Schäuble fordert Kürzung der Sommerferien

Schäuble Irrsinn – Sommerferien Ade?

in Aktuelles/Gesundheit/Rheinland-Pfalz

Vor wenigen Tagen brachte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch. In der Augsburger Allgemeinen Zeitung äußerte er sich wie folgt: “Bis auf Ausnahmen bleiben die Schulen noch einige Zeit geschlossen. Daher frage ich mich, ob die Verantwortlichen in den Ländern darüber nachdenken, die Schulferien in der Sommerzeit etwas zu verkürzen.” 

“Im Moment ist ohnehin noch aus vielen Gründen unklar, wann und wie man im Sommer verreisen kann”, sagte Schäuble. “Das Urlaubskonto vieler Eltern dürfte durch die Krise jetzt schon strapaziert sein.” Deshalb könne er die verstehen, “die sich fragen, wie sie da noch sechs Wochen Sommerferien organisieren sollen.”

Die Hoheit in der Bildungsfrage liegt bei den Ländern. Und diese lehnen bis dato den Vorschlag vom Bundestagspräsidenten nahezu durchgängig ab. Neben Sachsen, Niedersachsen, Mecklenburg –  Vorpommern, Sachsen – Anhalt, Bayern, Baden – Württemberg, NRW, gab es auch aus Rheinland-Pfalz eine Absage.  Die Ministerin für Bildung, Dr. Stefanie Hubig, schloss eine Verkürzung der Sommerferien aus. Doch ganz vom Tisch ist das Thema nicht.

Landeselternbeirat lehnt Schäubles Vorschlag ab

Der Landeselternbeirat in Rheinland – Pfalz startete eine Umfrage bei den von ihnen vertretenen Eltern. Auch wenn diese noch nicht beendet ist, so lässt sich eine deutliche Tendenz erkennen. Der überwiegende Teil der Erziehungsberechtigten lehnt die Verkürzung der Sommerferien ab. Und die Gründe liegen auf der Hand. Von gemeinsamen Erlebnissen in den Osterferien konnte kaum eine Rede sein.  Ein Großteil der Eltern hat ihren Urlaub auf die Ferienzeit der Kinder ausgerichtet. Natürlich ist es fraglich ob es Urlaubsreisen geben wird. Dieses ist nach aktueller Lage unwahrscheinlich. Und dennoch ist es die wichtigste Zeit für Familien.

Demgegenüber stehen die Befürworter für eine Aussetzung der Sommerferien vor einem Dilemma. Die Mehrzahl der Betroffenen haben schlichtweg ihren Urlaubsanspruch für dieses Jahr aufgebraucht. Die Kinderbetreuung in den Sommerferien ist nicht gesichert. Deshalb fordert der Landeselternbeirat, ohne Nachteile für Lehrer und Kinder, Betreuungsangebote in der Ferienzeit zu schaffen. Dieses muss aber auf freiwilliger Basis geschehen. Somit können Erziehungsberechtigte in Absprache mit dem Kind entscheiden, ob dieses in eine Schulfreizeit mit Lerninhalten geht. Denkbar wäre auch für versetzungsgefährdete Schüler eine ebenso freiwillige Teilnahme an den gebotenen Maßnahmen.

Der Bundestagspräsident ist mit seiner Forderung nicht nur auf massiven Widerstand der Länder gestoßen sondern verfehlte schlichtweg das Ziel. Dieses hätte lauten müssen: ” Erholung für die Familien,” welche unter dem besonderem Schutz des Grundgesetzes stehen.

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