Wie weit darf die Überparteilichkeit von Zeitungen gehen?

Überparteilichkeit einer Zeitung – Wie weit muss sie gehen?

in Aktuelles/Rhein-Lahn-Kreis

IN EIGENER SACHE Wir mussten uns soeben aus aktuellem Anlass mit der Thematik der Überparteilichkeit beschäftigen. Wir stellten uns die Frage, wie weit ein Neutralitätsgebot gehen darf und sogar muss. Dieses zu beurteilen ist nicht einfach.

Einerseits ist eine Zeitung da um zu berichten. Pressemitteilungen von Städten, Vereinen, Kirchen und Parteien werden ohne Korrektur veröffentlicht. Andererseits stellt sich die Frage, ob man von jeder Partei die Nachrichten einstellen muss. Wir haben darüber heute lange nachdenken müssen. Der Ben Kurier hält sich an die ethischen Standards und ist dem Pressekodex unterworfen. Dieses beinhaltet aber auch, die Objektivität, die Unparteilichkeit, die umfassende, sachliche und wahrheitsgetreue Berichterstattung, Schutz und Achtung der Menschenwürde sowie die Förderung der freien, individuellen und öffentlichen Meinung.

Somit haben wir für den Ben Kurier entschlossen, dass wir Pressemitteilungen aller im Bundestag vertretenen Parteien veröffentlichen werden. Die Überparteilichkeit käme an seine Grenzen, wenn man eine oder mehrere Fraktionen ausschließen würde. Dieses käme einer Zensur gleich und widerspricht einer objektiven Berichterstattung. Dennoch betonen wir ausdrücklich, dass der Ben Kurier keineswegs die einzelnen Meinungen der Pressemitteilungen der Parteien befürworten muss. Auch wird der Ben Kurier niemals das Sprachrohr einer oder mehrer Parteien werden. Investigativer Journalismus und ehrliche Berichterstattung beinhaltet aber auch, sämtliche Meinungen zuzulassen auch wenn diese uns nicht gefallen. Es ist nicht die Aufgabe des Ben Kurier über politische Meinungen, Trends usw. zu entscheiden. Unsere Aufgabe ist es in aller Vielfalt zu berichten ob wir möchten oder auch nicht. So verstehen wir Überparteilichkeit.

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