett musikalisch geboten wurde, war gerade für St. Goarshausen neu: Trotz vielfältiger musikalischer Aktivitäten in und um die Loreleystadt herum war professionell dargebrachte A-cappella-Musik hier eher selten zu hören gewesen.

Die Mitglieder des Berliner Ensembles, namentlich, Isabelle Voßkühler, Sopran – Judith Simonis, Alt – Holger Marks, Tenor –Axel Scheidig, Bassbariton, sind samt und sonders studierte, an namhaften Musikhochschulen ausgebildete Profi-Sänger, die ihr Können hauptberuflich dem Rundfunk-Chor Berlin zur Verfügung stellen.

In drei Blöcken (neudeutsch: Sets) gaben sie aus ihrem Repertoire deutsche und internationale Evergreens, Jazz, Klassik, Pop, Oldies und Schlager zum besten.

Und in Windeseile sangen sich die vier prächtig gelaunten Akteure in die Herzen der Gäste:

Nach ihrem Start mit dem „Mambo“ von Herbert Grönemeyer, den sie zu aller Überraschung aus den Fenstern im Obergeschoss des Alten Rathauses heraus präsentierten, ging es dann Schlag auf Schlag und Lied um Lied auf der kleinen Bühne vor dem „Roten Kopf“ weiter. Das Publikum staunte nicht schlecht über die unglaubliche Vielseitigkeit, mit der das stimmgewaltige Ensemble agierte. Solo- und Begleitstimmen wechselten sich in feinsten und hochkomplexen Arrangements permanent und in rasender Geschwindigkeit ab, wobei die Sangeskunst nie Selbstzweck war, sondern sich stets an das immer weiter verzückte Publikum richtete. Lieder wie „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ und „Wir lassen uns das Singen nicht verbieten“ verlockten die Besucher sogar zum Mitsingen. Bei „The Lion Sleeps Tonight“ – mit den ebenfalls a cappella erzeugten Geräuschen des Dschungels dramatisch angereichert – löste sich das Ensemble komplett von seiner kleinen Bühne und ging mit dem Publikum auf Tuchfühlung. Nach einer hochemotionalen Darbietung des Udo-Jürgens-Klassikers „Griechischer Wein“ waren Betroffenheit und Rührung der Zuschauer fast mit Händen zu greifen, ebenso wie nach dem von den Musikern extra für Sankt Goarshausen einstudierten „Loreleylied“, das nach fast 30(!) Liedern als Zugabe diesen fabelhaften Auftritt von „Berlin’s 4“ beendete.

Die verzauberten Gäste tauschten sich noch lange angeregt über diesen wunderbaren und unvergesslichen Abend aus, und für die begeisterten Mitglieder unserer Bürgerinitiative war eines völlig klar: Nach der kleinen Jazz-Matinee „Bingen swingt in Sankt Goarshausen“ am 27. Juni war dieser perfekte Auftritt der famosen A-cappella-Formation „Berlin’s 4“ ein weiterer glanzvoller Höhepunkt in einem (auch für unsere Altstadt) ansonsten leider recht freudlosen Corona-Jahr – dem man trotz alledem mit einem Lied von Nat King Cole begegnen sollte, das auch von „Berlin’s 4“ in St. Goarshausen unübertrefflich schön gesungen wurde: „Smile“!

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